Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog

Juni  2026

Mai   2 0 2 6



03.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟗𝟓
𝔻𝕖𝕣𝕚𝕟𝕜𝕦𝕪𝕦 – 𝕌𝕟𝕕𝕖𝕣𝕘𝕣𝕠𝕦𝕟𝕕 ℙ𝕒𝕣𝕥𝕪

  • 2026-05-02_0008
  • 2026-05-02_0010
  • 2026-05-02_0011
  • 2026-05-02_0017
  • 2026-05-02_0019
  • 2026-05-02_0023
  • 2026-05-02_0026
  • 2026-05-02_0032
  • 2026-05-02_0035
  • 2026-05-02_0045
  • 2026-05-02_0046
  • 2026-05-02_0052
  • 2026-05-02_0055
  • 2026-05-02_0058
  • 2026-05-02_0061



Wir haben 𝐃𝐞𝐫𝐢𝐧𝐤𝐮𝐲𝐮 besucht…
Nach eigenen Angaben die 𝐠𝐫𝐨𝐞𝐬𝐬𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐢𝐫𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐬𝐢𝐞𝐝𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭... Vermutlich wird das Ganze nur noch von einer Horde Termiten im australischen Outback getoppt.
Und es ist tatsächlich „𝐓𝐢𝐞𝐟𝐛𝐚𝐮 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐅𝐨𝐫𝐭𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐞.“
In bis zu 𝟖𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐄𝐫𝐝𝐨𝐛𝐞𝐫𝐟𝐥𝐚𝐞𝐜𝐡𝐞, haben hier bis zu 𝟐𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 eine WG-Community zelebriert…
Also quasi die echte Kommune 1, lange vor Berlin Kreuzberg.
Auch hier machten die Menschen das nicht, weil sie es so cool fanden, mit so vielen Menschen auf einem Haufen zu leben, sondern eher weil sie es mussten, ungefähr so wie heute in Berlin Mitte oder Hamburg Altona.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐓𝐫𝐢𝐠𝐠𝐞𝐫𝐰𝐚𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠…
Menschen mit 𝐤𝐥𝐚𝐮𝐬𝐭𝐫𝐨𝐩𝐡𝐨𝐛𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐍𝐞𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠, 𝐀𝐬𝐭𝐡𝐦𝐚 oder 𝐬𝐨𝐳𝐢𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐏𝐡𝐨𝐛𝐢𝐞𝐧 sollten einen Besuch dieser unterirdischen Attraktion vielleicht noch einmal überdenken, bevor sie die Treppen in diese Unterwelt hinabsteigen.
In den Gängen kann es nämlich 𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭 𝐞𝐧𝐠 werden… sehr eng… 🙈
Und wenn Dir dann noch eine Horde Chinesen entgegenkommt, mit Dir auf verschwitzte Tuchfühlung geht und Dir das Objektiv ihrer Spiegelreflexkamera in die Rippen rammt, bevor sie Dir zu allem Überfluss auch noch die letzten Sauerstoffmoleküle vor der Nase weg atmen, dann kann es bei mangelnder Resilienz durchaus zu der einen oder anderen 𝐏𝐚𝐧𝐢𝐤𝐚𝐭𝐭𝐚𝐜𝐤𝐞 𝐦𝐢𝐭 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐚𝐩𝐩𝐚𝐭𝐦𝐮𝐧𝐠 kommen.
𝐃𝐚𝐡𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐠𝐮𝐭 𝐠𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐑𝐚𝐭 an die/den Partner/in…
Dringend Papiertüten zur Beatmung mitnehmen.
Stell dir vor, Du bist plötzlich und unerwartet in einem  „𝐏𝐚𝐜-𝐌𝐚𝐧-𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥“ aus den 80ern gefangen…
Du rennst durch die Gänge… Sauerstofffressende Monster (Chinesen) kommen dir in Scharen entgegen. Der Gang ist so eng, dass darin eigentlich gerade mal Platz für Dich und deine Handytaschenlampe wäre…
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐚 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐞… die Chinesen…
Du flüchtest Rückwärts und hast eine Gruppe adipöser Schulkinder im Nacken…
Du weichst in einer der vielen, seitlichen Wohnhöhlen aus… 𝐠𝐞𝐫𝐞𝐭𝐭𝐞𝐭… erstmal…
Nebenbei kannst Du noch ein kurzes Gespräch mit ein paar Maulwürfen über den möglichen Abschlusses eines Bausparvertrages führen… Das gäbe 𝐒𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐩𝐮𝐧𝐤𝐭𝐞.
Zurück am Tageslicht, hast Du hat dir 𝐞𝐢𝐧 𝐙𝐮𝐬𝐚𝐭𝐳𝐥𝐞𝐛𝐞𝐧 und einen 𝐒𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐛𝐨𝐧𝐮𝐬 in Form eines Kaltgetränkes verdient. 💪
Wer diesen Ort besucht, sollte definitiv eine Affinität fürs 𝐆𝐫𝐮𝐩𝐩𝐞𝐧𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐧 und 𝐌𝐚𝐫𝐚𝐭𝐡𝐨𝐧𝐥𝐚𝐞𝐮𝐟𝐞 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐊𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐤𝐞𝐥𝐥𝐞𝐫 besitzen…
𝐀𝐩𝐫𝐨𝐩𝐨𝐬…
𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐁𝐚𝐧𝐝𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧𝐯𝐨𝐫𝐟𝐚𝐥𝐥 würden wir ebenfalls eher von einem Besuch von Derinkuyu abraten.
Diese unterirdische Stadt blickt tatsächlich auf eine über 𝟑.𝟎𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 zurück.
So nach und nach haben sich die Bewohner im Laufe der Jahrhunderte immer weiter in die Tiefe gebuddelt…
Bis zu 𝟖𝟓 𝐌𝐞𝐭𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐄𝐫𝐝𝐨𝐛𝐞𝐫𝐟𝐥𝐚𝐞𝐜𝐡𝐞… eine ganze Stadt in deren Hochzeit bis zu 𝟐𝟎.𝟎𝟎𝟎 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 lebten…
.. einschließlich 𝐍𝐮𝐭𝐳𝐯𝐢𝐞𝐡, 𝐅𝐞𝐮𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 und 𝐉𝐚𝐮𝐜𝐡𝐞𝐠𝐫𝐮𝐛𝐞. Sogar einen 𝐅𝐫𝐢𝐞𝐝𝐡𝐨𝐟 gibt es dort unten. Das muss man schon wirklich wollen... oder müssen. 🤷‍♂️
Ab dem 𝟏. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 𝐧. 𝐂𝐡𝐫. zogen hier wohl die ersten 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧 aufgrund eines massiven Mobbingproblems durch Araber und Perser ein.
Hier war man unter sich und konnte ungestraft seines Glaubens frönen.
Sogar eine Kirche gab´s im 𝐦𝐢𝐧𝐮𝐬 𝐬𝐢𝐞𝐛𝐭𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐨𝐜𝐤.
Ich meine… dieser ganze Aushub musste ja auch irgendwo hin? 🤷‍♂️
7 Stockwerke nach oben… durch Gänge, die selbst bei Pac-Man klaustrophobische Anfälle auslösen würde.
𝐑𝐞𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭 – 𝐰𝐞𝐫`𝐬 𝐬𝐞𝐥𝐛𝐞𝐫 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭. 💪
Die Eingänge wurden mit 𝐭𝐨𝐧𝐧𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫𝐞𝐧, 𝐤𝐫𝐞𝐢𝐬𝐫𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐡𝐥𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 verriegelt, um ungebetenen Besuchern eine klare Botschaft zu vermitteln:
„𝑩𝒆𝒕𝒕𝒆𝒍𝒏 𝒖𝒏𝒅 𝑯𝒂𝒖𝒔𝒊𝒆𝒓𝒆𝒏 𝒗𝒆𝒓𝒃𝒐𝒕𝒆𝒏“ und überhaupt ist keiner zuhause.
Und wenn im 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝟏𝟗𝟔𝟑 ein Dorfbewohner nicht ständig seine Hühner vermisst hätte und irgendwann beobachtete, wie sie durch eine kleine Öffnung im Boden verschwanden, wäre diese Stadt vermutlich heute noch nicht entdeckt.
Damit ging dieser Mann und seine Hühner in die Geschichte von Derimkulyu ein.
Ich habe mal meinen Autoschlüssel gesucht und dabei ein Stück Pizza unter der Couch gefunden… zählt das auch? 🤷‍♂️
Nach gut einer Stunde hatte auch uns das Tageslicht wieder.
Ein kurzer Abstecher in die benachbarte 𝐒𝐭. 𝐓𝐡𝐞𝐨𝐝𝐨𝐫𝐞 𝐊𝐢𝐫𝐜𝐡𝐞 musste allerdings auch noch sein.
1856 unter dem Sultans Abdülmecid erbaut, sollte sie ein Geschenk für die ansässigen Griechen sein…
Vermutlich als Wiedergutmachung für das über Jahrhunderte andauende Mobbing…
Wenn man sich die Kirche heute so anschaut, hat dies wohl nicht so richtig funktioniert.
Ich meine... Kirchen in der Türkei... 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞 𝐝𝐞𝐧 𝐅𝐞𝐡𝐥𝐞𝐫.🤷‍♂️
Der liebe Gott ist hier längst ausgezogen.
Entweiht und ausgeräubert fristet sie neben dem Eingang zur unterirdischen Stadt ein recht armseliges Dasein…
Immerhin…
für 100 TL kann man diese Ruine sogar von Innen besichtigen, was allerdings jedem, halbwegs gläubigen Anhänger des Christentums die Tränen in die Augen treiben würde.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.



01.05.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏.𝟐𝟗𝟑
ℂ𝕒𝕥, ℕ𝕖𝕧𝕤𝕖𝕙𝕚𝕣 – „𝕎𝕦𝕫𝕖 𝕋𝕠𝕨𝕟“ 𝕠𝕕𝕖𝕣 „𝕎𝕖𝕟𝕟 𝕕𝕒𝕤 ℙ𝕙𝕒𝕟𝕥𝕒𝕤𝕚𝕒𝕝𝕒𝕟𝕕 𝕟𝕒𝕔𝕙 𝕂𝕒𝕡𝕡𝕒𝕕𝕠𝕜𝕚𝕖𝕟 𝕜𝕠𝕞𝕞𝕥. 😉


  • 2026-05-01_0217
  • 2026-05-01_0179
  • 2026-05-01_0190
  • 2026-05-01_0194
  • 2026-05-01_0199
  • 2026-05-01_0215
  • 2026-05-01_0221
  • 2026-05-01_0222
  • 2026-05-01_0228
  • 2026-05-01_0233
  • 2026-05-01_0238
  • 2026-05-01_0243
  • 2026-05-01_0244
  • 2026-05-01_0248
  • 2026-05-01_0252


(𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑠𝑎𝑚𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑛𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑠𝑖𝑛𝑛 𝑓𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝐷𝑢 𝑎𝑢𝑓 𝐾𝑢𝑠𝑐ℎ𝑒𝑙𝑑𝑜𝑠𝑒.𝑑𝑒, 𝐹𝑎𝑐𝑒𝑏𝑜𝑜𝑘, 𝑃𝑜𝑙𝑎𝑟𝑠𝑡𝑒𝑝𝑠 𝑢𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒𝑚 𝑊ℎ𝑎𝑡𝐴𝑝𝑝-𝐾𝑎𝑛𝑎𝑙. 𝑊𝑖𝑟 𝑓𝑟𝑒𝑢𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑠 𝑎𝑢𝑓 𝐷𝑖𝑐ℎ.🫶)
Wir sind in Çat, nähe 𝐍𝐞𝐯𝐬𝐞𝐡𝐢𝐫…
Nichtsahnend fahren wir hier so die Straße entlang und da stehen sie…
die ersten „𝐅𝐞𝐞𝐧𝐤𝐚𝐦𝐢𝐧𝐞“ und 𝐓𝐮𝐟𝐟𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧𝐡𝐚𝐞𝐮𝐬𝐞𝐫.
𝐖𝐢𝐥𝐥𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐊𝐚𝐩𝐩𝐚𝐝𝐨𝐤𝐢𝐞𝐧.
Hier wirkt die Landschaft ein wenig wie das Resultat eines missglückten Töpferkurses für Riesen nach einer Flasche Ouzo oder einer Kulisse, aus der jeden Augenblick „Captain Kirk“ heraustritt und wild mit seinem Faser um sich ballert.🙈
Aber tatsächlich ist das hier alles Natur… bis auf diese Löcher in der Natur… die haben die Menschen verbockt.
Aber, das muss man zugeben... mit Stil.😉
Hier haben sich die Menschen bereits vor 1.000 Jahren gedacht…
„𝑶𝒄𝒉, 𝒘𝒆𝒏𝒏´𝒔 𝒓𝒆𝒈𝒏𝒆𝒕 𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕𝒔 𝒋𝒂 𝑺𝒊𝒏𝒏, 𝒔𝒊𝒄𝒉 𝒊𝒏 𝒅𝒊𝒆 𝑬𝒓𝒅𝒆 𝒛𝒖 𝒃𝒖𝒅𝒅𝒆𝒍𝒏."
Außerdem schützte es vor Feinde, unerwünschte Zeugen Jehova Besuche und Vorwerk-Vertretern. 🤷‍♂️
So wurde im Laufe der Jahrhunderte ganz Kappadokien zum 𝐏𝐞𝐧𝐝𝐚𝐧𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳…
Jetzt nicht das Land… wir denken da eher an den Käse. 😉
Frei nach dem Motto „𝐋𝐨𝐜𝐡 𝐚𝐧 𝐋𝐨𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐡𝐚𝐞𝐥𝐭 𝐝𝐨𝐜𝐡“, haben die Menschen hier ganze Wohnungen, Städte, sogar ganze Kathedralen in den Tuffstein gemeißelt.
Echt lustig, dass wir beide gleichzeitig an „𝐖𝐮𝐳𝐞 𝐓𝐨𝐰𝐧“ im Phantasialand denken mussten, als wir diese Landschaft sahen. Oscar natürlich nicht… der war noch nie im Phantasialand.
Er gibt uns aber aus lauter Solidarität einfach recht. 😉
Wir sind uns auch ziemlich sicher, dass irgendein *¹„Löffelhardt“ hier durch diese Weltgeschichte gefahren ist, diese Tuffsteinhöhlen und Feenkamine gesehen hat und dachte…
„𝑮𝒆𝒏𝒂𝒖 𝒅𝒂𝒔 𝒉𝒐𝒍𝒆𝒏 𝒘𝒊𝒓 𝒏𝒂𝒄𝒉 𝑩𝒓𝒖𝒆𝒉𝒍“.
Und bevor es in den Kommentaren steht… Ja… Göreme und Ürgüp steht ebenfalls noch auf unserem Plan, aber jetzt sind wir erstmal in 𝐂𝐚𝐭, also dort, wo nicht gleich dutzende von Reisebussen stehen und alle vermutlich das gleiche Foto machen.
Çat liegt im Herzen von Kappadokien, in der Nähe von Nevşehir und ist mit seinen knapp 3.000 Einwohnern noch eher beschaulich, wenn man mal vor der Hotelanlage absieht, die gefühlt 2/3 des Dorfes ausmacht.
Aber… zugegebenermaßen fügt sich die Architektur dieses Hotelkomplexes dermaßen harmonisch in das Landschaftsbild ein, dass sie kaum auffällt.
An dieser Stelle mal ein Kompliment an die Betreiber und den Architekten. Während unserer Reise haben wir schon gesehen, dass es auch anders geht. 👍
Die ganze Hochebene ist hier mit Tuffstein bedeckt. Über Jahrmillionen hat hier die Erosion mit einer Mischung aus Lava, Schlamm und Asche diese berühmten „𝐅𝐞𝐞𝐧𝐤𝐚𝐦𝐢𝐧𝐞“ geformt.
Çat liegt ebenfalls an der historischen Seidenstraße. Also jeder, der damals irgendwo hinwollte, kam wohl hier vorbei und ließ sich ein Selfie mit Himmelskamin im Hintergrund auf Steinplatte meißeln. Heute geht’s zum Glück etwas einfacher…
Heute können wir mit unseren Bildern innerhalb von Sekunden das gesamte Internet voll müllen… Wir arbeiten daran. 😉
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐩𝐚𝐳𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐬 𝐃𝐨𝐫𝐟…
Eine Gruppe ältere Damen sitzen mit Kopftuch und Tee in der Hand auf der Straße und tauschen vermutlich die neuesten Baklava-Rezepte aus. Vielleicht wollen sie auch nur die Touristen beobachten, wie sie den Berg hinauf keuchen…
Ok, wir denken, dass wir den betagten Mädels diesbezüglich genügend Unterhaltungsprogramm geboten haben. 😉
Die vorerst grimmige Mine der „ansässigen“ Damen (man beachte das geniale Wortspiel) verwandelt sich durch ein freundlich, keuchendes  „𝑴𝒆𝒓𝒉𝒂𝒃𝒂“ unserseits im Nu in ein freundliches Lächeln…
… 𝐉𝐚… 𝐬𝐨 𝐤𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐞, 𝐝𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐚𝐭𝐨𝐥𝐢𝐞𝐫/𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧.
Wir kämpfen uns also den Hügel hinauf und werden mit einem Ausblick belohnt, von dem es tatsächlich sehr schade gewesen wäre, wenn wir ihn verpasst hätten.
Wir schauen auf das 𝐓𝐚𝐥 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐚𝐮𝐛𝐞𝐧𝐡𝐚𝐞𝐮𝐬𝐞𝐫 (Güvercinlikler).
Hier haben die Menschen schon vor Jahrtausenden Löcher in die Felsen geschlagen, um dort Tauben einziehen zu lassen.
𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦?
… Berechtigte Frage.
Man nutzte damals den Taubenmist als Dünger für die Weinberge.
𝐖𝐨𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐊𝐚𝐜𝐤𝐞… 🙈
Ein Geschäftsmodell, dass heutzutage vermutlich nicht mehr ganz so erfolgreich funktionieren würde…
Obwohl… fragt mal Euren Vermieter.😉
Cat ist tatsächlich ein Ort für Leute, die den Touristenmassen in den eigentlichen Hotspots Kappadokiens ein wenig aus dem Weg gehen wollen.
Hier wird man wenigstens noch authentisch ausgelacht, wenn man keuchend durchs Dorf geht. 😂
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
*¹ Gottlieb Löffelhardt:
Mitbegründer des Phantasialands. Die Familie Löffelhardt ist heute Alleineigentümer des Freizeitparkes.



 Janunar 2026





E-Mail