Februar 2026
27.01.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟏𝟗𝟖
ℕ𝕒𝕗𝕡𝕝𝕚𝕠 – 𝕎𝕚𝕝𝕝𝕜𝕠𝕞𝕞𝕖𝕟 𝕚𝕞 𝔸𝕟𝕥𝕚𝕕𝕖𝕡𝕣𝕖𝕤𝕤𝕚𝕧𝕦𝕞
Unsere Ankunft in Nafplio war ein wenig wie das Eintauchen in eine Ansichtskarte.
Am Fuße zweier mächtiger Festungen, breitet sich Nafplio hier am 𝐀𝐫𝐠𝐨𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐆𝐨𝐥𝐟 aus.
𝐔𝐧𝐬𝐞𝐫 𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐄𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤…
Hier könnte man es aushalten!... Machen wir dann auch.
In unserer direkten Nachbarschaft… zwei der beiden längsten Privat-Yachten des Planeten Erde.
Sowohl die „𝐀+“ (147 m), als auch die „𝐁𝐥𝐮𝐞“ (160 m) sind Eigentum des 𝐒𝐜𝐡𝐞𝐢𝐜𝐡 𝐌𝐚𝐧𝐬𝐨𝐮𝐫 𝐛𝐢𝐧 𝐙𝐚𝐲𝐞𝐝 𝐀𝐥 𝐍𝐚𝐡𝐲𝐚𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐀𝐛𝐮 𝐃𝐚𝐛𝐢, den amtierenden Vizepräsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate.
Vermutlich stehen sie hier, weil für den Scheich Geld einfach nur genügend Platz braucht um sich standesgemäß entfalten zu können. Und was soll ich sagen? …
… Das ist ihm mit diesen beiden schwimmenden Kleinstadtsiedlungen, vermutlich auch noch mit eigener Postleitzahl, durchaus gelungen.
Mit einem Gesamtwert von ca. 𝟏,𝟑 𝐌𝐢𝐥𝐥𝐢𝐚𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐃𝐨𝐥𝐥𝐚𝐫 warten diese Kuscheldosenplagiate im XXXXXL Format, hier im Hafen von Nafplio seit mehr als 12 Monaten auf Ihre temporäre Nutzung… was beweist, dass man Geld nicht unbedingt für sich arbeiten lassen muss, wenn man nur genügend davon hat.
Doch selbst geschenkt wären diese Yachten für 99,99% der Weltbevölkerung noch zu teuer. Das Kleingeld von jeweils 50.000.000 $ /Yacht, allein für den jährlichen Unterhalt, sollte man erstmal aus seinem alten Sparstrumpf ziehen können.
Also wir können´s nicht, also bleiben wir erst einmal bei unserer Kuscheldosen-Version in XXS.
Mit einer ständigen 𝐁𝐞𝐬𝐚𝐭𝐳𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐜𝐚. 𝟏𝟎𝟎 𝐌𝐚𝐧𝐧, bietet der Scheich von Abu Dabi vermutlich auf den beiden Booten mehr Arbeitsplätze als die Arbeitsvermittlung von Duisburg-Marxloh.
Dagegen erscheint die „𝐌𝐚𝐫“ des 𝐒𝐜𝐡𝐞𝐢𝐜𝐡 𝐒𝐮𝐫𝐨𝐨𝐫 𝐛𝐢𝐧 𝐌𝐨𝐡𝐚𝐦𝐦𝐞𝐝 𝐛𝐢𝐧 𝐊𝐡𝐚𝐥𝐢𝐟𝐚 𝐀𝐥 𝐍𝐚𝐡 aus Abu Dabi und Mitglied der Königsfamilie, mit ihren 107 Metern, die ebenfalls hier vor Anker liegt, eher wie ein Quietscheentchen, das sich verschwommen hat und nach seiner Mama sucht.
𝐖𝐢𝐞 𝐝𝐞𝐦 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐬𝐞𝐢…
… nun stehen wir also hier, neben diesen größten Champagner-Schaukeln der Welt, die uns aktuell, zugebenermaßen etwas zweckentfremdet, als Windschatten dienen, denn hier in Nafplio bläst gerade eine recht steife Brise.
Wir blicken obendrein, von hier aus auch auf alle 3 Festungen dieser Stadt. Was braucht ein Camper-Herz mehr?
Als kleines Goodie oben drauf kam noch dazu, dass wir hier in Nafplio auch 𝐀𝐧𝐠𝐢𝐞 & 𝐑𝐨𝐛𝐞𝐫𝐭 wiedertrafen.
Der 𝐚𝐮𝐟𝐦𝐞𝐫𝐤𝐬𝐚𝐦𝐞 𝐌𝐢𝐭𝐥𝐞𝐬𝐞𝐫 unter euch weiß vielleicht noch, dass wir die Beiden letzten Winter in 𝐓𝐮𝐧𝐞𝐬𝐢𝐞𝐧 kennenlernten und mit ihnen eine Zeit lang gemeinsam durch das Land tingelten.
Nun gab es ein 𝐞𝐫𝐟𝐫𝐞𝐮𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐖𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧…
… also eigentlich ist es bereits unser zweites Wiedersehen, hier in Griechenland.
Wir begegneten uns bereits in Glyfada, zumindest ganz kurz …
Dort reichte es leider nur für die kurze Übergabe eines Glases Meerrettich, was für mich allerdings eines der kulinarischen Highlights unserer bisherigen Reise durch Griechenland bedeutete.
Wer schon sich einmal des längeren im Ausland aufgehalten hat und das eine oder andere deutsche Lebensmittel nicht mehr genießen konnte, weiß vielleicht, was ich damit ausdrücken möchte.
Hier in Nafplio haben wir aber noch einmal die Möglichkeit, ein wenig Zeit miteinander zu verbringen…
Wer weiß, wann, wo und ob man sich noch einmal wiedersieht.
Unsere zukünftigen Reisepläne verlaufen nun eher in entgegengesetzte Himmelsrichtungen.
Während es uns in Richtung Osten zieht (Türkei, Armenien, Georgien und dann mal schauen, wo es uns noch hintreibt), geht es für die beiden kommenden Winter auf die Kanaren.
Aber lasst uns wieder zu unserem 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐚 zurückkommen… 𝐍𝐚𝐟𝐩𝐥𝐢𝐨.
Schon unser erster Spaziergang durch das Städtchen mit seinen knapp 𝟏𝟓.𝟎𝟎𝟎 𝐄𝐢𝐧𝐰𝐨𝐡𝐧𝐞𝐫𝐧, hinterließ einen sehr erfreulichen Eindruck.
Italienisches Flair trifft auf griechische Gelassenheit…
Eine Mischung, die durchaus sowohl unseren Geschmack trifft, als auch unseren Gutelaunelevel ein gutes Stück nach oben ausschlagen lässt.
Wetterbedingt hat selbiger nämlich in den letzten Tagen ein wenig gelitten.
Enge Gassen, die zu den Festungen hinaufführen, bunte Häuser, die sich im Laufe der Jahrhunderte ihren eigenen, morbiden Charme erarbeitet haben.
Alles was man so für ein Leben im Camper so braucht, ist von unserem Stellplatz aus fußläufig erreichbar…
𝐆𝐞𝐧𝐚𝐮𝐬𝐨 𝐥𝐚𝐞𝐬𝐬𝐭 𝐞𝐬 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐮𝐬𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧…
also haben wir beschlossen, hier ein auch paar Tage länger zu verweilen, als es eigentlich geplant war.
Vielleicht kommt ja Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan von Abu Dabi mal bei uns auf einen Tee vorbei… ein Klapphöckerchen als Sitzgelegenheit könnten wir noch anbieten.
Über uns thront die 𝐅𝐞𝐬𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐏𝐚𝐥𝐚𝐦𝐢𝐝𝐢, die man, zumindest theoretisch… wenn man denn dann wollen würde… über die 𝟗𝟗𝟗 𝐓𝐫𝐞𝐩𝐩𝐞𝐧𝐬𝐭𝐮𝐟𝐞𝐧 erklimmen könnte.
Wir für unseren Teil belassen es vermutlich bei einer theoretisch durchführbaren Option.
So begnügten wir uns vorerst mit der Eroberung der 𝐅𝐞𝐬𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐀𝐤𝐫𝐨𝐧𝐚𝐟𝐩𝐥𝐢𝐚.
Auch ganz hübsch… auch sehr alt… und ganz wichtig… nicht ganz so hoch.
Doch schon von dieser Festung aus, war die Aussicht überaus beeindruckend.
Vor Jahrunderten waren beide Festungen strategisch äußerst wichtig…
… heute dienen sie eher dazu, dramatisch an einem der vielen Geländer zu lehnen und mit Unterstützung dutzender Instagram-Fotos so zu tun, als würde man über den Sinn des Lebens sinnieren.
Unten im Hafen, schaut man von hier oben auf die kleine 𝐅𝐞𝐬𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐁𝐨𝐮𝐫𝐭𝐳𝐢…
Im Vergleich zu den beiden anderen Festungen, über den Dächern von Nafplio, wirkt sie eher wie ein niedlich anmutendes, architektonisches Starter-Paket, mit leichtem Größenwahn…
Quasi der Chihuahua unter den Festungen.
Als Behausung für Drachen oder Flugabwehrraketen recht ungeeignet, hat sie wohl seinerzeit trotzdem ihren Sinn erfüllt und ungebetene Gäste von der Stadt ferngehalten, in dem Eindringlinge vermutlich an Ort und Stelle zu Fischfutter verarbeitet wurden.
Früher war es eine Verteidigungsanlage, heute vermutlich 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐥𝐢𝐞𝐛𝐭𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐅𝐨𝐭𝐨𝐦𝐨𝐭𝐢𝐯𝐞 𝐆𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧𝐥𝐚𝐧𝐝𝐬...
Na gut … das gäbe es noch die
- weißen Dörfer von Santorin
- die Akropolis über den Dächern von Athen
- die Navagio Bucht mit dem Schiffswrack auf der Insel Zakynthos
- die schwebenden Meteora Klöster
- und… und… und…
… aber dann… kommt… ganz bestimmt auch mal … die Festung Bourtzi.
Es ist aber auch alles sowas von fotogen hier…
Der Hafen, mit seinen Super-Yachten, die kleinen Gassen der Altstadt, die Festungen, die endlosen Bade-Strände…
und schneller als ich Festung Bourtzi sagen kann, blinkt auch schon das Display meiner Kamera… SD karte voll.
Was man kaum glauben möchte, wenn man so durch diese Kleinstadt schlendert ist, dass Nafplio tatsächlich die 𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞 𝐇𝐚𝐮𝐩𝐭𝐬𝐭𝐚𝐝𝐭 des modernen Griechenlands gewesen ist.
Also quasi das Pendant zu Bonn, nur hier in Griechenland und ohne Kölsch und Karneval.
So werden wir bald Nafplio verlassen… nicht heute… aber vielleicht morgen… oder übermorgen?…
… auf jeden Fall wieder einmal mit viel zu vielen Fotos, der zusätzlichen Einsicht, dass man selbst 1,3 Milliarden Dollar ganz schnell ausgeben kann, wenn man sich nur genug Mühe gibt und die Erinnerung an eine kleine, aber dafür umso bedeutungsträchtigere Stadt, hier im Süden Griechenlands.
Und… irgend etwas war doch noch… Ach ja…
𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.☺️
23.01.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟏𝟗𝟓
𝕍𝕠𝕟 𝕄𝕖𝕥𝕙𝕒𝕟𝕒 𝕟𝕒𝕔𝕙 ℙ𝕠𝕣𝕠𝕤 –
𝕧𝕠𝕟 𝕨𝕖𝕟𝕚𝕘 𝕝𝕠𝕤 𝕟𝕒𝕔𝕙 𝕘𝕒𝕣 𝕟𝕚𝕩 𝕝𝕠𝕤…
… und das ist gut so. 😉
Für diejenigen unter Euch die der Ansicht sind, dass Griechenland touristisch so überlaufen wäre, denen sei gesagt… „Nö.“ 😁
Vorausgesetzt, ihr haltet Euch in den Wintermonaten hier in Griechenland auf.
𝐎𝐤… 𝐳𝐮𝐠𝐞𝐠𝐞𝐛𝐞𝐧...
die letzten Tage waren tatsächlich ein wenig ungemütlich und vermutlich ist Urlaub um diese Jahreszeit auch nicht jedermanns Sache… aber dafür hat man eines… 𝐬𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐑𝐮𝐡𝐞.
Wir besuchten die kleine 𝐇𝐚𝐥𝐛𝐢𝐧𝐬𝐞𝐥 𝐌𝐞𝐭𝐡𝐚𝐧𝐚…
Auch wenn es mal wieder klingt, als wenn man sich dagegen impfen lassen müsste, ist es nur eine kleine Halbinsel, quasi am Daumen von Peleponnes… (siehe Karte).
Methana steht nicht nur auf einen, sondern gleich auf 𝐦𝐞𝐡𝐫𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐕𝐮𝐥𝐤𝐚𝐧𝐞𝐧, die auch tatsächlich noch als aktiv gelten.
Der 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞 𝐀𝐮𝐬𝐛𝐫𝐮𝐜𝐡 soll allerdings im 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝟐𝟑𝟗 𝐯. 𝐂𝐡𝐫. stattgefunden haben. Von daher sind wie diesbezüglich recht entspannt…
Begrüßt wurden wir von der 𝐝𝐞𝐳𝐞𝐧𝐭𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐟𝐞𝐥𝐧𝐨𝐭𝐞 des leider geschlossenen Heilbades, direkt gegenüber unseres Nachtplatzes am Fischerhafen.
Obwohl… gibt es eigentlich eine 𝐃𝐢𝐦𝐢𝐧𝐮𝐭𝐢𝐯𝐟𝐨𝐫𝐦* für Hafen? …
… Häfchen?... Häflein?...
Es wäre, angesichts der paar Bötchen… (hahh… dafür gibt es sogar ein Diminutiv😜), die dort herumschwimmen, durchaus legitim ein solches zu nutzen. 🤷♂️
Dafür ließ ein, vermutlich eigens für uns engagiertes Begrüßungskomitee nicht lange auf sich warten.
Während man in anderen Städtchen meist von Hunden, oder zumindest von ein paar kratzbürstigen Katzen empfangen wird, streckten uns hier in Methana eine Horde Gänse ihre, recht ungehaltenen Hälse laut protestierend entgegen…
Mit lautstarken und nicht weniger bedrohlichen Gebärden, erteilten sie uns umgehend einen Platzverweis, den wir allerdings geflissentlich zu ignorieren wussten.
𝐖𝐨 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐝𝐞𝐧𝐧 𝐝𝐚𝐡𝐢𝐧…
… wenn wir es anderenorts mit 𝐊𝐚𝐧𝐠𝐚𝐥𝐬, 𝐊𝐚𝐮𝐤𝐚𝐬𝐞𝐧 oder zumindest mitrasseähnlichen Mischformen aufnehmen, uns aber hier von einer Horde wildgewordener Gänse einschüchtern lassen… 𝐍𝐢𝐱 𝐝𝐚.
Nachdem sich die Gänse-Patrouille artgerecht, also im Gänsemarsch vom Acker gemacht hatte, konnten wir es uns hier am Fischereihafen für die Nacht gemütlich machen, um dann am kommenden morgen die „heißen Quellen“ von Methana zu besuchen…
Kleiner Spoiler… hat nicht geklappt. 🤦♂️
Eine der Quellen wurde 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐫𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐬 𝐔𝐧𝐰𝐞𝐭𝐭𝐞𝐫𝐬 der letzten Tage komplett mit Geröll zugeschüttet, die andere wurde durch 𝐔𝐥𝐫𝐢𝐤𝐞𝐬 𝐐𝐮𝐚𝐥𝐢𝐭𝐚𝐞𝐭𝐬𝐤𝐨𝐧𝐭𝐫𝐨𝐥𝐥𝐞 für ein 𝐕𝐨𝐥𝐥𝐛𝐚𝐝 𝐝𝐢𝐬𝐪𝐮𝐚𝐥𝐢𝐟𝐢𝐳𝐢𝐞𝐫𝐭, da die zugesicherte Eigenschaft von 38°C Wassertemperatur schlicht und ergreifend nicht erfüllt wurde.
Also „𝐀𝐮𝐬𝐝𝐢𝐞𝐦𝐚𝐮𝐬“...
und so fuhren wir unverrichteter Dinge weiter in Richtung Galatas, vor der 𝐈𝐧𝐬𝐞𝐥 𝐏𝐨𝐫𝐨𝐬.
Poros ist so eine Insel, die nicht damit prahlen muss, dass sie überhaupt eine Insel ist…
Sie glänzt schlicht und ergreifend durch ihre bloße Anwesenheit... Klein und unauffällig.
Das ist vermutlich auch einer der Gründe, warum Touristen oftmals einfach an ihr vorbeifahren.
Sie liegt so ziemlich genau zwischen Peleponnes und dem Rest von Griechenland… also am Saronischen Golf.
Da diese Insel genau zwischen dem 𝐨𝐩𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐁𝐮𝐫𝐧𝐨𝐮𝐭 des Festlandes und dem 𝐑𝐞𝐢𝐬𝐞𝐬𝐭𝐫𝐞𝐬𝐬, unbedingt im Laufe des Resturlaubs noch nach Peleponnes zu müssen, kann man als Tourist so ein kleines Inselchen auch schonmal übersehen…
𝐖𝐢𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭… Wir haben ja Zeit. 😉
Im Grunde wäre eine Brücke vom Städtchen Galatas auf die Insel nicht die größte Herausforderung. Schließlich sind es zwischen dem Ufer des Festlandes und der Insel gerade mal 300 Meter.
Bisher begnügt man sich allerdings mit einer Fährverbindung und Wassertaxen.
Klein, schnuckelig und aktuell weitestgehend touristenfrei präsentierte sich uns diese Insel…
… mit Ausnahme unserer Wenigkeit, die wir uns mit Spiegelreflexkamera und Verpflegungsrucksack wohl auch als solche outeten.
So wurden wir von jedermann freundlich lächelnd begrüßt und vermutlich dachte auch jeder:
„𝑨𝒄𝒉 𝒈𝒖𝒄𝒌…. „𝑵𝒖 𝒉𝒂𝒃𝒆𝒏 𝒔𝒊𝒆 𝒖𝒏𝒔 𝒅𝒐𝒄𝒉 𝒈𝒆𝒇𝒖𝒏𝒅𝒆𝒏“. 🤷♂️
Tatsächlich war Poros sogar einmal eine russische Marine Basis… Das ist allerdings schon gut 150 Jahre her…
Wir wollen mal hoffen, dass Putin nicht irgendwie von diesem Umstand Wind bekommt und er auch hier entsprechende historisch begründete Ansprüche stellt.
Man weiß ja nie… heutzutage…
Letztendlich erheben die Dänen als Erben der Wikinger noch Anspruch auf Amerika… schließlich waren sie als erstes dort. 😉
Obwohl Poros auch so seine Hochzeiten hatte, ist das Eiland heute eher entspannt… sehr entspannt.
Wäre Poros ein Fernsehformat,würde es vermutlich im Nachtprogamm, unterbrochen von einschlägigen Werbespots ausgestrahlt werden, da es für die Prime-Time eher andere Sendungen gibt, wie z.B. Rhodos oder Kreta.
Trotzdem sitzen einige Nacht für Nacht vor ihrem Fernseher und schauen sich diese Sendung an.
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von Euch noch an „Domian“?
Poros ist ein bisschen wie Domian…
... ein kleiner Geheimtipp für den besonderen Geschmack.😉
Das 𝐖𝐚𝐡𝐫𝐳𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 der Insel ist der 𝐔𝐡𝐫𝐭𝐮𝐫𝐦…
Er steht unübersehbar auf einem Hügel und zeigt die aktuelle Zeit auf die Sekunde genau an… zumindest 2x am Tag… jeweils um 9.50 Uhr und um 21.50 Uhr… 🤷♂️
Vielleicht soll diese Uhr auch einfach nur daran erinnern, dass es hier aus Poros zwar theoretisch so etwas wie eine Zeit gibt, allerdings kaum Prioritäten in Anspruch nimmt.
So schlendern auch wir zeitlos durch die, vermutlich saisonbedingt menschenleeren Gassen des Städtchens und genießen den 𝐠𝐫𝐢𝐞𝐜𝐡𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐖𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐢 +𝟐𝟐°𝐂.
Wir könnten uns vorstellen, dass dies vermutlich bei so manchem daheimgebliebenen Mitleser ein gewisses Sehnsuchtsgefühl auslösen könnte…
Dafür möchten wir uns an dieser Stelle in aller Form 𝐞𝐧𝐭𝐬𝐜𝐡𝐮𝐥𝐝𝐢𝐠𝐞𝐧. 🙈
Auf Poros sucht man einen Adventure-Urlaub vermutlich vergebens…
Es ist eher eine Insel für Menschen, die sagen:
„𝑰𝒄𝒉 𝒎𝒐𝒆𝒄𝒉𝒕𝒆 𝒉𝒆𝒖𝒕𝒆 𝒆𝒊𝒏𝒇𝒂𝒄𝒉 𝒎𝒂𝒍 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕𝒔 𝒗𝒐𝒓𝒉𝒂𝒃𝒆𝒏 - 𝑫𝒂𝒏𝒌𝒆 𝑷𝒐𝒓𝒐𝒔, 𝒇ü𝒓 𝒅𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑼𝒏𝒕𝒆𝒓𝒔𝒕𝒖𝒆𝒕𝒛𝒖𝒏𝒈.“
In diesem Sinne… 𝐈𝐡𝐫 𝐰𝐢𝐬𝐬𝐭 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐧. 😉
* 𝐃𝐚𝐬 𝐃𝐢𝐦𝐢𝐧𝐮𝐭𝐢𝐯 ist die Verkleinerungsform eines Substantivs
22.01.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟏𝟗𝟒
𝕂𝕠𝕣𝕚𝕟𝕥𝕙 – 𝔸𝕝𝕥𝕖 𝕊𝕥𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕘𝕖𝕙𝕖𝕟 𝕚𝕞𝕞𝕖𝕣.
Wenn die Griechen eines können, dann wohl „𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐒𝐭𝐞𝐢𝐧𝐞“…
Davon gibt´s hier in Griechenland zumindest um einiges mehr, als die weißen Gummibärchen in der Haribo Tüte, die ohnehin keiner mag. 🤷♂️
Der Besucher-Parkplatz der Ausgrabungsstätte des alten Korinth, sollte uns eigentlich nur temporär als Unterschlupf zum Schutz gegen das herannahende Unwetter dienen.
Ulrikes weise Voraussicht ließ uns rechtzeitig wieder zurück nach Peleponnes flüchten.
Diverse TV-Berichte und Videoaufnahmen auf den sozialen Medien über Athen und Glyfada, wo wir ja recht lange standen, bestätigten uns:
„𝑾𝒊𝒓 𝒉𝒂𝒃𝒆𝒏 𝒎𝒂𝒍 𝒘𝒊𝒆𝒅𝒆𝒓 𝒂𝒍𝒍𝒆𝒔 𝒓𝒊𝒄𝒉𝒕𝒊𝒈 𝒈𝒆𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕“. 👍
So verbrachten wir die Regenperiode etwas respektlos vor den Zeugen der griechischen Kultur-Geschichte in Gesellschaft diverser Netflix-Propagandisten…
Neuverfilmungen griechischer Heldensagen haben wir auf den uns zur Verfügung stehenden Streaming-Plattformen leider keine gefunden.. Und „KAOS“ kennen wir bereits. 😉
So hätten wir unserem Gastgeber wenigstens auf diese Weise ein wenig Respekt entgegenbringen können... haben wir aber nicht... sorry dafür. 🤷♂️
Stattdessen entschieden wir uns, nach Abklingen der „Aquakalypse“, die Ausgrabungsstätte des alten Korinths doch noch zu besuchen.
𝐉𝐨… 𝐰𝐚𝐬 𝐬𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐬𝐚𝐠𝐞𝐧?... Alte Steine eben… 🤷♂️
𝐔𝐧𝐝.. "𝐉𝐚, 𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐢𝐬𝐬"…
… das klingt jetzt nun doch wieder ein wenig respektlos gegenüber einer Kultur, der wir als zivilisierte Welt doch so viel zu verdanken haben:
Da wären zum Beispiel:
- 𝐝𝐢𝐞 𝐃𝐞𝐦𝐨𝐤𝐫𝐚𝐭𝐢𝐞…
- 𝐞𝐢𝐧 𝐤𝐫𝐲𝐩𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐀𝐥𝐩𝐡𝐚𝐛𝐞𝐭 …
- 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐧 𝐆𝐲𝐫𝐨𝐬-𝐓𝐞𝐥𝐥𝐞𝐫 𝐦𝐢𝐭 𝐓𝐬𝐚𝐭𝐬𝐢𝐤𝐢 𝐮𝐧𝐝 𝐏𝐨𝐦𝐦𝐞𝐬…
Allesamt Kulturgüter, auf die die Welt wohl heute verzichten müsste, gäbe es die Griechen nicht…
ein grauenhafter Gedanke… zumindest der Teil mit dem Tsatsiki. 🙈
𝐖𝐚𝐬 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐞𝐫𝐰𝐚𝐫𝐭𝐞𝐭?
Vielleicht unzählige𝐅𝐫𝐞𝐢𝐳𝐞𝐢𝐭-𝐏𝐡𝐢𝐥𝐨𝐬𝐨𝐩𝐡𝐞𝐧, die in ihren Sandalen sehr nachdenklich an den alten Säulen zu lehnen, um über die Zahl „𝟒𝟐“ zu sinnieren?
Oder vielleicht einschüchternde 𝐡𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐞 𝐇𝐚𝐥𝐥𝐞𝐧“, dessen Architektur uns schnappatmend die SD-Karte vollknipsen lässt?
Ganz sicher wissen wir es eigentlich selbst nicht…
… und ganz bestimmt gab es das alles hier auch einmal… vor 2.500 Jahren…
Nun sieht man eben „alte Steine, die relativ unstrukturiert in der Weltgeschichte herumliegen… (Weltgeschichte… man beachte den Wortwitz 🙈)
.. Für den Rest muss man für 20,00 € Eintritt einfach seiner Fantasie freien Lauf lassen... Kultur ist halt nichts für Anfänger. 🤷♂️
Korinth war seinerzeit eine der mächtigsten und wohlhabendsten Handelsmetropolen der antiken Welt.
Wer hier damals lebte, hatte reichlich Drachmen, das waren quasi die Bitcoin der Antike, man hatte viel Einfluss auf die damalige, westliche Welt und man war vermutlich moralisch recht flexibel.
Heute erinnern an diese glorreiche Zeit noch die 7 dorischen Säulen des 𝐀𝐩𝐨𝐥𝐥𝐨𝐧 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥𝐬, die auf mich wirkten, als wären sie die letzten Gäste einer Swinger- Party und die immer noch darauf warten, von jemanden nachhause gefahren zu werden.
𝐊𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫… wir sind´s nicht.
Wir hätten ohnehin nicht gewusst wohin mit ihnen. 🤷♂️
Das alte Korinth hatte alles, was man damals so für ein komfortables Griechen-Leben brauchte:
𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐀𝐠𝐨𝐫𝐚…
also so einen Platz, wo man Demokratie noch aktiv zelebrierte und sogar noch verstand, was genau das eigentlich ist und wie man damit umgeht… Ein Wissen, das in der heutigen Zeit anscheinend verloren gegangen ist. Dafür gibt´s halt Hamburger und Trump… man kann halt nicht alles haben. 🙈
Oder vielleicht war den meisten schlicht und ergreifend ein „Amazon Prime Abo“ zu kostspielig und sie suchten hier nur Unterhaltung. Man weiß es nicht mehr so genau.
𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥…
und davon reichlich… für die vielen, griechischen Götter.
Schließlich gab es von denen damals ebenfalls reichlich.
Jedem Gott sein eigen Tempelchen… war wohl die Devise.
Man konnte ja auch nie wissen, von wem genau dieser Olymp-WG man mal eine Dienstleistung in Anspruch nehmen muss.
𝐁𝐫𝐮𝐧𝐧𝐞𝐧…
Hier sei der „Brunnen der Peirene“ besonders erwähnt, dessen Tränen einer Legende nach, diese Gegend hier mit Wasser versorgte…
Was ein Quatsch… Legende hin… Legende her… ein bisschen Realitätsbezug darf man doch selbst bei griechischen Mythologien erwarten, oder? … Tränen sind doch salzig… sowas trinkt man doch nicht… Aber vielleicht hat sie ja auch Wein geflennt… so einen schweren Roten, wie es ihn bei REWE zu kaufen gibt. Das müsste ich mal bei Gelegenheit recherchieren. 🤦♂️
Und last but not least:
𝐃𝐞𝐫 𝐀𝐤𝐫𝐨𝐤𝐨𝐫𝐢𝐧𝐭𝐡…
Die Festung, ganz oben auf dem Berg.
Und ja.. ich habe es geschafft… bis ganz nach oben.
Und was soll ich sagen?... Wahnsinn…
… - ig anstrengend. 🙈
Allerdings versteht man, wenn man es einmal geschafft hat, keuchend hyperventilierend auf dem höchsten Punkt der weitläufigen Festungsanlage zu stehen, warum Korinth für die alten Griechen strategisch so wichtig war… und zum Leidwesen der Selbigen, auch für all die anderen Nationen, die damals was zu melden hatten.
Die alte Festung steht hier oben, wie ein alter Wachmann der eigentlich längst in seiner wohlverdienten Rente sein sollte, ihm aber niemand Bescheid gesagt hat, dass es längst soweit ist.
Die Festung hat so ziemlich jede Nation gesehen, dessen Erben vermutlich heute in Athen einen Imbiss betreiben… Römer, Byzantiner, Venezianer, Osmanen…
Heutzutage kommen eher die Chinesen, Amerikaner und die Schwaben in ihren Wolfskin-Jäckchen und Funktionshosen mit abtrennbaren Beinen. 🤷♂️
Architektonisch ist die Akrokorinth vor allem eines… Gross. 🙈
Wer laufen mag, ist auf dem Gelände der Festung genau richtig…
Auch ich lief übermotiviert los, noch mit dem Gedanken: „𝑺𝒐 𝒔𝒄𝒉𝒍𝒊𝒎𝒎 𝒌𝒂𝒏𝒏 𝒆𝒔 𝒋𝒂 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒘𝒆𝒓𝒅𝒆𝒏“…
... Doch nach 10 Minuten trat ich bereits in Friedenverhandlungen mit meinem Kreislauf. Ja… so kennt man mich. 🤦♂️
Die griechische Kultur kann schon sehr herausfordernd sein…
wenn nicht intellektuell… dann zumindest körperlich.
Oben angekommen, wird man jedoch mit einem fantastischen Ausblick belohnt…
…das vermute ich zumindest… die anwesenden Regenwolken ließen mir zumindest genug Spielraum dieses anzunehmen.
Um meine Vorstellungskraft auf die Probe zu stellen, hatten wir ja bereits in der Ausgrabungsstätte reichlich Gelegenheit.
Die Akrokorinth ist eben alt… sie ist hoch… und weniger für die Badelatschen aus dem Handgepäck gedacht…
Der Aufstieg auf die Akrokorinth mag anstrengend sein… doch genau dafür wurde sie erschaffen… genau wie mein Muskelkater. 😉
66In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
21.01.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟏𝟗𝟒
𝕌𝕡𝕕𝕒𝕥𝕖: 𝕎𝕚𝕣 𝕙𝕒𝕓𝕖𝕟 𝕦𝕖𝕓𝕖𝕣𝕝𝕖𝕓𝕥. 😀
Hallo Ihr lieben...
angesichts der vielen Nachfragen, bezüglich unseres Verbleibs während des, vermutlich auch in den deutschen Medien thematisierten 𝐔𝐧𝐰𝐞𝐭𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐦 𝐆𝐫𝐨𝐬𝐬𝐫𝐚𝐮𝐦 𝐀𝐭𝐡𝐞𝐧, hier mal ein 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐔𝐩𝐝𝐚𝐭𝐞 unsererseits:
𝐖𝐈𝐑 𝐇𝐀𝐁𝐄𝐍 𝐔𝐄𝐁𝐄𝐑𝐋𝐄𝐁𝐓!!!🙈
Wir sind aufgrund der Wetterwarnungen rechtzeitig in Richtung Süden nach Peleponnes gefahren und damit dem Unwetter ausgewichen...
Der Regen hier war durchaus erträglich... ☺️
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐆𝐫𝐮𝐧𝐝 𝐳𝐮𝐫 𝐒𝐨𝐫𝐠𝐞...
Wir werden Euch auch weiterhin mit unserem "geistigen Dünnschiss" terrorisieren. 😉
𝐅𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
19.01.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟏𝟗𝟏
𝕄𝕒𝕣𝕒𝕥𝕙𝕠𝕟…. 𝟜𝟚,𝟙𝟡𝟝 𝕂𝕚𝕝𝕠𝕞𝕖𝕥𝕖𝕣
oder "Krümmer geht immer"🤦♂️
42,195 km... so die Distanz dieses weltberühmten Langstreckenlaufes, mit einer über zweitausendjährigen Geschichte.
Allein dieses Wort ist bereits in meinem Unterbewusstsein mit Schmerz, Schweiß und klatschnasser Funktionsunterwäsche verknüpft.
Nicht alle von Euch wissen vermutlich, dass der Namensgeber dieser Ausdauersportart eine kleine Stadt, hier in Griechenland ist.
Die Stadt 𝐌𝐚𝐫𝐚𝐭𝐡𝐨𝐧 liegt ungefähr 40,00 km von Athen entfernt.
Bei dieser Zahl könnte es bei dem einen oder anderen Freund dieses Versuches, sich auf möglichst unbequeme Art selbst zu töten, bereits im Gebälk klingeln.
Und tatsächlich gingen die ersten Marathonläufe über eine Distanz von genau 40 km…
… Also so ziemlich genau der 𝐄𝐧𝐭𝐟𝐞𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐚𝐭𝐡𝐨𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐀𝐭𝐡𝐞𝐧…
Diese Strecke lief im Jahre 𝟒𝟗𝟎 𝐯. 𝐂𝐡𝐫. der Bote 𝐏𝐡𝐞𝐢𝐝𝐢𝐩𝐩𝐞𝐝𝐞𝐬, um in der Hauptstadt Athen den Sieg über die Perser bei der 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐜𝐡𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐚𝐭𝐡𝐨𝐧 zu verkünden.
𝑾𝒊𝒆 𝒌𝒂𝒎 𝒆𝒔 𝒏𝒖𝒏 𝒛𝒖 𝒅𝒆𝒓 𝒇𝒆𝒔𝒕𝒈𝒆𝒍𝒆𝒈𝒕𝒆𝒏 𝑫𝒊𝒔𝒕𝒂𝒏𝒛 𝒗𝒐𝒏 𝟒𝟐,𝟏𝟗𝟓 𝒌𝒎?...
Gute Frage… ich merke schon, Ihr arbeitet mit. 😉
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐩𝐚𝐬𝐬𝐭…
hier wird wieder etwas für´s Leben gelernt…☝️
Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit im 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝟏𝟖𝟗𝟔 in Athen, wurde für den Olympischen Marathon-Lauf tatsächlich eine Distanz von exakt 40.00km festgelegt…
Doch so richtig einig war man sich bezüglich der Distanz nie, da es im Grunde auch erst einmal nur wichtig war, wer als erstes über die Ziellinie stolpert.
Irgendwann einigte man sich dann auf eine Distanz von 𝟐𝟓 𝐌𝐞𝐢𝐥𝐞𝐧 (40,2336 km) damit selbst die Engländer diese nicht so unerhebliche Strecke geistig erfassen konnten.
Wie es nun letztendlich zu der präzisen, bis heute gültigen Strecke von 42,195 km kam, könnte ein Mario Barth vermutlich in seinem Bühnenprogramm nicht unglaubwürdiger zum Besten geben. 🙈
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐬 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝟏𝟗𝟎𝟖…
Die 𝟒. 𝐨𝐥𝐲𝐦𝐩𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐥𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐍𝐞𝐮𝐳𝐞𝐢𝐭 finden in 𝐋𝐨𝐧𝐝𝐨𝐧 statt.
Obwohl man bereits die Distanz des Marathonlaufes, mit 𝟐𝟓 𝐌𝐞𝐢𝐥𝐞𝐧, für die Engländer, mit ihrer dezimal-destruktiven Art zu denken angepasst hatte, standen diese trotzdem bei der Ausrichtung ihrer Olympischen Spiele im vereinigten Königreich einmal mehr vor gewissen, selbstkreiierten Herausforderungen.
Man hatte sich nämlich in den großbritischen Kopf gesetzt, dass die Strecke des Marathon-Laufes vom 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐨𝐬𝐬 𝐖𝐢𝐧𝐝𝐬𝐨𝐫 bis zum „𝐖𝐡𝐢𝐭𝐞 𝐂𝐢𝐭𝐲 𝐒𝐭𝐚𝐝𝐢𝐨𝐧“ in London erfolgen soll… 𝐄𝐧𝐭𝐟𝐞𝐫𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐜𝐚. 𝟒𝟐 𝐤𝐦… 🤷♂️
𝐖𝐢𝐫 𝐞𝐫𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫𝐧 𝐮𝐧𝐬…
Die Distanz eines Marathon-Laufes belief sich zu dieser Zeit über 25 Meilen, also 40,23 km.
Die Engländer wären nicht Engländer, wenn sie für dieses Problem keine pragmatische Lösung aus dem Hut gezaubert hätten.
Das Problem wurde also auf die „𝑓𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑒𝑛𝑔𝑙𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝐴𝑟𝑡“ gelöst, in dem man die Distanz des Olympischen Marathons kurzerhand auf 𝟐𝟔 𝐌𝐞𝐢𝐥𝐞𝐧, also 41,843 km verlängerte…
Doch… ärgerlicherweise reichte diese Strecke immer noch nicht bis zur 𝐄𝐡𝐫𝐞𝐧𝐥𝐨𝐠𝐞 des damals amtierenden 𝐊𝐨𝐞𝐧𝐢𝐠 𝐄𝐝𝐰𝐚𝐫𝐝 𝐕𝐈𝐈 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐧𝐠𝐥𝐚𝐧𝐝, dem es belieb, die Läufer exakt vor seiner erlauchten Nase über die Ziellinie laufen zu sehen.
England wäre nicht England, wenn sie sich nicht auch schon zu dieser Zeit nicht zu schade gewesen wären, Regeln so zu krümmen, damit auch sie bequem in das Weltbild des Vereinigten Königreiches passen. Heutzutage überlassen wir diese Art zu denken eher den Amerikanern. 🙈
Die Distanz für den offiziellen, olympischen Marathonlauf wurde also kurzerhand mal eben, bis zur Ehrenloge des Königs von England, auf exakte und im Grunde recht einprägsame 𝟐𝟔,𝟐𝟏𝟖𝟕𝟓𝟕𝟓 𝐌𝐞𝐢𝐥𝐞𝐧 festgelegt… also umgerechnet 𝟒𝟐,𝟏𝟗𝟓 𝐤𝐦.
Darauf muss man erstmal kommen. 😁
Ansonsten bietet Marathon so ziemlich alles an nennenswerten Sehenswürdigkeiten, was ein 𝟐.𝟓𝟎𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐚𝐥𝐭𝐞𝐬 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐜𝐡𝐭𝐟𝐞𝐥𝐝 eben so zu bieten hat… also nicht allzu viel… 🤷♂️
... 𝐦𝐮𝐬𝐬 𝐞𝐬 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭…
Diese Stadt kennt man vermutlich auf der gesamten Welt… auch ohne touristische Attraktionen…
... hier ist schlicht und ergreifend der Name Programm. 😉
Marathon ist eine Stadt mit großen Namen in ruhiger Lage.
Sie trägt ihre Geschichte wie jemand, der nicht großartig darüber reden muss.
So verließen wir Marathon wieder, ohne selbst gelaufen zu sein… aber mit einem gewissen Respekt vor einer großen Geschichte, die uns leider verwehrt blieb…
𝐃𝐞𝐧𝐧 𝐝𝐚𝐬 𝐌𝐮𝐬𝐞𝐮𝐦 𝐡𝐚𝐭 𝐌𝐨𝐧𝐭𝐚𝐠 𝐑𝐮𝐡𝐞𝐭𝐚𝐠! 🙈
Und einen Muskelkater bekamen wir auch nur bei der Formulierung dieser Zeilen.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
13.01.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟏𝟖𝟔
𝔸𝕝𝕤 ℕ𝕖𝕡𝕥𝕦𝕟 𝕟𝕠𝕔𝕙 ℙ𝕠𝕤𝕖𝕚𝕕𝕠𝕟 𝕙𝕚𝕖𝕤𝕤….
Das Warten auf unsere Ersatzteile für unseren recht betagten Gasherd nimmt doch ein wenig Zeit in Anspruch. Dies nötigt uns, noch eine Weile im Speckgürtel von Athen zu verbringen.
Aber... Es gibt schlimmeres. 😉
Nachdem wir nun die Gastfreundschaft von Glyfada doch recht überstrapaziert hatten, zog es uns noch ein wenig weiter südlich, nach 𝐕𝐚𝐫𝐢.
Das heißt, eigentlich stehen wir nicht in Vari selbst, sondern eher an einem der unendlichen Strände außerhalb des Ortes, wo wir ungestört weiter vor uns hingammeln können.
Einmal so nebenbei bemerkt... es ist recht schwer einen Nachtplatz in Griechenland zufinden, der 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 am Meer liegt. 🤷♂️
Doch nach gut 3 Tagen viel uns allerdings auch hier die Decke, in Gestalt des Himmels auf den Kopf und so fuhren wir, ca. 45 km weiter südlich zum 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥 𝐝𝐞𝐬 𝐏𝐨𝐬𝐞𝐢𝐝𝐨𝐧𝐬, um uns bei ihm gegebenenfalls zu einem Kaffee einzuladen.
Und was sollen wir sagen? …
Er war nicht zuhause.
Im Grunde auch nicht verwunderlich, besteht dieser Tempel im Grunde doch nur noch aus ein paar Säulen, die statisch recht fragwürdig in der Gegend herumstehen.
Allerdings, dass muss man neidlos anerkennen, in exquisiter Lage mit reichlich Aussicht.
Wenn ich Poseidon wäre, würde ich mir allerdings, angesichts des Zustandes der baulichen Substanz, auch eine neue Bleibe suchen oder zumindest eine deutliche Mietminderung einfordern.
Angesichts der Tatsache, dass Poseidons mit seinem Hauptwohnsitz ohnehin im Mittelmeer gemeldet ist, dürfte dieser Tempel ihn maximal als Feriendomizil gedient haben, was die Griechen allerdings nicht davon abhält, für die Besichtigung der 2.500 Jahre alten Fragmente dieser, aus historischer Sicht, eher kritisch zu betrachtenden Persönlichkeit der Kulturgeschichte, 20,00 € Eintritt zu nehmen.
„Kritisch zu betrachtende Persönlichkeit“ aus dem Grund, dass es wohl die eine oder andere Stimme in der wissenschaftlichen Community geben soll, die etwaige Zweifel an der realen Existenz, dieser Sippschaft rund um diesen gewissen „Zeus“ hegen.
Wie dem auch sei… alte Steine zu besichtigen, kann sich hier in Griechenland schon recht schnell zu einem eurointensiven Unterfangen entwickeln, wenn man sowas mag.
Jeder Stein, der nicht von einer Plattenbau-Siedlung der 70er Jahre abgebröckelt ist, scheint man hier Griechenland nur gebührenpflichtig betreten zu können.
Aber ok… irgendwie muss ja jeder sehen wo er bleibt und dieses Kulturgut muss ja auch von irgendetwas gepflegt und erhalten werden.
So ist es letztendlich auch unsere Entscheidung, was wir wann wofür bezahlen. 🤷♂️
𝐋𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐑𝐞𝐝𝐞… 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠 𝐒𝐢𝐧𝐧…
𝐃𝐞𝐫 𝐓𝐞𝐦𝐩𝐞𝐥 𝐝𝐞𝐬 𝐏𝐨𝐬𝐞𝐢𝐝𝐨𝐧 …
Ein paar ehrwürdige Überreste eines, ganz bestimmt einmal recht imposanten Bauwerkes, gelegen am 𝐊𝐚𝐩 𝐒𝐨𝐮𝐧𝐢𝐨𝐧, etwa70 km südlich von Athen.
𝐄𝐢𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐳𝐢𝐠𝐚𝐫𝐭𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐀𝐮𝐬𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤 über die Ägäis entschädigt Dich recht schnell für den anstrengenden Aufstieg und einem Eintrittspreis, der dich deiner Privat-Insolvenz vermutlich einen großen Schritt näher bringen könnte.
Die Ägäis, hat im übrigen ihren Namen dem 𝐊ö𝐧𝐢𝐠 𝐀𝐢𝐠𝐞𝐮𝐬 zu verdanken, dem Vater von 𝐓𝐡𝐞𝐬𝐞𝐮𝐬.
Theseus zog wohl eines Tages los, um gegen den grausamen Minotaurus zu kämpfen.
Er versprach seinen Sohn Aigeus, bei seiner Heimkehr weiße Segel zu setzen, als Zeichen, dass er überlebt hat.
Genau das hatte er wohl vergessen… 🤦♂️
Ich meine... das kennen wir ja selbst … da daddelt man so auf TikTok oder Insta herum… und schwupps… hat man vergessen seinen Sohn mitzuteilen, dass man gar nicht tot ist.
Sowas kann ja schonmal passieren. 🤷♂️
Aigeus sah dies zumindest als Anlass, sich von der Klippe zu stürzen… und… wer hätte das gedacht… er hat´s nicht überlebt, was Papa Theseus natürlich dann auch eher suboptimal fand.
So benannte er dieses Meer nach seinem Sohnemann… Ä𝐠ä𝐢𝐬 .
Und da sie doch gestorben sind… schwindeln andere für sie noch heute.
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐦𝐚𝐥 𝐞𝐡𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡…
… Wäre dies der Stoff für ein Drehbuch einer Netflix Serie, würde der Intendant den Autor vermutlich schallend lachend aus seinem Büro werfen.
Aber damals waren solche Familien-Dramen wohl der Brüller.
Doch eigentlich waren wir ja bei Poseidon und seiner Hütte…
𝐀𝐥𝐬𝐨 𝐝𝐚𝐬 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭…
Alte Steine… würziger Eintrittspreis… mega Aussicht… habe fertig.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
08.01.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟏𝟖𝟏
𝔾𝕝𝕪𝕗𝕒𝕕𝕒… 𝕚𝕞𝕞𝕖𝕣 𝕟𝕠𝕔𝕙.🤷♂️
Wir hatten es ja angekündigt… also ansatzweise… so halb… also eigentlich hatten wir es quasi prophezeit.
Und wie es nun mal mit Prophezeiungen so ist, merkt man es erst, wenn es eingetroffen ist, dass es eine echte Prophezeiung war.
Wir sind also immer noch hier in Glyfada.
Und für diejenigen unter Euch, die sich des Öfteren darüber beschweren, dass unsere Berichte über die Aufmerksamkeitsspanne eines TIKTOK Videos hinausgehen, haben wir heute eine gute Nachricht…
𝐇𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐰𝐢𝐫𝐝´𝐬 𝐦𝐚𝐥 𝐤𝐮𝐫𝐳 𝐮𝐧𝐝 𝐤𝐧𝐚𝐜𝐤𝐢𝐠...
also relativ kurz… zumindest gebe ich mir Mühe. 🙈
Es gibt auch aktuell nicht allzu viel zu schreiben, da wir zurzeit durch ein Höchstmaß an Inaktivität glänzen.
𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐝𝐚𝐬?
Erstmal weil wir es können !!!...
Für uns ist dies unter anderem auch ein Ausdruck von Freiheit, hier stehen zu können und uns keine Gedanken darüber machen zu müssen, 𝐰𝐞𝐫… 𝐰𝐚𝐧𝐧… 𝐰𝐨… auf uns wartet. 🤷♂️
Wahrscheinlich stehen wir hier bereits länger, als es der Jahresurlaub von so manchem deutschen Arbeitnehmer hergeben würde. Und genau das nennen wir Freiheit. 😉
Daher hat diese Stadt, unseres Erachtens, auch durchaus 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐑𝐞𝐢𝐬𝐞𝐛𝐞𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭 verdient.
𝐋𝐚𝐬𝐬𝐭 𝐮𝐧𝐬 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐞𝐢𝐧𝐦𝐚𝐥 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐆𝐥𝐲𝐟𝐚𝐝𝐚 𝐫𝐞𝐝𝐞𝐧…
Was haben wir bereits erwähnt?
Dass Glyfada ca. 20 km südlich von Athen, an der Athener Riviera liegt, wisst ihr ja bereits.
Und dass Glyfada eher den Ruf genießt, durch seine erhöhte Population gut situierter Rolls Royce Fahrer der „Grunewald Griechenlands“ zu sein, hatten wir ebenfalls schon erwähnt…
Allein um den Namen „Glyfada“ aussprechen zu dürfen, sollte man hier bereits eine gewisse Kreditwürdigkeit nachweisen können.
𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫… wie ebenfalls bereits erwähnt … 𝐦𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧𝐝𝐫𝐢𝐧…
Was allerdings trotzdem nicht allzu viel über unsere Kreditwürdigkeit aussagt. 🙈
Sollte sich die Sonne tatsächlich einmal sehen lassen, versteht man recht schnell, warum die Athener diesen Ort gerne als Zufluchtsort vor Verkehrschaos und vollgestopften Fußgängerzonen nutzen.
Das Wasser glitzert an den endlosen Stränden nicht nur blau, sondern türkisblau…
… als ob Photoshop speziell für Glyfada einen neuen KI-Filter entwickelt hätte… hat es aber nicht… alles echt… ich schwöre. 🤞
Nun würden wir uns noch gerne, wie eigentlich in unseren Reiseberichten üblich, den Sehenswürdigkeiten des Ortes widmen…
*** 𝐃𝐞𝐧𝐤𝐩𝐚𝐮𝐬𝐞***
*** 𝐞𝐬 𝐥𝐚𝐞𝐝𝐭 𝐧𝐨𝐜𝐡***
*** 𝐥𝐚𝐞𝐝𝐭 𝐢𝐦𝐦𝐞𝐫 𝐧𝐨𝐜𝐡***
*** 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐮𝐞𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐧𝐬𝐭𝐢𝐦𝐦𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐄𝐫𝐠𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬𝐬𝐞 𝐠𝐞𝐟𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧*** 🤷♂️
Tatsächlich ist es etwas schwierig der Stadt touristisch erwähnenswerte Hotspots abzuringen…
Ok… ein paar alte Steine stehen auch hier herum…
Schließlich sind wir ja in Griechenland.
Da gehört es quasi zum guten Ton, in jeder Stadt ein paar alte Säulen auszubuddeln, um sie gegen Gebühr den Touristen zu präsentieren.
Ansonsten… bietet die Stadt eine recht lange Uferpromenade, entlang der Marina 1, 2, 3 und 4, sowie eine recht hohe Dichte an Designer-Sonnenbrillen.
Achja… fast hätte ich es vergessen…
Das “𝐒𝐞𝐚 𝐓𝐮𝐫𝐭𝐥𝐞 𝐑𝐞𝐬𝐜𝐮𝐞 𝐂𝐞𝐧𝐭𝐫𝐞”, das Domizil für kranke und bedürftige Schildkröten, sollte nicht unerwähnt bleiben.
Bei 𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞𝐦 𝐄𝐢𝐧𝐭𝐫𝐢𝐭𝐭 kannst Du dort vieles über diese wunderbaren Geschöpfe erfahren.
Wenn sie reden könnten, würden sie Dir vermutlich erzählen, dass sie ihr Leben lang gegen Plastiktüten und Polyester-Netze kämpfen müssen.
Bei so einem ungleichen Gefecht, hätte ich vermutlich auch kontinuierlich schlechte Laune.
Es ist der perfekte Ort für Menschen, die einmal sehen wollen, dass es Lebewesen gibt die noch älter sind als der vergessene Emmentaler in der Gemüseschublade Deines Kühlschranks. 🙈
Solltest Du Dich also aus irgendeinem Grund einmal nach Glyfada verirren, wäre ein Besuch im “Sea Turtle Rescue Centre”, ein absolutes Muss… Schon um eine 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐒𝐩𝐞𝐧𝐝𝐞 dazulassen. 😉
Glyfada ist also kein Ort der großen Sehenswürdigkeiten.
Es sei denn Du spielst Golf…
Hier in Glyfada findest du den einzigen 18 Loch Platz von ganz Athen…
Woher weiß ich das?... Hab´s gegoogelt. 🤷♂️
Man soll uns ja nicht nachsagen, wir würden für unsere Reiseberichte nicht ausreichend recherchieren.
Vermutlich ist das auch einer der Gründe, warum in dieser Stadt mehr SUV´s in der Größe eines Einfamilienhauses herumknattern, als E-Scooter in Berlin Kreuzberg die Bürgersteige blockieren.
Also Golf kann Glyfada… wer also Interesse hat… bitteschön.
Ansonsten kommt Glyfada eher etwas subtiler daher…
Was auf dem ersten Blick wirkt, wie der verzweifelte Versuch ein Refugium für Yuppies und Schildkröten zu schaffen, bietet bei näherer Betrachtung nicht nur Meerblick und Menschen, die sich hinter coolen Designer-Brillen verstecken, sondern auch 𝐝𝐞𝐧 𝐅𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫, 𝐝𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐬 𝐞𝐢𝐧𝐟𝐚𝐜𝐡 𝐬𝐨 𝐞𝐢𝐧 𝐩𝐚𝐚𝐫 𝐅𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 aus seinen, ohnehin recht spärlichen Fang 𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐤𝐭 und den 𝐊𝐞𝐥𝐥𝐧𝐞𝐫, der uns lächelnd das Souflaki auf den Tisch stellt und in fließenden griechisch zu uns sagt „𝐃𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡…𝐠𝐮𝐭“.
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭.
01.01.2026
𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐠 𝟏𝟏𝟕𝟑
ℙ𝕣𝕠𝕛𝕖𝕜𝕥 𝟚𝟘𝟚𝟞 - 𝕊𝕪𝕟𝕒𝕡𝕤𝕖𝕟-𝕂𝕚𝕣𝕞𝕖𝕤 𝕫𝕦𝕞 𝕁𝕒𝕙𝕣𝕖𝕤𝕨𝕖𝕔𝕙𝕤𝕖𝕝.
Unser 𝐯𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞𝐫 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐬𝐰𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥 auf Tour liegt nun auch hinter uns.
2x in Marokko, 1x Tunesien und dieses Jahr durften wir in Griechenland den Rutsch in das neue Jahr verschlafen. 😉
Es soll Menschen geben, die bekommen bereits nach 3 Wochen Camping einen Nervenzusammenbruch, vielleicht weil der Toilettendeckel schief sitzt…
Wir bekommen es seit 3 Jahren tatsächlich immer noch auf die Reihe, unsere klaustrophobischen Ambitionen, die auf 12 m² Wohnfläche schonmal aufkochen können so zu kanalisieren, dass sie letztendlich als wohlschmeckendes Nudelgericht im Kochtopf landen… Als „𝐏𝐚𝐬𝐭𝐚 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐟𝐫𝐮𝐬𝐭𝐚“ sozusagen.
𝟏𝟏𝟕𝟑 𝐓𝐚𝐠𝐞 sind wir nun unterwegs auf den Straßen dieser Welt…
… 1173 Tage 𝐀𝐛𝐞𝐧𝐭𝐞𝐮𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐝 𝐄𝐫𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧, die uns niemand mehr nehmen kann… außer vielleicht eine Fronttemporale Demenz.🤦♂️
Jeden Tag werden wir uns mehr der Tatsache bewusst, dass wir wahren Reichtum nicht an dem messen können, was wir an materiellen Dingen besitzen.
Unser kleines Zuhause auf 4 Rädern, 2 Menschen, die einander festhalten und sich gegenseitig Kraft geben und einen kleinen Beagle, der jeden Morgen mit neugierigen Blicken den Tag begrüßt…
… und natürlich diese Welt, in der es noch soviel zu entdecken gibt, wenn...
... ja, wenn man nur mit den richtigen Augen hineinschaut, in diese Welt.🤷♂️
Denn damit meine ich jetzt nicht zwingend die vielen Orte, die wir bisher bereist haben…
… damit meine ich genauso 𝐃𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐆𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧 vor der Haustüre, den 𝐊𝐨𝐥𝐥𝐞𝐠𝐞𝐧 oder die Kollegin, die dir jeden morgen ein Lächelnd schenkt, oder der Kühlschrank, der immer 𝐞𝐭𝐰𝐚𝐬 𝐳𝐮 𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧 enthält, wenn Du ihn öffnest…
… Ich meine den Morgen an dem Du aufwachst und du 𝐝𝐚𝐧𝐤𝐛𝐚𝐫 dafür bist, dass es ist, wie es ist.
𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐝𝐚𝐧𝐤𝐛𝐚𝐫…
… für jeden Moment
… jede Begegnung, jeden Menschen, die unseren Weg kreuzen
… für all diejenigen, die uns hier auf Social Media begleiten und virtuell mit uns reisen.
… für die Freunde zuhause, die in Gedanken an unserer Seite sind.
Nichts muss perfekt sein, um wunderschön zu sein.
Es braucht keine großen Dinge, um ein Herz zu erfüllen…
Es liegt einzig und allein an uns selbst, was wir zu „großen Dingen“ machen…
Im positiven genauso, wie im negativen Sinne. 🤷♂️
Wir für unseren Teil sind dankbar, für das was war… das was ist… und das was noch auf uns wartet.
Für jeden Sonnenaufgang, der noch kommt, für jeden Kilometer, den wir noch fahren dürfen, für jede Geschichte, die ich auf diesem Reiseblog noch schreiben darf.
Am Ende ist es das was zählt…
Nicht der Weg, den man wählt, sondern das Gefühl, das man mit diesem Weg verbindet.
„𝐆𝐥𝐮𝐞𝐜𝐤 𝐢𝐬𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐤 𝐝𝐞𝐬 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐜𝐤𝐬𝐚𝐥𝐬, 𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 𝐝𝐚𝐬 𝐄𝐫𝐠𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬 𝐃𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐝𝐚𝐧𝐤𝐞𝐧“.
Wie der eine oder andere von Euch weiß, ist dies bereits seit langem mein 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐥𝐢𝐧𝐠𝐬𝐥𝐞𝐢𝐭𝐬𝐚𝐭𝐳.
Was für den einen oder anderen von Euch vermutlich klingt wie ein Wandtattoo, das man bei KiK am Grabbeltisch kaufen kann, ist in Wirklichkeit eher wie eine thailändische Nudelsuppe.
Es wirkt auf den ersten Blick recht banal, brennt aber ordentlich nach, wenn man tiefer darin löffelt.
In meiner Praxis, erntete ich bei meinen Klienten für diesen Satz in der Regel erst einmal leicht irritierte Blicke…
Als hätte ich vorgeschlagen, die Schwerkraft gegen gute Laune zu ersetzen. 🤷♂️
Aber wenn man mal ganz entspannt und, man wagt es kaumzu sagen…
vernünftig darüber nachdenkt, dann ist es eines der wohlwollendsten Botschaften, die man einem Menschen überhaupt mitgeben kann.
„Schicksal“ ist ja bei vielen von uns die Lieblingsausrede für so ziemlich alles.
Wenn es regnet, ist das Schicksal schuld, wenn die Bahn zu spät ist, ist es das System und wenn man schlechte Laune hat, ist es sowieso die Gesamtsituation…
Wer heutzutage lächelt steht unter dem dringenden Verdacht, sich nicht ausreichend über die aktuelle Weltlage informiert zu haben oder unter einer Persönlichkeitsstörung zu "leiden".
Zugegeben… seit ich nach diesem Satz lebe, ist es erstmal ein wenig anstrengender geworden.
Dieser Leitsatz nimmt mir nämlich die wunderbare Ausrede, dass das Schicksal ein A…loch ist.
Vorher hatte ich es einfach…
„𝐷𝑖𝑒 𝑆𝑡𝑒𝑟𝑛𝑒 𝑠𝑡𝑒ℎ𝑒𝑛 𝑒𝑏𝑒𝑛 𝑠𝑐ℎ𝑙𝑒𝑐ℎ𝑡“ oder „𝐷𝑎𝑠 𝑈𝑛𝑖𝑣𝑒𝑟𝑠𝑢𝑚 𝑖𝑠𝑡 𝑔𝑒𝑔𝑒𝑛 𝑚𝑖𝑐ℎ“… und überhaupt sind 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐮𝐥𝐝, an meiner Misere… 𝐛𝐚𝐬𝐭𝐚!
So konnte ich mich gemütlich auf meiner Couch zurücklegen und die Verantwortung für mein Leben nach Außen delegieren.
Wenn ich heute schlecht gelaunt bin, weil ich mir morgens den Zeh an der Badezimmertüre zertrümmert habe, was ja letztendlich ein physikalischer Vorgang epischer Grausamkeit ist, dann liegt dies nicht an der Badezimmertüre…
Sondern an der Tatsache, dass ich die Badezimmertüre nicht als Herausforderung zur persönlichen Weiterentwicklung meiner Achtsamkeit begriffen habe.
Das klingt zwar erstmal komisch… aber versprochen... es funktioniert…
Im Einklang mit der Badezimmertüre…
... die im Grunde nichts anderes getan hat, als dort zu verweilen, wo ich sie gestern Abend platziert habe. 🤷♂️
Auch meine Gedanken sind nicht immer ein Zen-Garten, in dem ein kleiner Mönch meditativ seine Kieselsteinchen harkt…
Manchmal habe auch ich in meinen Kopf einfach ein Rudel Waschbären mit ADHS und einer Überdosis Amphetamin, die in einer Mülltonne eine Blechtrommel gefunden haben.😉
Aber dann schüttle ich mich und schau mich um… dann sehe wieder die kleinen Dinge, die mich glücklich machen könnten, wenn ich ihnen nur die nötige Aufmerksamkeit schenke.
Glück ist ein wenig, wie ein gut sortierter Werkzeugkasten…
Wenn in meinem Kopf das Chaos regiert, finde ich den Zehner Schlüssel nur schwer unter dem ganzen Schrott von gestern oder vorgestern.
Glück ist für mich im Grunde die Fähigkeit, seine Erwartungen so weit zu justieren, bis sie bequem in das eigene Gehirn passen ohne überall anzustoßen.
Das Schicksal liefert letztendlich nur den Rohbau…
Den Innenausbau sollte schon jeder selbst gestalten.Wenn ich jedes Fenster mit dunklen Vorhängen ausstatte, brauche ich mich nicht wundern, dass es recht düster in meinem Inneren bleibt.
Ok… nun soll es genug sein, mit meiner 𝐮𝐧𝐟𝐫𝐞𝐢𝐰𝐢𝐥𝐥𝐢𝐠𝐞𝐧, 𝐩𝐬𝐲𝐜𝐡𝐨𝐭𝐡𝐞𝐫𝐚𝐩𝐞𝐮𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐙𝐰𝐚𝐧𝐠𝐬𝐛𝐞𝐫𝐢𝐞𝐬𝐞𝐥𝐮𝐧𝐠 …
Es war auch mehr oder weniger ein Selbstgespräch.😉
Kommen wir also wieder zurück in das 𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐝 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭… oder besser gesagt … zum vergangenen Jahr.
Die 𝐒𝐢𝐥𝐯𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫-𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭 verbrachten wir in 𝐆𝐥𝐲𝐟𝐚𝐝𝐚, einen Vorort von Athen.
Mit knapp 90.000 Einwohnern, ist Glyfada jetzt nicht gerade das lauschige Dörfchen, in dem man um 20.00 Uhr die Bürgersteige, aufgrund verordneter Nachtruhe hochgeklappt.
Aber immerhin hatten wir trotzdem die Hoffnung, dass sich hier, im Vergleich zu Athen, die Knallerei etwas in Grenzen hält.
Denn ihr solltet wissen, dass auch unser Oscar zu den allgemein verbreiteten, vierbeinigen „𝐊𝐧𝐚𝐥𝐥-𝐀𝐥𝐥𝐞𝐫𝐠𝐢𝐤𝐞𝐫𝐧“ gehört, die bei Feuerwerk gerne mal emotional eskalieren.
𝐃𝐚𝐡𝐞𝐫 𝐞𝐫𝐠𝐫𝐢𝐟𝐟𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐌𝐚𝐬𝐬𝐧𝐚𝐡𝐦𝐞𝐧:
Der Plan…
„𝐒𝐭𝐫𝐚𝐧𝐠𝐞𝐫 𝐓𝐡𝐢𝐧𝐠𝐬 𝐒𝐭𝐚𝐟𝐟𝐞𝐥 𝟓“ in ausreichender Lautstärke.
So sollte mit der Unterstützung wild herumbrüllender Demogorgons die akustische Außenwelt von uns ferngehalten werden.
Das klingt dann tatsächlich etwas „strange“… verfehlte aber nicht seine Wirkung. ☺️
Als 𝐍𝐨𝐭𝐟𝐚𝐥𝐥𝐩𝐥𝐚𝐧 gab es noch eine Playlist mit Songs aus den 80ern und 90ern, dessen Inhalte meine Eltern damals vermutlich als „𝐇𝐨𝐭𝐭𝐞𝐧𝐭𝐨𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐌𝐮𝐬𝐢𝐤“ bezeichnet hätten, die aber zum Glück nicht zum Einsatz kommen musste.
𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐰𝐢𝐫 𝐡𝐚𝐞𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐞𝐬 𝐰𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐦𝐮𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧… 🤷♂️
Natürlich sahen wir uns konditionell nicht in der Lage, den Jahreswechsel in einem bewussten Wachzustand zu begrüßen.
Stattdessen wurde ich pünktlich um 0.00 Uhr Ortszeit von einer Hundepfote geweckt, die versuchte sich in meine rechte Augenhöhle zu bohren, während die restlichen 3 Pfoten unseres verängstigten Beagles zitternd meinen Brustkorb malträtierten. 🙈
Doch zum Glück hielt dieser Zustand nicht allzu lange an…
Nach knapp 10 Minuten ging die Bevölkerung Glyfadas wieder ihren routinemäßigen Aktivitäten nach und so konnten auch wir den Inhalt unseres Streaming-Abends weiter (alb)traumatisch aufarbeiten.
So erlebten wir den Übergang in das neue Jahr spektakulär unspektakulär.
Wie bereits angedeutet, befinden wir uns ja immer noch im Dunstkreis von Athen… und zwar aus Gründen.
Einer davon wäre, dass wir noch die eine oder andere Bestellung erwarten, die vermutlich erst Mitte Januar hier in Glyfada ankommt, was uns aktuell an einen großräumigen Ortswechsel hindert.
Aber was soll es… 🤷♂️
...im Grunde ist es ja auch nicht wichtig, wo genau wir unsere Tage verbringen…
So stehen wir halt noch ein wenig hier in Glyfada herum.
Auch wenn es jetzt für den Jahreswechsel nicht der Hotspot Griechenlands sein sollte, könnte ich mir vorstellen, dass so mancher, zuhause gebliebener Mitleser zu gerne mit uns die Location tauschen würde.
Glyfada liegt ein paar Kilometer südlich von Athen und ist im Grunde dessen Schlafzimmer.
Meer, Palmen, jede Menge Cafés, schicke Läden und Menschen die aussehen, als können sie sich das alles auch leisten.
Und wir mittendrin… auch wenn wir hier am Yachthafen eher den Eindruck vermitteln, dass wir hier zur Abholung für die kommende Altkleidersammlung abgestellt wurden, haben wir es uns hier erstmal gemütlich gemacht, um die besagten Lieferzeiten relativ komfortabel zu überbrücken.
So lassen auch wir das Jahr 2025 hinter uns und begrüßen 2026…
2026… ein Jahr, das jetzt bereits klingt, als hätte es weltpolitisch einiges für uns in petto …
Als wollte es uns sagen:
"𝐼𝑐ℎ ℎ𝑎𝑏´ 𝑑𝑎 𝑚𝑎𝑙 𝑤𝑎𝑠 𝑣𝑜𝑟𝑏𝑒𝑟𝑒𝑖𝑡𝑒𝑡… 𝑢𝑛𝑑 𝑠𝑐ℎ𝑛𝑎𝑙𝑙𝑡 𝑒𝑢𝑐ℎ 𝑠𝑐ℎ𝑜𝑛 𝑚𝑎𝑙 𝑎𝑛… 𝑒𝑠 𝑤𝑖𝑟𝑑 𝑘𝑜𝑚𝑝𝑙𝑖𝑧𝑖𝑒𝑟𝑡."
Wenn es draußen verrückt wird, dann machen wir es uns drinnen gemütlich… auf unseren 4 Rädern… irgendwo zwischen Olivenbäumen und Strandpromenaden.
So halten wir es wie Johann Strauß in seiner „Fledermaus“
"𝑮𝒍𝒖𝒆𝒄𝒌𝒍𝒊𝒄𝒉 𝒊𝒔𝒕, 𝒘𝒆𝒓 𝒗𝒆𝒓𝒈𝒊𝒔𝒔𝒕, 𝒘𝒂𝒔 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒛𝒖 𝒂𝒆𝒏𝒅𝒆𝒓𝒏 𝒊𝒔𝒕"
Wenn die Welt schon anfängt auszuflippen… Dann doch bitte mit Meerblick. 😉
In diesem Sinne… 𝐟𝐮𝐞𝐡𝐥𝐭 𝐄𝐮𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐤𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭 und ein tolles und vor allem gesundes Jahr 2026.
(P.S. Das Bild wurde ein "ganz klein wenig" durch KI gepimpt😉)
Februar 2026



















































