Mai 2026
Nachtrag zum 08.04.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟕𝟎
𝕂𝕒𝕪𝕒𝕜𝕠𝕖𝕪 – ℍ𝕦𝕚 𝔹𝕦𝕙 𝕒𝕦𝕗 𝔸𝕓𝕨𝕖𝕘𝕖𝕟.
(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘, 𝑃𝑜𝑙𝑎𝑟𝑠𝑡𝑒𝑝𝑠 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ. 🫶)
Auf vielfachen Wunsch einer Einzigen, hole ich hier und jetzt noch einen Beitrag nach, der es laut Ansicht meiner herzallerliebsten Gattin durchaus verdient hätte, ebenfalls noch als schriftliches Manifest in unseren „𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧-𝐀𝐧𝐧𝐚𝐥𝐞𝐧“ einzugehen.
𝐁𝐢𝐭𝐭𝐞𝐬𝐜𝐡𝐨𝐞𝐧…
Es geht um 𝐊𝐚𝐲𝐚𝐤ö𝐲, eine Stadt ca. 15 km südlich von Fethyie...
Eine Stadt, die eigentlich gar keine mehr ist. 🤷♂️
Sie ist nämlich 𝐮𝐧𝐛𝐞𝐰𝐨𝐡𝐧𝐭…
… so ähnlich wie 𝐒𝐲𝐥𝐭 𝐢𝐦 𝐅𝐞𝐛𝐫𝐮𝐚𝐫, die 𝐑𝐞𝐞𝐩𝐞𝐫𝐛𝐚𝐡𝐧 𝐦𝐨𝐫𝐠𝐞𝐧𝐬 𝐮𝐦 𝟗.𝟎𝟎 𝐔𝐡𝐫 oder mein 𝐍𝐮𝐭𝐞𝐥𝐥𝐚𝐠𝐥𝐚𝐬 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐟𝐟𝐞𝐥 „𝐒𝐭𝐫𝐚𝐧𝐠𝐞𝐫 𝐓𝐡𝐢𝐧𝐠𝐬“.🤦♂️
Wenn der Durchschnitts-Teutone einen Urlaub in der Türkei plant… denkt er vermutlich an ein 𝐀𝐥𝐥-𝐢𝐧𝐤𝐥𝐮𝐬𝐢𝐯-𝐁𝐮𝐟𝐟𝐞𝐭, an dem man sich seinen Teller bis zur Ausreizung des statisch möglichen befüllen kann oder den täglichen 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐭𝐮𝐜𝐡-𝐑𝐞𝐬𝐞𝐫𝐯𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐤𝐫𝐢𝐞𝐠 um den beste Sonnenliege am hoteleigenen Swimmingpool. Und das ganze natürlich morgens um 5.00 Uhr.
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞𝐢 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬…
zum Beispiel das Dorf Kayaköy.
Hier suchst du das Frühstücksbuffet vergeblich… denn die Stadt ist ausgestorben… ein 𝐆𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐫𝐝𝐨𝐫𝐟…
Was erstmals einen gewissen Gruselfaktor verspricht, enttäuscht geistermäßig auf der ganzen Linie…
𝐊𝐞𝐢𝐧 "𝐇𝐮𝐢 𝐁𝐮𝐡"… keinen Casper… nicht mal einen Himbeergeist haben wir hier angetroffen. 🤷♂️
Wir stehen an einem Berg, an dem hunderte von Steinhäuser kleben, wie herrenlose Kaugummis an einer Schuhsohle.
Und alle haben eines gemeinsam…
𝐒𝐢𝐞 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐤𝐚𝐩𝐮𝐭𝐭… futschikato… absolut desolat.
Keine Dächer… kein Fenster… kein Einbauküche.
Ich sage mal so…
… wenn das die Aussichten auf bezahlbaren Wohnraum sein soll, dann zieht man besser zum Nordpol und baut sich ein Iglu oder bleibt in seiner überteuerten Einraum-Bude in Berlin-Wedding. 🤷♂️
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐰𝐚𝐬 𝐬𝐭𝐞𝐜𝐤𝐭 𝐧𝐮𝐧 𝐡𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐝𝐮𝐛𝐢𝐨𝐬𝐞𝐧 𝐆𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐫𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭?
Die eigentlichen Bewohner des Ortes waren ursprünglich mal 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧. Vielleicht hatten sie mal ihren Bus nach Thessaloniki verpasst und sind hier hängen geblieben?... Keiner weiß das so genau…
Jedenfalls wurde dieses Dorf 1923, um Zuge eines Völkeraustausches von den Türken evakuiert, um hier türkische Bürger anzusiedeln, die ihrerseits aus Griechenland zurückkehrten.
Sie hatten vermutlich ebenfalls irgendwann mal ihren Bus verpasst. An dem Fahrplänen des öffentlichen Fernverkehrs sollten beide Nationen anscheinend noch arbeiten. 🤷♂️
Was erstmal klingt, wie ein fairer Tauschhandel bei Ebay-Kleinanzeigen, entpuppte sich alledings als eine eher völkerrechtliche Mogelpackung…
Während die deportierten Griechen, sich es sich vermutlich in Thessaloniki in ihren neuen, zentralbeheizten Etagenwohnungen gemütlich gemacht haben, sollten nun die türkischen Heimkehrer ihr zukünftiges Dasein in dieser Hanglage fristen. Also ähnlich, wie ein „Kröver Nacktarsch“ im Weinberg an der Mosel.
So zogen sie es vor ins Tal zu ziehen… Da gabs zwar auch noch keine „Flachbildschirme“ aber immerhin flaches Land.
Sie nahmen allerdings alles mit, was noch Niet- und Nagelfest war und verließen Kayaköy, das im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr zu einer Geisterstadt verfiel.
Den Rest gab dem Dorf dann das 𝐄𝐫𝐝𝐛𝐞𝐛𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐅𝐞𝐭𝐡𝐢𝐲𝐞 im Jahre 1957, um dann letztendlich als dieser 𝐭𝐨𝐮𝐫𝐢𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐊𝐥𝐞𝐭𝐭𝐞𝐫𝐠𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧 zu enden, den Du heute besichtigen kannst.
So marschierten auch wir über die Natursteinpfade mit dem Gripwert einer Bananenschale auf Schmierseife, durch diesen Sanierungsfall mit der Dringlichkeitsstufe „Gestern“.
Meine urlaubsfunktionalen Crocs lösten sich daher auch relativ zügig in ihre molekularen Bestandteile auf... also aufgepasst bei der Schuhwahl.. 🙈
Aber… der Ausblick…
... wenn du denn erstmal dort oben angekommen bist.
Er lässt Dich zumindest temporär vergessen, dass du gerade deine Kniegelenke gegen dieses kulturelles Event eingetauscht hast.
Kayaköy ist vermutlich das größte Freilichtmuseum für gescheiterte Umzugspläne der Welt und durchaus einen kleinen Abstecher wert.
So… liebe Ulrike… Auftrag ausgeführt… 𝐡𝐚𝐛𝐞 𝐟𝐞𝐫𝐭𝐢𝐠. 😉
In diesem Sinne … fuehlt euch gekuschelt.
11.04.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟕𝟑
ℂ𝕚𝕣𝕒𝕝𝕚… 𝕎𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕂𝕒𝕥𝕫𝕖𝕟 𝕟𝕠𝕔𝕙 𝔹𝕦𝕝𝕝𝕖𝕥𝕥𝕖…
Bisher dachte ich, eine 𝐂𝐡𝐢𝐦𝐚𝐞𝐫𝐞 wäre so eine 𝐇𝐚𝐥𝐛𝐮𝐧𝐝𝐡𝐚𝐥𝐛-𝐊𝐚𝐭𝐳𝐞.
Also jetzt nicht so wie eine Bullette… Halb Rind… halb Schwein…
Sondern eher wie ein Meerschweinchen… halb schwarz… halb weiß…🤷♂️
Tatsächlich bezeichnet man als Chimäre, in der griechischen Mythologie ein 𝐟𝐞𝐮𝐞𝐫𝐬𝐩𝐞𝐢𝐞𝐧𝐝𝐞𝐬 𝐌𝐢𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐬𝐞𝐧…
Ganz beliebt waren diesbezüglich Schlangen, Löwen und Schwiegermütter.
Was das Ganze jetzt mit der Türkei und diesem Ort, in der Nähe von Çıralı zu tun hat?... 𝐃𝐚𝐳𝐮 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭…
Ich durfte nämlich heute lernen, dass man als Chimären ebenfalls diese Herdplatten bezeichnet, die hier seit tausenden von Jahren vergessen wurden abzustellen.
Hier, in der Nähe von Çıralı findet man den 𝐘𝐚𝐧𝐚𝐫𝐭𝐚𝐬 , was auf Türkisch nichts anderes als „𝐛𝐫𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧“ bedeutet.
War man einmal dort, macht diese Bezeichnung durchaus Sinn… 🤷♂️
Denn was sollen wir sagen?... Der Name hält, was er verspricht.
Doch wie so oft auf unserer Reise… hat das Universum vor dem Erlebnis eine gehörige Portion Fleiß gepackt…
Und Ihr dürft gerne raten, was das Universum einmal mehr für uns vorbereitet hatte … richtig… 𝐓𝐫𝐞𝐩𝐩𝐞𝐧. 🤦♂️
Also eher das, was man hier in der Türkei so im weitläufigen Sinne als Treppe bezeichnet.
Ich, als DIN-Norm-verwöhnter Mitteleuropäer würde dieses Konstrukt zu Zielerreichung einer anderen Ebene eher als „𝒘𝒊𝒍𝒍𝒌𝒖𝒆𝒓𝒍𝒊𝒄𝒉𝒆 𝑵𝒂𝒕𝒖𝒓𝒔𝒕𝒆𝒊𝒏-𝑨𝒏𝒉𝒂𝒆𝒖𝒇𝒖𝒏𝒈 𝒎𝒊𝒕 𝑻𝒆𝒏𝒅𝒆𝒏𝒛 𝒛𝒖𝒓 𝒗𝒆𝒓𝒕𝒊𝒌𝒂𝒍𝒆𝒓 𝑨𝒖𝒔𝒓𝒊𝒄𝒉𝒕𝒖𝒏𝒈“ bezeichnen und ist eindeutig ein Angriff auf die Kniegelenke und das gesamte kardiologische System eines jeden Besuchers.
Was auch immer sie damit bezweckten?…
Vielleicht „natürliche Auslese“? 🤷♂️
Schnaufend, wie „Emma“, die Dampflok von Lukas dem Lokomotivführer, die sich gerade über einen der 2 Berge auf der berühmten Insel gequält hat, stapfen auch wir dieses Steintreppen-Ungetüm hinauf.
Oben angekommen sind meine Laktatwerte nicht nur im Keller, sondern gefühlt im Abgrund der Hölle angelangt… was natürlich gut zu dem Szenario passt, das sich gerade vor uns präsentiert.
Flammen, die so einfach aus dem Fels züngeln… ohne Holz… ohne Grillkohle… ohne städtischen Gaswerke.
Methan ist hier eigentlich das Zauberwort. ☝️
Optimal zum Grillen von Marshmallows und Zufügung von Brandblasen.
Kleiner Spoiler… hat beides bestens funktioniert.😉
Die alten Griechen, die vor 2000 Jahren hier noch ansässig waren, sahen in den Flammen jedoch nicht die eigentlichen 𝐑𝐮𝐭𝐡𝐞𝐧𝐢𝐮𝐦-𝐊𝐚𝐭𝐚𝐥𝐲𝐬𝐚𝐭𝐨𝐫𝐞𝐧, die unter der Oberfläche brodeln…
Wie sollte das auch gehen?… so ganz ohne Google und Geologie-Studium? 🤷♂️
So kamen die alten Griechen zum dem, damals einzig logischen Schluss:
Hier unten mussten die Chimaeren, also die vorab bereits erwähnten Ungeheuer der Unterwelt wohnen, die ihr Feuer auf die Welt spucken.
Und Schwupps… schon hatten diese „Feuersteinchen“ ihren Namen weg. 😉
Was das Ganze nun allerdings mit zweifarbigen Katzen zu tun hat?...
… Keine Ahnung… 🤷♂️
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
10.04.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟕𝟐
𝕄𝕪𝕣𝕒... 𝕧𝕠𝕞 ℍ𝕖𝕝𝕕 𝕫𝕦𝕞 𝕋𝕣𝕦𝕔𝕜𝕖𝕣
𝐌𝐲𝐫𝐚...
Man sagt, hier hätte alles angefangen…
Und ja… nennen wir das Kind doch direkt beim Namen…
Einer der 𝐔𝐫𝐯𝐚𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐜𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐓𝐫𝐚𝐝𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 war 𝐓𝐮𝐞𝐫𝐤𝐞…
nicht Italiener... nicht Bayer... nein… Türke.
Auch wenn nun das Weltbild von so manchem konservativen Kruzifix -Enthusiasten über den Haufen geworfen sein sollte…
Es ist, wie es ist. 🤷
Hier in 𝐃𝐞𝐦𝐫𝐞 schlich des Nachts ein Mann durch die Gassen, um arme Kinder zu beschenken…
Eine 𝐎𝐫𝐚𝐧𝐠𝐞, einen 𝐋𝐞𝐛𝐤𝐮𝐜𝐡𝐞𝐧 und vielleicht noch eine 𝐙𝐮𝐜𝐤𝐞𝐫𝐬𝐭𝐚𝐧𝐠𝐞.
Und dieser Mann, das war wohl niemand geringerer, als der 𝐁𝐢𝐬𝐜𝐡𝐨𝐟 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐲𝐫𝐚 ... „𝐒𝐭. 𝐍𝐢𝐤𝐨𝐥𝐚𝐮𝐬“ himself.
Heutzutage würden Dich die Kids für solche Präsente anschauen, als hätte man ihnen gerade den Inhalt der Bio-Tonne vom Nachbarn präsentiert.🙈
Heute liegen für den/die Junior/in erwartungsgemäß, die neueste Playstation, ein I-Phone und ein Netflix-Jahres-Abo vor den verdreckten Sneaker, die am Vor-Abend noch recht lieblos vor das Bett gepfeffert wurden.
Für diese Entwicklung kann man dem lieben St. Nikolaus im Nachhinein allerdings kaum einen Vorwurf machen… 🤷♂️
Denn über die Jahrhunderte wurde die Geschichte des St. Nikolaus in die ganze Welt exportiert. Erstmals trieb dieser Exortschlager im 14. Jahrhundert als „𝐒𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐤𝐥𝐚𝐚𝐬“ in Holland sein Unwesen, bis er dann, Anfang des 20ten Jahrhunderts, in den USA so richtig weichgespült wurde. 🤦♂️
Tatsächlich war es kein geringer als „𝐂𝐨𝐜𝐚 𝐂𝐨𝐥𝐚“… die dem einst heiligen Bischof von Myra sein heutiges Konterfei verpasste.
So fristet der einst "selbstlose Held" heute als adipöse Bommelmützen-Karikatur sein Dasein, der zu allem Überfluss noch alljährlich mit dem Coca-Cola Truck durch die winterliche Weltgeschichte brettert.
Da hätte der gute St. Nikolaus bei der Vergabe der Lizenzen wohl das Kleingedruckte lesen sollen. 😉
Die einstige Erfolgsstory des 𝐒𝐭. 𝐍𝐢𝐤𝐨𝐥𝐚𝐮𝐬 𝐯𝐨𝐧 𝐋𝐲𝐤𝐢𝐞𝐧 ist in den letzten Jahrhunderten wohl ein wenig aus dem Ruder gelaufen. 🤷
Wenn St. Nikolaus sein heutiges „Abbild“ sehen könnte…
Ich glaube, er würde vermutlich von den Toten auferstehen, um hier mal so einiges richtig zu stellen.
Hier in Demre kann man übrigens noch heute seinen damaligen „Amtssitz“ besuchen… vielmehr das, was noch davon übrig ist.
Die "𝐒𝐭. 𝐍𝐢𝐤𝐨𝐥𝐚𝐮𝐬 𝐊𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞"
Ich starre auf den Sarkophag, in dem er mal gelegen haben soll…
Er ist leer…
Ich wusste, dass das mal passieren wird…
𝐂𝐨𝐜𝐚 𝐂𝐨𝐥𝐚… 𝐳𝐢𝐞𝐡 𝐝𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐚𝐫𝐦 𝐚𝐧. 😉
In diesem Sinne... 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭 🤗
09.04.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟕𝟏
ℝ(𝕙)𝕖𝕚𝕟𝕗𝕒𝕝𝕝 𝕧𝕠𝕟 𝔾𝕚𝕫𝕝𝕚𝕜𝕖𝕟𝕥 𝕊𝕖𝕝𝕒𝕝𝕖𝕤𝕚
Lass zum 𝐆𝐢𝐳𝐥𝐢𝐤𝐞𝐧𝐭 𝐒𝐞𝐥𝐚𝐥𝐞𝐬𝐢 fahren… 𝐡𝐚𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭…
Das ist ein geheimer Wasserfall… 𝐡𝐚𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭…
Da kann man ganz toll hinwandern 𝐡𝐚𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭…
Und ist auch gar nicht so weit… 𝐡𝐚𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭…
In einem hatte sie recht… die Fahrt dorthin, war nicht so weit.
Was den Rest angeht? ... Aber erstmal von vorn…
Wir wollten heute also zum Gizlikent Şelalesi und ich möchte es eingangs einmal so formulieren…
Wer nun glaubt, eine Reise in die Türkei bestünde lediglich aus gemütlichen Döner-Essen und dem vorsichtigen Wenden des eigenen Körpers auf einer Sonnenliege… der irrt… aber sowas von.
Gizlikent Şelalesi heißt übersetzt so viel wie „𝐯𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐜𝐤𝐭𝐞 𝐒𝐭𝐚𝐝𝐭“…
Diese Stadt wurde wohl seinerzeit so gut versteckt, dass wir sie auch gar nicht gefunden haben… dafür jedoch einen Wasserfall. Aber dafür waren wir ja auch hier.
Und um ganz ehrlich zu sein… hätten wir „𝐺𝑖𝑧𝑙𝑖𝑘𝑒𝑛𝑡 Ş𝑒𝑙𝑎𝑙𝑒𝑠𝑖“ nicht durch den Google-Translater gejagt, hätten wir von einer Stadt auch gar nichts gewusst.🤷♂️
Aber ok… 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐓𝐞𝐱𝐭…
Angekommen am Parkplatz, marschierten wir höchstmotiviert los… es ist ja nicht weit… zum Wasserfall… 𝐡𝐚𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭.🙈
Diese gefühlten 1.000 Stufen, die es nun erst einmal Bergab, in ein Flusstal ging, hätte uns allerdings bereits stutzig machen sollen…
Schon allein aus der Logik heraus, dass man Stufen, die man einmal hinab gelaufen ist, auch irgendwann mal wieder hinaufmuss.
Oscar… der ohnehin nur in seinem „𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐝 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭“ lebt, nutzte seinen aufgehobenen Leinenzwang relativ schamlos aus, um sich im Schweinsgalopp die Treppen hinab zu stürzen, bis er nicht mehr gesehen war.
So hetzten wir unserem Hund hinterher, sodass wir gar nicht bemerkten, wieviel Treppen wir da eigentlich hinabstiegen.
Falls dem einen oder anderen Mitleser aufgefallen sein sollte, dass in unseren Reiseberichten des Öfteren mal von Treppen die Rede ist…
Das liegt es wohl daran, dass diese Art der Zielbewältigung in unserem Alter und unserem physisch etwas ausgeleierten Allgemeinzustand durchaus mal ein erwähnenswertes Thema sein kann.
Endlich unten angekommen, gab´s weder einen roten Teppich, noch Applaus. Obwohl wir beides, nach meiner Ansicht durchaus verdient hätten.
Stattdessen gab es einen freundlichen Guide, der fingerzeigend in die Richtung gestikulierte, in der wir weitergehen sollten.
„𝑾𝒐 𝒈𝒆𝒏𝒂𝒖 𝒊𝒔𝒕 𝒏𝒖𝒏 𝒅𝒆𝒓 𝑾𝒂𝒏𝒅𝒆𝒓𝒘𝒆𝒈?“... fragte ich… „Das ist der Wanderweg“ antwortete der Guide.
Er deutete auf ein gefühlt unberührtes, dschungelähnliches Areal und weder ich, noch Oscar fanden das witzig. Was soll ich sagen... Es war auch kein Witz... Da ging´s eben lang... 🙈
Das Regal zu unserer rechten, bestückt mit Wasserschuhen in unterschiedlichen Größen, wurde leider Opfer unserer Ignoranz… Obwohl dies ein eindeutiges Signal unseres Schicksals, für die kommenden 500 Meter hätte sein können…
... war es aber nicht… Ignoranz und so…🙈
Keine 50 Meter weiter standen wir bereits ihm Wasser und in der Matschepampe…
Ich schaue ans Ufer… sicherlich haben wir den Holzsteg übersehen, der uns trockenen Fußes zum ersehnten Wasserfall bringen soll… Aber... Nix haben wir übersehen… 🤷♂️
Oscar… der normalerweise ein begeisterter Verfechter von gepflegten Asphaltwegen ist, auf denen man ungestört sein Häufchen hinterlassen kann, scheint ebenfalls merklich missgestimmt.
Als dann seine Pfötchen in diesem kaltfeuchten Untergrund versanken, war auch für ihn erstmal Pause mit dem „𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐝 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭“…
Seine Blicke zu interpretieren würde bedeuten, hier Kraftausdrücke niederzuschreiben, die diesen Beitrag auf den FSK-Index setzen würden.
Auf eine jugendfreie Version hinuntergebrochen… hätte es vermutlich so geklungen, wenn es es denn hätte sagen können…
„𝑬𝒚 𝑳𝒆𝒖𝒕𝒆, 𝒊𝒄𝒉 𝒃𝒊𝒏 𝒆𝒊𝒏 𝑩𝒆𝒂𝒈𝒍𝒆 𝒖𝒏𝒅 𝒌𝒆𝒊𝒏 𝑮𝒐𝒍𝒅𝒇𝒊𝒔𝒄𝒉“… 𝒘𝒂𝒔 𝒔𝒐𝒍𝒍 𝒅𝒂𝒔 𝒉𝒊𝒆𝒓?
𝑾𝒆𝒏𝒏 𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒂𝒆𝒕𝒕𝒆 𝒔𝒄𝒉𝒘𝒊𝒎𝒎𝒆𝒏 𝒘𝒐𝒍𝒍𝒆𝒏, 𝒘𝒂𝒆𝒓𝒆 𝒊𝒄𝒉 𝒂𝒍𝒔 𝑶𝒕𝒕𝒆𝒓 𝒂𝒖𝒇 𝒅𝒊𝒆 𝑾𝒆𝒍𝒕 𝒈𝒆𝒌𝒐𝒎𝒎𝒆𝒏“
… zumindest glaubte ich, genau das in seinen Blicken zu lesen.
Aber es half ja alles nichts… 𝐀𝐮𝐠𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐟 – 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡.
Um von Oscar nicht noch weitere wortlose Beschimpfungen in Form von messerscharfen Blicken zu kassieren, nahm ich unser Beagletier auf den Arm, um ihm zumindest dieses, sich doch recht nass anfühlende Flusswasser zu ersparen.
𝐒𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐦𝐚𝐥 𝐬𝐨…
Für Außenstehende war dieses Bild von 𝐦𝐢𝐫 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐦 𝐦𝐢𝐬𝐬𝐠𝐞𝐥𝐚𝐮𝐧𝐭𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐚𝐠𝐥𝐞 auf dem Arm vermutlich nicht gerade hollywoodreif, sondern eher ein Slapstick für ein Reality-TV-Format auf Super RTL II.
So machten wir uns weiter auf, in den Kampf gegen die türkische Geologie…
Ein falscher Tritt und ich fand mich auch umgehend mit meinem Allerwertesten bis zum Ansatz meiner Testikel im feuchtkalten Matsch wieder, die auch gleich verzweifelt versuchten, sich in die Bauchhöhle zurückzuziehen.
Währenddessen erntete ich seitens des „Kings“ auf meinem Arm verächtliche Blicke, die mir signalisieren sollten:
„𝑩𝒆𝒊𝒎 𝒏𝒂𝒆𝒄𝒉𝒔𝒕𝒆𝒏 𝒎𝒂𝒍 𝒃𝒊𝒕𝒕𝒆 𝒆𝒕𝒘𝒂𝒔 𝒔𝒂𝒏𝒇𝒕𝒆𝒓 𝒔𝒕𝒐𝒍𝒑𝒆𝒓𝒏… 𝒅𝒂𝒏𝒌𝒆“.
Mit recht übersichtlicher Unterstützung des Beagletiers auf dem Arm, rappelten wir uns wieder hoch und kämpften uns so langsam doch noch an ein, zumindest optisch hollywoodreifes Szenario heran.
Indianer Jones wäre vermutlich stolz auf uns gewesen. ☺️
𝟏𝟓 𝐌𝐢𝐧𝐮𝐭𝐞𝐧 und 𝟐 𝐀𝐫𝐬𝐜𝐡𝐛𝐨𝐦𝐛𝐞𝐧 später standen wir dann endlich vor dem ersehnten Wasserfall..
Ein tosender Vorhang aus Wasser, der an einer bemoosten Felswand in die Tiefe stürzt.
Tatsächlich hatte dieser Anblick etwas magisches, was vermutlich auch der Tatsache geschuldet war, dass wir diesen Ort ohne weitere Touristen bestaunen durften.
Das schenkte uns ein wenig die Illusion von Entdeckertum und Abenteuer. Man wird ja auch mal (tag-)träumen dürfen.
So standen wir da… „𝐒𝐭𝐨𝐥𝐳 𝐦𝐢𝐭 𝐎𝐬𝐜𝐚𝐫“
… diesen Weg hinter uns gebracht, und dieses Wortspiel gefunden zu haben. 😉
Das wir diesen gesamten Weg, einschließlich der 300 Stufen wieder zurückmussten… daran dachten wir gerade nicht und hielten es wie Oscar…
Wir genossen einfach das „𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐝 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭“
In diesem Sinne… 𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
@Follower #kuscheldose #Türkei
(𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭𝐫𝐚𝐠: Die von uns veröffentlichten Texte sollen unterhalten… nicht mehr, nicht weniger. Manche Passagen können aus belletristischen Gründen auch mal überzeichnet oder faktisch etwas alternativ dargestellt sein. Wir würden uns wünschen, wenn dieses kleine Augenzwinkern auch bei jedem ankommt.)
07.04.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟔𝟗
𝔻𝕒𝕝𝕪𝕒𝕟… 𝕍𝕖𝕣𝕥𝕚𝕜𝕒𝕝𝕖 ℝ𝕦𝕙𝕖𝕤𝕥𝕒𝕖𝕥𝕥𝕖𝕟.
Aktuell kurven wir durch das 𝐃𝐚𝐥𝐲𝐚𝐧 - 𝐃𝐞𝐥𝐭𝐚...
... das den „Köyceğiz Gölü See“ mit dem Mittelmeer verbindet.
Diese Gegend hat ein wenig etwas von den amerikanischen Everglades, nur ohne bissige Panzerechsen… dafür gibt’s Störche… man kann eben nicht alles haben. 🤷♂️
Was die Einwohner dieser Region verbindet ist wohl die Freude am 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐦𝐦𝐛𝐚𝐝𝐞𝐧.
Was immer Menschen daran finden, sich nach Vorbild eines borstigen Nutztieres, voller Wonne im feuchtnassen Erdreich zu suhlen, ist für mich persönlich nur sehr schwer nachvollziehbar…
𝐀𝐛𝐞𝐫… 𝐣𝐞𝐝𝐞𝐫, 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐫 𝐰𝐢𝐥𝐥. 🤷♂️
Aber da Ulrike anscheinend dieser dreckigen Freizeitgestaltung ebenfalls etwas abgewinnen kann, machten wir an einem dieser Bäder halt, damit Ulrike sich… na ja… eben suhlen konnte. 🙈
Auf entsprechende Bilddokument haben wir diesbezüglich verzichtet, da wir befürchten, dass solche Fotos einen eher verstörenden Einfluss auf unsere Leserschaft haben könnten.
Frisch gedampfstrahlt und mit der Haut einer 20 Jährigen Regenbogenforelle, ging es dann weiter zu den 𝐅𝐞𝐥𝐬𝐠𝐫𝐚𝐞𝐛𝐞𝐫𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐊𝐮𝐧𝐨𝐬…
Vor über 2.400 Jahren fanden die Menschen dieser Region es wohl „hipp“, ihre Könige nicht einfach in der Erde, sondern in ungefähr 30 Meter Höhe, in einer Felswand zu bestatten.
Ich starre auf die Felswand…
„𝑾𝒆𝒓 𝒛𝒖𝒎 𝑯𝒆𝒏𝒌𝒆𝒓, 𝒌𝒐𝒎𝒎𝒕 𝒂𝒖𝒇 𝒔𝒐𝒍𝒄𝒉𝒆 𝑰𝒅𝒆𝒆𝒏?“
Vielleicht hätte ich damals meinen Wellensittich auch in der Wand, direkt neben dem Familienfoto einmauern sollen? Meine Mama wäre bestimmt begeistert gewesen.
Vermutlich dachte man damals:
„𝑱𝒆 𝒉𝒐𝒆𝒉𝒆𝒓 𝒎𝒂𝒏 𝒅𝒊𝒆 𝒂𝒃𝒈𝒆𝒅𝒂𝒏𝒌𝒕𝒆𝒏 𝑪𝒉𝒆𝒇𝒔 𝒔𝒕𝒂𝒑𝒆𝒍𝒕, 𝒖𝒎𝒔𝒐 𝒔𝒄𝒉𝒏𝒆𝒍𝒍𝒆𝒓 𝒌𝒐𝒎𝒎𝒆𝒏 𝒔𝒊𝒆 𝒐𝒃𝒆𝒏 𝒊𝒎 𝑯𝒊𝒎𝒎𝒆𝒍 𝒂𝒏."
Klingt ja eigentlich erstmal logisch.
Quasi das Priority-Boarding der Antike. Nur nicht bei der Lufthansa… sondern fürs Jenseits.
Das musste man sich allerdings, genau wie heute, erstmal leisten können.
𝐈𝐜𝐡 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫𝐥𝐞𝐠𝐞 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫…
Damals war noch nix mit OBI, wo man sich mal auf die Schnelle einen Akku-Presslufthammer oder die entsprechende Ausziehleiter zu besorgen konnte… 🤷♂️
Hier ist noch alles noch vertikale Handarbeit…
„𝑹𝒆𝒔𝒑𝒆𝒌𝒕, 𝒘𝒆𝒓´𝒔 𝒔𝒆𝒍𝒃𝒆𝒓 𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕.“
Das Konzept der „Unerreichbarkeit“ ging für die eher kriminell ambitionierten Zeitgenossen leider nicht ganz auf… So nach und nach wurden die Gräber geplündert, sodass heute nur noch leere Höhlen zu bestaunen wären… wenn… ja wenn man denn dort überhaupt hinauf käme... Kommt man aber nicht.
Stattdessen steht man auf einem Podest, auf dem Du für 20 Lira durch ein Fernglas schauen könntest, wenn sie denn funktionieren würden… tun sie aber nicht… 🤦♂️
Aber „Der Mann von Welt“ reist ja mit Teleobjektiv. 😉
Allerdings sind die Felsengräber mindestens genauso gut von der gegenüberliegenden Seite des Flusses zu betrachten.
Vom Städtchen 𝐃𝐚𝐥𝐲𝐚𝐧 aus … Quasi 500 Meter Luftlinie entfernt.
Die Nutzung des Adverbs „𝑞𝑢𝑎𝑠𝑖“ lässt vielleicht erahnen, dass es sich bei diesen 500 Meter lediglich um einen theoretischen Wert handelt, der vielleicht für den Finger auf der Landkarte gilt.
Tatsächlich hätte die Fahrt über die Straße, laut Google-Maps, eine von Entfernung ca. 𝟕𝟎 𝐤𝐦 und eine Fahrzeit von 𝟏 𝐒𝐭𝐮𝐧𝐝𝐞 𝟐𝟓 𝐌𝐢𝐧𝐮𝐭𝐞𝐧 betragen.
Glücklicherweise gibt es eine kleine Fähre, die uns nicht ganz uneigennützig, für umgerechnet 6,50 € an das andere Ufer brachte.
Also an dieser Stelle 𝐞𝐢𝐧 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐩𝐩…
… für alle die irgendwann einmal die Felsengräber von Kaunos besuchen wollen… 𝐁𝐞𝐬𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭!
Fahrt stattdessen direkt nach Daylan. Von hier aus seht ihr die Gräber mindestens genauso gut, und da das Hinaufklettern ohnehin nicht gestattet ist, verpasst ihr auf der anderen Seite auch nichts.
Daylan selbst ist recht entspannt… zumindest jetzt, Anfang April…
Aber auch hier deutet die Anzahl der, überwiegend noch geschlossenen gastronomischen Betriebe, auf eine touristische Flutung der Stadt in den Sommermonaten hin.
Dies nur so fürs Protokoll … nicht, dass es nachher heißt…
„𝐷𝑖𝑒 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒𝑛-𝐶𝑟𝑒𝑤 ℎ𝑎𝑡 𝑎𝑏𝑒𝑟 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑔𝑡…“
Wir übernachten am Ufer des Köyceğiz Gölü, mit Sicht auf die Felsengräber und fahren am Morgen weiter zum
„𝐈𝐳𝐭𝐮𝐳𝐮 𝐁𝐞𝐚𝐜𝐡“.
Hier fließen die Ausläufer des Köyceğiz Gölü Sees in das Mittelmeer.
Dieser Strand ist, wie der Name vielleicht vermuten lässt, bekannt für seine Schildkröten, die dort im Frühjahr zu hunderten ihre Eier ablegen, allerdings aktuell eher durch Abwesenheit glänzten.
So begnügten wir uns mit einem Besuch der dort ansässigen „Schildkröten-Auffangstation“ und fuhren danach weiter in Richtung 𝐅𝐞𝐭𝐡𝐢𝐲𝐞, wo auf unserem geplanten Nachtplatz leider gerade der Wochenmarkt stattfand, sodass mal wieder Straßenrand angesagt war.
Wir haben es überlebt.
𝐅𝐞𝐭𝐡𝐢𝐲𝐞
Hafen… Promenade… Souvenirläden… ebenfalls ein paar alte Felsengräber… habe fertig. 🤷♂️
Wer nun ein bombastisch witziges Finale erwartet… gibt’s heute nicht… Kreative Flaute.
In diesem Sinne… 𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭
06.04.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟔𝟖
𝕄𝕒𝕣𝕞𝕒𝕣𝕚𝕤… 𝕡𝕒𝕣𝕜𝕖𝕟 𝕨𝕚𝕖 𝕒𝕞 "𝔻𝕖𝕦𝕥𝕤𝕔𝕙𝕖𝕟 𝔼𝕔𝕜".
(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘, 𝑃𝑜𝑙𝑎𝑟𝑠𝑡𝑒𝑝𝑠 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ. 🫶)
Wir stehen heute in 𝐌𝐚𝐫𝐦𝐚𝐫𝐢𝐬…
Auch wenn es recht ähnlich klingt, ist es mit der (fast) gleichnamigen Schuhmarke vermutlich weder verwandt noch verschwägert. 🤷♂️
Ansonsten ist Marmaris...
𝐇𝐔𝐄𝐁𝐒𝐂𝐇…
damit ist eigentlich schon alles gesagt…🤷♂️
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐨𝐤…
ein bisschen mehr darf es dann schon sein… sonst würde dieser Beitrag ja überhaupt keinen Sinn machen.
Nicht, dass unsere Beiträge jemals einen Sinn gemacht hätten… aber mit mehr als 100 Zeichen sollten wir zumindest einen gewissen, intellektuellen Anschein bewahren… wir sind hier schließlich nicht auf TikTok. 🙈
𝐀𝐥𝐬𝐨… 𝐰𝐚𝐬 𝐡𝐚𝐭 𝐌𝐚𝐫𝐦𝐚𝐫𝐢𝐬 𝐳𝐮 𝐛𝐢𝐞𝐭𝐞𝐧? …
Oder… besser gesagt… Was hat Marmeris 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 zu bieten…
Parkplätze zum Beispiel… Keine Parkplätze gibt es tatsächlich reichlich.🤷♂️
Mit knapp 𝟏𝟎𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫𝐧 hat Marmaris nicht nur die ungefähre Einwohnerzahl mit unserer 𝐇𝐞𝐢𝐦𝐚𝐭𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐊𝐨𝐛𝐥𝐞𝐧𝐳 gemeinsam, sondern ebenfalls den 𝐜𝐡𝐫𝐨𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐏𝐚𝐫𝐤𝐩𝐥𝐚𝐭𝐳𝐦𝐚𝐧𝐠𝐞𝐥 in der Innenstadt. Ob man dies, genau wie in Koblenz, als touristisches Adventure-Angebot vermarkten sollte, darüber scheiden sich vermutlich die Geister.
Aber wer uns kennt, der weiß, dass wir uns auch mal in eine 𝐏𝐚𝐫𝐤𝐥𝐮𝐞𝐜𝐤𝐞 𝐚𝐦 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧𝐫𝐚𝐧𝐝 quetschen, um sie zu unserem nächtlichen Refugium zu erklären.
So war es dann auch… und wie ist das mit dem Teufel und den Fliegen?
So wünschten wir uns diese Nacht diesbezüglich „𝑮𝒖𝒕𝒆𝒏 𝑨𝒑𝒑𝒆𝒕𝒊𝒕“.
𝐀𝐩𝐫𝐨𝐩𝐨𝐬…
es gab frische, 𝐡𝐚𝐮𝐬𝐠𝐞𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐊𝐮𝐭𝐭𝐞𝐥𝐬𝐮𝐩𝐩𝐞… direkt gegenüber von unserem Parkplatz…
und ja… was soll ich sagen… 𝐢𝐜𝐡 𝐡𝐚𝐛´𝐬 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧. 😋
Und... es hat gemundet... man muss sich nur trauen. 😉
𝐖𝐚𝐬 𝐠𝐢𝐛𝐭´𝐬 𝐧𝐨𝐜𝐡, 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐦𝐚𝐫𝐢𝐬?...
Eine Burg, mit dem doch sehr überraschenden Namen „𝐌𝐚𝐫𝐦𝐚𝐫𝐢𝐬 𝐂𝐚𝐬𝐭𝐥𝐞“…
Erbaut von „Sultan Süleymann den Prächtigen“, um 1522, vermutlich um die schöne Aussicht auf Rhodos genießen zu können.
Statt über einen Sultan, stolpert man heute allerdings erstmal durch ein Kassenhäuschen…
Heute ist die Burg ein Museum… aber mit mit Aussicht…
Man sieht zwar nicht bis Rhodos, aber immerhin bis zum Yachthafen, der vermutlich er mehr Kapital beherbergt, als das gesamte Anatolien in einem Jahr als Bruttosozialprodukt erwirtschaftet.
Um die Burg… die 𝐀𝐥𝐭𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐦𝐚𝐫𝐢𝐬…
Ein Labyrinth aus engen Gassen… so eng, dass man locker aus dem eigenen Wohnzimmer die Fenster des Nachbarn putzen könnte… und zwar von innen. 🙈
Wer dort wohnt, lernt vermutlich schnell seine Intimsphäre Ad acta zu legen …
Spätestens wenn der erste Tourist aus Deinem Badezimmer schlappt und Dir 20 Lira in den Kochtopf wirft, in dem gerade Deine Kuttelsuppe (İşkembe Çorbası) vor sich hinköchtelt, weißt du…
𝐃𝐮 𝐛𝐢𝐬𝐭 𝐧𝐢𝐞 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐢𝐧… hier in Marmaris.
Hier in Marmaris findest du 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞, 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐧𝐝 und 𝐈𝐫𝐢𝐬𝐡 𝐏𝐮𝐩𝐬… aber eher 𝐬𝐞𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐏𝐚𝐫𝐤𝐩𝐥𝐚𝐭𝐳.😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
05.04.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟔𝟕
𝔻𝕚𝕕𝕚𝕞… 𝕀𝕥´𝕤 𝕧𝕖𝕣𝕪 𝕓𝕣𝕚𝕥𝕚𝕤𝕙…
Was passiert, wenn man trinkfreudige Briten in ihrer postmortalen Phase auf eine türkische Kleinstadt loslässt? …
Richtig… auf jeden Fall nichts alkoholfreies. 🙈
Aktuell ist 𝐃𝐢𝐝𝐢𝐦 jedoch noch recht friedlich.
Allerdings weist die Pub-Dichte und Anzahl der Döner-Buden schon auf ein saisonales Eskalationspotenzial hin.
Traumhaft gelegen, im Westen der türkischen Ägäis bietet diese Stadt also so ziemlich alles, was das Party-Herz begehrt… außer Entspannung.
Aber zwischen all diesen Irish-Pubs, Fresstempeln und Karaoke-Bars findet man trotzdem noch etwas Kultur…
Zum Beispiel den 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥 𝐝𝐞𝐬 𝐀𝐩𝐨𝐥𝐥𝐨𝐧…
Die einstmalige Behausung des gleichnamigen Gottes des 𝐋𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬, der 𝐌𝐮𝐬𝐢𝐤, der 𝐇𝐞𝐢𝐥𝐤𝐮𝐧𝐬𝐭 und der 𝐖𝐞𝐢𝐬𝐬𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 ist nach Delphi das 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐰𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐬𝐭𝐞 𝐎𝐫𝐚𝐤𝐞𝐥 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐤𝐞 und zugegebenermaßen ein wenig in die Jahre gekommen.
Ok… wenn ich mir Tag für Tag von irgendwelchen, britischen Schluckspechten „𝑾𝒉𝒂𝒕 𝒔𝒉𝒂𝒍𝒍 𝒘𝒆 𝒅𝒐 𝒘𝒊𝒕𝒉 𝒕𝒉𝒆 𝒅𝒓𝒖𝒏𝒌𝒆𝒏 𝑺𝒂𝒊𝒍𝒐𝒓“ anhören müsste, würde ich vermutlich auch mit der Zeit zusammenbrechen. 🤦♂️
Hier in Didim liegt wohl auch irgendwo das 𝐇𝐚𝐮𝐩𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐌𝐞𝐝𝐮𝐬𝐚 begraben…
Ihr wisst schon…
… das ist diese Tussi mit dem „Bad Hairday“.
Schlangen statt Dauerwelle… das muss man schon mögen. 🤷
Besonders, wenn man bei näherer Betrachtung ihres Antlitzes umgehend zu einer steinernen Gartendeko mutiert.
Da wird´s zugegebenermaßen schon ein wenig schwierig mit dem sozialen Anschluss.
Dieses, nicht nur optisch recht fragwürdige Umstyling, hatte Medusa nicht etwa Heidi Klum, sondern der Göttergattin Athene zu verdanken, die ihr diese Reptil-Frisur aufgrund eines Zickenkrieges verpasste, worauf ich hier jetzt nicht eher eingehen möchte... Kannst Du googlen.
Die Kurzform:
Grund dafür war wohl ein Tête à Tete mit ihrem Ehegatten „Zeus“, bis dann Perseus, dieser Schlingel, der guten Medusa die Rübe abrasierte, um sie in seinem Herrenhandtäschchen dem Götterchef zu offerieren. Das nur als Info für die Damen, die sich immer fragen, was Männer so in ihren Handtaschen mit sich herumtragen. 😉
Ausgerüstet mit Flügelschuhen, Tarnkappe und Spiegelschild war dieser Perseus quasi der James Bond der Antike…
"𝑲𝒐𝒑𝒇 𝒅𝒆𝒓 𝑴𝒆𝒅𝒖𝒔𝒂… 𝒈𝒆𝒔𝒄𝒉𝒖𝒆𝒕𝒕𝒆𝒍𝒕… 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒈𝒆𝒓𝒖𝒆𝒉𝒓𝒕."
Letztendlich landet dann Medusas Kopf am Schild von Athene… bis er dann irgendwann… warum auch immer… hier in Didim, vermutlich in irgendeiner Schönheitsklinik als biologisch abbaubares Botox-Ersatzprodukt sein Dasein fristet, oder die vielleicht die regionale Gartendeko-Industrie unterstützt.
Keiner weiß das so genau. 🤷
𝐖𝐚𝐬 𝐠𝐢𝐛𝐭’𝐬 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐢𝐧 𝐃𝐢𝐝𝐢𝐦…
... ganz schön viel 𝐒𝐚𝐧𝐝, reichlich 𝐊𝐧𝐞𝐢𝐩𝐞𝐧 und jede Menge in die Jahre gekommene 𝐄𝐧𝐠𝐥𝐚𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫/𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧.
Didim ist ein Ort, an dem es nach 𝐠𝐞𝐠𝐫𝐢𝐥𝐥𝐭𝐞𝐦 𝐅𝐥𝐞𝐢𝐬𝐜𝐡, 𝐌𝐞𝐞𝐫𝐰𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫 und dem verzweifelten Versuch riecht, 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞𝐧𝐛𝐫𝐚𝐧𝐝 mit Ayran löschen zu wollen. 🙈
Mai 2026




































































































