Willkommen bei Ulrike, Holger & Oscar
unser kleiner Reisblog

Unser Reisetagebuch 2008 - Thailand, Kambodscha, Borneo

Dieses Reisetagebuch wird aktuell noch bearbeitet. 



Donnerstag, 20. Dezember 2007
Unser Urlaubstagebuch ist dank Wolfgang, fertig. 

Nun wartet es auf unsere Einträge aus Südostasien. Wir haben dieses Tagebuch aus verschiedenen Gründen in´s Leben gerufen: 

Erstens... 

Damit die "Daheimgebliebenen" immer wissen, dass es uns gut geht.
Denn wir haben kein Pauschal-Urlaub gebucht, sondern fliegen einfach "ins Blaue". 

Geplant ist der Hinflug am 08.01.2008  und der Rückflug am 04.03.2008.  Was dazwischen passiert wird sich entwickeln und kommt auf unsere Lust und unsere Laune an.
Als grobe Richtung haben wir uns gedacht, dass wir uns nach der Landung in
Bangkok erstmal ein paar Tage akklimatisieren. 

Danach soll es in Richtung "Pattaya" gehen. Wir wissen zwar, dass das  eine der  "Touri - Hochburgen" Thailands ist, die wir normalerweise vermeiden möchten, haben aber einen Deutschen im Internet kennengelernt, der dort seit 18 Jahren wohnt. Mit ihm wollen wir uns treffen. 

Danach soll es ein paar Tage auf eine Insel gehen...  "Relaxen"... von was auch immer. 

Später geht es, laut Plan nach Angkor in Kambodscha. 

Von dort aus soll es dann in Richtung Süden gehen, bis Kuala Lumpur, Malaysia. 

Danach noch evtl. Singapur und dann wieder durch Thailand Richtung Norden. 

So der der vorläufige Plan. Was wir davon auch immer in die Tat umsetzen, werden wir erleben... Ob wir wollen oder nicht. 

Weitere "Pflichtprogramme" wären das Chinesische Neujahrsfest am 10.02.2008 in Nakhon Sawan und die FULLMOON PARTY auf Ko Phangan in der Vollmondnacht am 22.02.2008.
Wer mehr über diese Events wissen möchte, darf Wikepedia oder Google bemühen oder weiter unseren Reiseblog verfolgen. 😉

Was nun letztendlich wirklich aus uns wird, dort in Süsostasien, und wo uns die Zeit, unsere Motivation und unsere verrückten Ideen hinführen werden wir, und dank diesem Tagebuch letztendlich auch Ihr sehen und zumindest virtiuell miterleben. 

Daher eine Bitte: 

Sollte euch also auffallen, dass hier länger als 7 Tage, ohne Vorankündigung kein neuer Eintrag zu sehen sein, dürft ihr uns gerne suchen kommen.

Zweitens: 

Zum Zweiten haben wir dieses Tagebuch erstellt, damit wir hier unsere Eindrücke, Gefühle und Stimmungen, niederschreiben können. So werden wir eine sehr schöne Erinnerung an diesen Urlaub haben und können gleichzeitig unsere Freunde und Bekannten daran teilhaben lassen.
Doch erstmal Weihnachten und der Jahreswechsel. 

Trotzdem wird die Zeit bis zum Flug jetzt "wie im Fluge" vergehen. 

(war das nicht ein cooles Wortspiel ? 😜




Dienstag, 01. Januar 2008
Unser erstes Urlaubsfoto entstand bereits am 07.06.2007. Es war der Tag an dem unsere Flugtickets im Briefkasten lagen.





Mittwoch, 02. Januar 2008

Unsere Urlaubskasse.


Beharrlich sparte Holgers Mama fast 1 Jahr lang 2 € Münzen.
Es kam eine echt beachtliche Summe zusammen, die wir hier aus Disrketionsgründen nicht nennen wollen. Zumindest leisteten sie einen beträchtlichen Beitrag zu unserem Urlaubsbudget.
Hierfür sei sie hier mal ganz öffentlich kräftig geknuddelt und geküsst.
"Vielen Dank"🤗
Auch
Ulrikes Mama ließ es sich nicht nehmen, einen recht großen Betrag zu unserer Urlaubskasse beizusteuern.
Auch ihr gebührt ein "Riesenknuddler" und ein
dickes DANKESCHÖN🙏




Montag, 07. Januar 2008
Die letzten Vorbereitungen...
Die Rucksäcke sind gepackt, gleich noch schnell die üblichen, vergessenen Dinge nachkaufen... dann werden wir so langsam in den Westerwald zu den Eltern aufbrechen.
Von dort aus werden wir heute Nacht, so gegen 2.00 Uhr, zum Frankfurter Flughafen gefahren.
Dann liegen sie vor uns, 57 Tage Südostasien.
Die nächsten Zeilen dieses Tagebuches werden wohl in Bangkok geschrieben, vorausgesetzt, wir landen nicht irgenwo im Pazifik. ☺️




Abflug 08.01.2008
um
06.40 Uhr mit "Al Italia" von Frankfurt a.M. nach Rom.
Ankunft in Rom ca. 8.30 Uhr

Abflug 08.01.2008 um 13.40 Uhr mit Al Italia von Rom nach Bangkok.
Ankunft in Bangkok ca.
23.30 Uhr (5.30 Uhr Ortszeit)
Gesamte Flugstrecke :
9.812 KM
Flugzeit :
11 Stunden 25 Minuten
Wartezeiten :
5 Stunden 10 Minuten
Und nun ???? ... Schaumama😉



Tag 1/57
Bangkok, 09.01.2008, Ortszeit 20.50 Uhr
Angekommen !!!

Geflogen sind wir mit "China - Air". 

Das klang erstmal ein wenig befremdlich, war aber überaus angenehm und komfortabel. 

Vor jedem Sitz ein Videomonitor mit Auswahl von gut 30 Videofilmen, auch in Deutsch, Musik, Videospiele und China TV.
Ok.. das Essen ließ ein paar Wünsche offen, aber gegen die "Aeroflot", die uns  vor 2 Jahren nach Thailand brachte, war es jedoch die absulute "Upper-class" .

Ortszeit 5.15 Uhr
Nach der ersten Zimmersuche für diesen Urlaub, ging es schnell ins
"MBK - Center".
Dort musste erstmal Holgers Rucksack ersetzt werden, der sich nach dem Hinflug aus wundersame Weise in Wohlgefallen auflöste. 

Ok... er hatte ja bereits vor 2 Jahren einen 4-wöchigen Thailandmarathon durchhalten müssen, also sei ihm eine gewisse Materialermüdung durchaus gegönnt.

Und auch Ulrike durfte bereits ihr erstes "Frusterlebnis" auf der Soll-Seite verbuchen. 
Zielstrebig steuerte sie auf der
Kao San Road auf eine Boutique zu, vor dem ein Rock hing,  der ihr recht gut gefiel.
Auf Anfrage, ob er denn auch in ihrer Grosse vorrätig sei, antwortete der Verkäufer auf seine charmant asiatische Art:
Sorry , but we have this skirt only in L not in XL !!!
RUMMS - 🙈.. 

Nun war es an Holger,  erstmal wieder entsprechende Aufbauarbeit zu leisten. 
Geplant sind nun erstmal
2 - 3 Tage Bangkok

Danach wird es wohl weiter nach Pattaya gehen, wo wir 2 Verabredungen haben.

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TAG 2/57
Bangkok, 10. Januar 2008, Ortszeit 18.22 Uhr
Die erste Nacht haben wir also hinter uns. 

Präziser ausgedrückt, war es eher ein Tag, denn wir haben bis 12.00 Uhr mittags im Bett gelegen. Der "Jetlag" haut ja doch ganz schön rein.


Morgen geht es dann ab nach Pattaya. 

Wir haben uns dort mit einem deutschen Auswanderer verabredet, der schon seit 18 Jahren dort in Jomtien wohnt. Ihn haben wir zufällig ueber EBAY kennengelernt. Desweiteren ist noch geplant, sich mit einem guten, alten Freund Urikes zu treffen, der sich ebenfalls z. Zt. in Pattaya aufhält.
Den Reiseführern nach zu urteilen, ist Pattaya genau der Ort, den wir auf unserer Reise eher  
n i c h t  besuchen möchten . 

Hier ist wohl der  "Ballerman" Thailands sozusagen. Aber wir lassen uns mal überraschen und wenn es so garnichts  ist, verbuchen wir es einfach unter
E R F A H R U N G. 🤷‍♂️


Bild 1 : Unsere erste Unterkunft. Fuer das Zimmer, das wir dort bewohnten, durfte man  keine Schuhgroesse ueber 40 haben. Ansonsten hätten die Schuhe nicht mehr vor das Bett gepasst, weil das Zimmer so mickrig war. Die Dusche war ein Schlauch neben der Gemeinschaftstoilette.
Aber wir wollen ja fuer 210 Bat (4.20 Euro) pro Nacht nicht meckern.




Tag 3/57
Pattaya, den 11. Januar 2008, Ortszeit 17.30 Uhr
Nun sind wir in Pattaya. Den prohezeiten "Ballermann" haben wir tatsächlich vorgefunden, aber zugegebnermaßen mit einem gewissen Charme. 

Wir wurden von "Benno" vom Busbahnhof abgeholt. 

Er hat uns auch gleich ein Zimmer organisiert, welches unsere Komfortansprüche, die seit unseren Unterkünften in Bangkok recht "bodenständig" geworden sind, nun um ein Weites überschreitet. 

Benno selbst, macht einen wirklich symphatischen Eindruck und hat uns bei seiner Familie zum Essen eingeladen. Wir freuen uns. 
Gleich werden wir uns allerdings erstmal in das berühmt-berüchtigte Nachtleben von Pattaya stürzen. Bericht folgt dann morgen. 

BILD:  Holger am Busbahnhof von Pattaya




TAG 4/57
Pattaya, den 12.01.2008, Ortszeit : 15.45 Uhr

Der Buchautor und Weltreisende
"Stefan Loose" hat zu Pattaya folgendes geschrieben :
"Die Stadt ist wie eine schlechte TV Soap..."

Obwohl sehr einfach gestrickt ist, kann sie, wenn man sich darauf einlässt, süchtig machen. Diesen Eindruck können wir nur bestätigen. 

Pauschaltourismus pur... 

Menschenmengen aus aller Herrenländer (Hauptsächlich jedoch Deutsche und Russen), im Vergleich zu anderen Regionen Thailands auch absolut überteuert, a b e r ...
... alles mit einem gewissen Charme, der irgendwie doch fasziniert und anzieht.. Warum auch immer.
So sind wir gestern auf der sogannnten
"Walking Street", der Amüsiermeile Pattayas auch prompt abgestürzt. 

Nach Ulrikes allersten Besuch in einer "GOGO Bar" und einer "Happy Our" für 39 Bath (78 Cent) pro Whiskey Cola, waren wir dann irgendwie recht guter Stimmung und Pattaya wurde schon im Geiste zu unserem zukünftigen Altersruhesitz. 🙈

Was wir natuerlich im nüchternen Zustand umgehend wieder revidierten. 


Bild 1 : Pattaya - Die Walking Street

Bild 2 : Ulrike bei der Annäherung an einheimische Trinkgebräuche "DER BUCKET"
(Halbe Flasche thailändischen Billig-Whiskey, 1 Dose Red Bull, eine Dose Cola, Eis) 

- haut tierisch in die Birne 😉




TAG 4/57
Pattaya 12. Januar 2008, Ortszeit 21.30 Uhr
Nach einen ergiebigen Strandaufenthalt um unsere ''Wunden" von gestern abend zu lecken, haben wir uns noch ein weiteres mal auf in das Nachtleben von Pattaya gestürzt.

Klingt komisch... ist aber so... man lebt schießlich nur einmal.  😉

Während Ulrike sich gerade eine ausgiebe Massage gönnte,  versuche ich Euch in dieser Zeit ein wenig auf dem Laufenden zu halten. 👍

Grossartiges Chatten ist hier in Pattaya allerings nicht möglich, da Internetcafes hier das Doppelte kosten als im Rest des Landes... Touristenhochburg eben. 

Daher haben wir auch beschlossen, uns übermorgen bereits in Richtung Kambodscha aufzumachen.
Trotz aller Annehmlichkeiten, was dieser Ort so bietet, d, ist es für uns doch nicht wirklich das
"echte Thailand", bzw. Asien, das wir eigentlich suchen. 
Wir werden uns daher wieder mit
dreckigen Zügen, luftigen Bambushütten und Plumpsklos zufrieden geben. 

Aber dafür bekommen wir auch wieder auch unberührte Natur, kilometerlange, einsame Palmenstrände, fantastisches, einheimisches Essen zu unverschämt günstigen Preisen und freundliche einheimische Menschen. 
Wir freuen uns darauf und werden Euch berichten, wie es mit uns wietergeht. 

Morgen  sind wir allerdings noch einmal mit Benno verabredet... Ihr wisst schon... der deutsche Auswanderer und unserer Ebay-Bekanntschaft.

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Bild 1 : Unser Guesthouse in Pattaya
Bild 2 : Ulrikes Reisebibliothek, wobei noch erwähnt sei, dass 4 Bücher schon in Bangkok
geblieben sind. Wir reisen halt mit kleinem Gepäck 😉




Tag 5/57
Pattaya, den 13.01.2008, Ortszeit : 15.50 Uhr
Erstens kommt es anders....
Ursprünglich wollten wir morgen nach Kambodscha aufbrechen. 

Aber Ulrike hat es mit einem dicken Schnupfen erwischt. Das erste mal, dass wir uns ein klimatisiertes Zimmer gönnen und prompt gibt es die Quittung. Wir hoffen, dass es bis morgen besser wird. Ich für meinen Teil, wage dies jedoch zu bezweifeln. 🤷‍♂️
Naja... ansonsten werden wir hier noch ein paar Tage das Ballermann-Feeling „auskosten",  bis Ulrike wieder fit ist.

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Bild 1: Pattaya
Bild 2: Ulrike im Taxi, ähhh auf‘m Taxi
Bild 3: Holger auf Werbetour für Koblenz.😉




Tag 6/57
Pattaya, Montag, den 14.01.2008, Ortszeit 10.45 Uhr
Wie erwartet hängen wir noch 1 oder 2 Tage in Patthaya dran. 

Das Risiko, dass Ulrike in einem Kuhnest, irgendwo zwischen Thailand und Kambodscha ernsthaft krank wird,  ist uns dann doch zu groß.
Ausserdem haben wir ja noch 2 Verabredungen.
Heute habe ich es das erste Mal in diesem Urlaub geschafft, meinen Hintern wieder etwas schneller zu bewegen. Sprich ich war endlich wieder joggen.
10 Kilometer von
Pattaya Beach zum Jomtien Beach und zurück. Und dann zum abkühlen ins Meer. Kommt gut ☺️
Das ist ein Laufen wie am Rhein. Solange man das Wasser sieht kann man sich nicht verlaufen😉
Ulrike liegt weiterhin im Bett und pflegt ihren Schnupfen. Aber ich hoffe, heute Nachmittag kann wie wieder aufstehen.




Tag 7/57
Pattaya, Dienstag, den 16. Januar 2008
Und wieder alles neu.....
wie sagte Henry Ford einmal:
"Was schert mich mein Geschwätz von gestern"
Noch in der Nacht haben wir unsere gesamte Urlaubsplanung erneut umgeschmissen.
Wir werden Kambodscha hinten anhängen und nun erstmal auf die Insel Ko Panghan reisen.
Das wäre eine 24 Stundenreise mit Bus, Zug und Schiff.
Dort findet am 22.01. die weltberühmte
"Fullmoonparty" statt. Bis es soweti ist, werden wir solange die Insel erkunden. Dann gibt´s die Big Party und danach dann erstmal weiter in Richtung Malaysia... So der Plan. 
Wir müssen darauf achten, dass wir nach
spätestens 30 Tagen mal das Land verlassen haben, um ein neues, 30 tägiges Touristen-Visum zu erhalten. 

Daher haben wir beschlossen erstmal in den tiefen Süden zu reisen, um uns dann ganz langsam, über die schönsten Ecken des Landes wieder nach Norden heraufzuarbeiten.
Nach
3 Stunden Busfahrt von Pattaya nach Bangkok, und einer 10 stündigen Zugfahrt von Bangkok nach Chumpongh warten wir jetzt auf die Fähre nach Ko Tao, um dann eine andere Fähre nach Ko Pha-ngan zu nehmen.
Nun haben wir erstmal eine
10 stündige Schifffahrt vor uns. 

Wir haben hier jetzt 21.50 Uhr und werden die Nacht auf dem Boot verbringen.
Nachträge, Bilder und mehr Infos gibt es, wenn wir mal wieder etwas stressfreier online sein können.
Bis dahin grüssen wir alle, die unser Tagebuch lesen ganz herzlich. 
ULRIKE & HOLGER

NACHTRAG:
Eine genaue Beschreibung unserer Reise ersparen wir uns an dieser Stelle. 

Nur soviel...  

Es war eine 31 Stündige Reise. Die Überfahrt auf der Fähre war recht angenehm, da wir die Möglichkeit hatten, in einem Sammelschlafraum ein wenig Schlafen zu finden, der lag da einfach so rum... haben wir uns dann genommen. 

Das Boot war ein Frachtschiff, in dem ein Raum als Personenschlafsaal umgebaut wurde... aber es war Ok und die Überfahrt war dafür relativ preiswert.

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Bilder: Reise nach Ko Pha-ngan




TAG 8/57
Ko Pha-ngan , Mittwoch, den 18.01.2008, Ortszeit 14.25 Uhr

Strandschaukeln

Ok... 

wir haben eingesehen, dass wir entweder für diese Insel zu alt geworden sind, oder sie sich schlicht und ergreifend in der letzten Jahren derart verändert hat, dass sie nichts mehr für uns ist. 

Daher lassen wir die "Fullmoon Party" "Fullmoon Party" sein und begeben uns weiter auf die Suche nach unserem Thailand. Das Thailand, das wir noch vor 2 Jahren kennenlernten. Exotisch und paradiesisch.
Wir werden die Küste wechseln und an die Westküste fahren. Erst einmal nach
Krabi. Dies haben wir als recht beschauliches, kleines Provinzstädtchen in Erinnerung, wo sich die Rucksacktouristen vor der Weiterreise auf die Inseln etwas ausruhen. Ohne jeglichen Pauschaltourismus. 

Wir sind gespannt, was davon heute noch übrig ist. Dort enstand übrigens auch das berühmte "Chang Bier Video". 😉
Wir haben gestern noch die
"Halfmoon-Party" erlebt. 

Wenn wir uns vorstellen, dass die Fullmoon-Party das Gleiche ist nur 20 - 50mal größer und lauter sein soll, brauchen wir das wirklich nicht mehr. Wir sind raus und mal weg. 

Vor 2 Jahren verkauften einige Bars alkoholische Cocktails aus kleinen Eimern. Sie nannten es "Bucket", ein Gemisch aus Whisky, Rum oder Vodka, dazu Red Bull, Cola und viel Eis.
Heute kann man die Dinger zum Selbstmixen am Strand kaufen.
Das amüsante ist, dass da nicht einer, auch nicht 10 sondern gleich dieser 40 Stände hintereinander mit demselben Angebot stehen. 

Wenn man an diesen Ständen vorbeischreitet, kommt man sich vor wie im Eroscenter, beim vorbeischreiten an den berüchtigten Zimmern, in dem gewisse Damen um die Gunst der Kunden buhlen. (ich verbitte mir im Vorfeld jegliche Bemerkungen darüber, woher ich dieses Wissen besitze 🙈)
Nichts gegen die Thais, aber was ihren Geschäftssinn angeht, kann man nur den Kopf schütteln. 

Wenn einer eine Idee hat, die halbwegs gewinnbringend läuft, kopieren es umgehend alle anderen. Ohne Rücksicht darauf, ob der Markt es überhaupt hergibt.

Nicht, dass man Alternativmärkte suchen und sogar erschließen würde... Es wird kopert auf Teufel komm raus. 
Auch die Internetpreise, sind hier auf der Insel gut 5x höhrer als auf dem Festland, Uns wurde erklärt,  Man träfe sich 1x im Monat um diverse Preisabsprachen zu treffen, damit man sich nicht gegenseitig zu sehr unterbietet. 

Dafür im Schulfach "Freie Marktwirtschaft" erst einmal eine glatte 6 für die Thais.
Das Resultat habe ich mir gestern wirklich mal angeschaut. 

Am "Hat Rin Beach", wo wir z. Zt. wohnen, wimmelt es nur so von Internetcafes. Nur sie sind   A L L E  leer. Das Personal spielt darin entweder selbst Onlinespiele oder sich einfach an den eigenen Füßen. 
Dazu fällt mir spontan nur der beruehmte Spruch von Obelix ein.
"Die spinnen, die Thais"

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Unser "Badezimmer" in unserer Strandvilla


Bilder: Die Bucketstände, soweit das Auge reicht / Unsere Unterkunft in Ko Panghan 




Ko Pangghan Freitag, 18. Januar 2008


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Bild 1: Ulrike in ihrem Element
Bild 2: Der Hat Rin Beach 
              Am 22.01 zur Fullmoon Party werden sich an diesem Strand über 10.000                Menschen tummeln
Bild 3: Eine Übersichtskarte von Ko Panghan
Bild 4: Ulrikes Sunset-Party




Tag 10/57
Krabi, Samstag, den 19.01.2008, Ortszeit 20.33
Abreise:
Wir haben heute Morgen Ko Pangghan verlassen. 

Wie gestern schon geschrieben, haben wir auf die Fullmoon Party einfach mal gesch...
Unser Taxi ging heute Morgen um 6.00 Uhr in Richting Hafen. 

Dies hieß, um 5.30 Uhr mussten wir die Hütte verlassen. 

Wir haben, trotz aller Unannehmlichkeiten sehr die Lage unserer Hütte genossen.


5 Meter bis zum Wasser... bei Ebbe 🙈


Sie lag, wie schon einmal beschrieben,  d i r e k t   am Strand, keine 5 Meter von der Wasserkante. Das heißt... bei Ebbe waren es ca. 5 Meter. 

Die letzten Nächte kam uns das Meeresrauschen schon immer recht laut vor. In etwa,  als wenn es gegen unsere Bugalowtüre klatschen würde. Aber wenn wir so gegen 9.00 Uhr das Licht der Welt erblickten, war die Selbe immer in Ordnung.🤷‍♂️
Das Problem: Heute war für uns bereits um 5.00 Uhr die Nacht zu Ende... und es war Flut. Den Rest überlassen wir gerne Eurer Fantasie. 🙈
Das Wasser stand bis vor unserer Türe. Also stapften wir erstmal 500 Meter, mit je 20 Kilo schweren Rucksäcken durch die Brandung des Meeres, um das Taxi am nächsten Resort zu erreichen. Nun hatten wir auch die Antwort, warum uns kein Taxi direkt an unserem Resort abholen wollte 🤦‍♂️
Naja, was soll es. Nach
3 Stunden Fahrt mit der Fähre und ca. 5 Stunden mit dem Bus, sind wir nun in Krabi gelandet.



Bild 1: Ulrike watet morgens um 5.30 Uhr durch das Meer zum Taxi
Bild 2: Abschied von Ko Panghan

Nachtrag: 

Endlich wieder "Zuhause"

Bereits auf unserer Reise im Jahr 2006 hatten wir Krabi besucht. 
Und hier in Krabi angekommen haben wir sofort gemerkt: Hier sind wir wieder in dem Thailand, in das wir uns so verliebt haben... 

Wenige Touristen... faire Preise... keine Abzocke, keine blöden Anmach-Sprüche und das Beste.....
... wir haben unseren
"Suppenkapser" wieder.
Der "Suppenkasper ist eine Strassenküche am Pier, mit dem besten Essen in der ganzen Umgebung... was sollen wir sagen... in ganz Thailand. 😋

Wir waren bereits vor 2 Jahren schon hier und haben uns jetzt richtig gefreut, dass es ihn zum einen noch gibt und zum anderen, dass das Essen noch genauso köstlich und preiswert ist. 

Nicht zuletzt deswegen haben wir beschlossen, uns noch ein paar Tage länger in Krabi aufzuhalten. So können wir nach dem ganzen Reisestress erst einmal ein wenig herunterkommen. 


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Tag 11/57
Krabi, Sonntag, den 20.01.2008, Ortszeit 14.00 Uhr

" B A B A B O B O "
Das soll die Ueberschrift fuer den heutigen Tag sein.
"Bababobo" ist thai und bedeutet soviel wie
"verrückt".
Und genau dafür könntet ihr uns nach der heutigen Entscheidung halten.🙈

Aber von Anfang an...
Nachdem wir uns gestern in Krabi gemütlich niedergelassen haben und die Ruhe dieses Provinznestes genießen, sind wir heute Morgen entsprechend entspannt und gutgelaunt aufgestanden. 

So haben wir uns ein gemütliches Cafe ausgeguckt, in dem wir "dem lieben Gott einen guten Mann sein lassen konnten". 

Dort haben wir uns dann auch mal mit dem Thema "Respond-Ticket" beschäftigt. Dies ist ein "Aus- und wieder Einreise Ticket", das man benötgt, wenn man länger als 30 Tage in Thailand bleiben will. 

Nun... da wir uns ja ohnehin recht südlich von Thailand befinden, lag die Überlegung nahe, mal kurz nach Malaysia "ruberzuhüpfen". 

Also blätterte Ulrike, einen "Waterlemon-Shake" schürfend in unserem gebrauchten Malaysia-Reiseführer, den wir irgendwo in Bangkok von einem Strassenhändler erstanden hatten. 

Ich entspannte gerade noch nicht ahnend, mich hingebungsvoll meinem "Banana-Shake" widmend so vor mich hin und genoss einfach das Nichtstun. Wie man das eben in seinem Urlaub so macht. 

Plötzlich kam ES...  Ohne Vorwarnung... Ohne irgendwelcher Anzeichen... 

Ulrikes absolut unübertroffenes und einmaliges "Dasmöchteichaberhabengesicht". 🙈

Wer Ulrike etwas besser kennt, weiss genau, von welchem Gesicht ich gerade rede.

Das erste mal, als ich es sah, öffnete sie mir 2004 die Türe ihrer Wohnung in Berlin, als ich sie das erste mal besuchte. 😉

Dieses mal wollte Ulrike "Orang Utans" ... 

Nicht im Zoo... nicht in einer Doku auf ZDF... NEIN.. in freier Wildbahn... zususagen zum Anfassen.

Denn da gibt es eine Urang Utan - Auffangstation in "Sepilok"... das hat sie gerade im Reiseführer gelesen.  Uns jetzt war es wieder da... dieses "Dasmöchteichaber habengesicht".

"Naja, warum auch nicht"... dachte ich noch in meinem optimistisch, infantilen Leichtsinn.

Doch dann erfuhr ich, Sepilok liegt nicht etwa in Malaysia, auch nicht in Thailand und schon garnicht in Kambodscha, den Ländern, die ja ursprünglich mal als realistische Reiseziele geplant waren.
NEINNEINNEIN, wo denkt ihr hin. Sepilok liegt auf
Borneo.

Und damit ihr weder "Googlemap", noch den im Keller am vor sich hin modernden "Dierke Schulatlas" bemühen müsst, hier eine kleine Lagebeschreibung: 

Borneo liegt unterhalb der Philipinen, also gut und gerne 3000 - 4000 KM südlich von unserem aktuellen Standort.
Jahaaaaa, wenn Ulrike mal Ideen hat... dann richtig.🤦‍♂️

4.000 KM den Erdball rechtsabwärts zum Urang Utan streicheln...  Jawoll!!! ... Das  ist unser Plan. 
Die Idee war einfach zu verrückt, um sie wieder zu verdrängen und da wir ja beide keine Kinder der Vernunft sind... Ab ins nächste Reisebüro und die Planung für die nächsten 14 Tage war perfekt.


Am 23.01 geht es per Flugzeug nach
"Kuala Lumpur", Malaysia (wo Ulrike sowieso immer mal hin wollte, also 2 Fliegen mit einer Klappe).
Dann weiter im Flieger nach Sandakan auf Baorneo .
Von da aus dann runter nach Sepilek, in den Regenwald, Orang Utans streicheln. 🙈

Also wenn das nicht "BABABOBO" ist, dann weiss ich es nicht. Aber so sind wir nun mal :-)


Bild:
Ulrike mit ihrem *Ichwillnachborneoundurangutansstreichelgesicht*
Wer soll denn den Augen widerstehen???




Tag 12 / 57
Krabi, Montag, den 21.01.2008, Ortszeit 10.15 Uhr
VORURTEILE
Gestern abend hatten wir beschlossen unsere "Urang-Utan-streichel-Trip-Entscheidung" enstprechend zu begießen. 

Auch an dem, touristisch eher noch unerschlossenden Krabi ist das "Bucket-Fieber" nicht ganz spurlos vorbeigegangen. Das bedeutet, auch hier werden in Bars diese im Grunde recht schmackhaften, aber ansonsten auch konsequenzträchtigen Eimerchen verkauft. 

Allerdings haben wir auf Ko Pangghan gelernt, dass man sich die Dinger ja auch selbst mixen kann. 

Also  sind wir gestern Abend losgestiefelt, um uns die ensprechenden Essenzen zu organisieren: Somsoong-Rum, Cola Zero (wir achten ja auf unsere Figur🙈), Red Bull (oder doch nicht?) und Eis. Achja, nicht zu vergessen. Der Eimer, was sich anfangs tatächlich als die grösste Herausforderung herausstellte.
Trotz einiger Organisationsschwierigkeiten haben wir dann doch alle Zutaten zusammenbekommen und  uns dann ganz gemütlich in den Innenhof unseres Guesthouses vor unserem Appartment gesetzt. 

Es war schön zu beobachten, wer dort so alles vorbeiläuft, um in seine Zimmer zu gelangen. 
Unter anderem fiel uns ein Mann auf, der ein paar mal an uns vorbeitorkelte. In etwa in unserem Alter und offensichtlich bereits recht gut "betankt".

Wir hielten ihn für sturzbetrunken und stempelten ihn auch schnell als besoffenen Farang (*siehe unten) ab.
Neben uns wohnt ein Franzosenpärchen. Der Mann saß ebenfalls noch auf der Terasse und genoss seine Abendzigarette bei einem Buch. 

Er wurde von dem "Farang" erst auf deutsch, dann auf englisch angesprochen. Als wir ihn deutsch sprechen hörten, zuckten wir erstmal zusammen und drehten unsere Köpfe erstmal ganz unauffällig vor uns hinpfeifend in die entgegengesetzte Richtung. ... Nur keine Aufmerksamkeit erregen...  Ein angetrunkener, deutscher Touri war so ziemlich das Letzte, was wir uns für heute abend als Gesellschaft gewünscht hätten. 

So waren wir auch froh, dass er dann schnell wieder in Richtung Bar schwankte.
Doch hielt diese Erleichterung nicht sehr lange an, denn er kam recth zeitnah wieder um die Ecke getorkelt und sprach dann auch uns an. 

Allerdings wusste er nun bereits, dass wir der deutschen Sprache mächtig sind. 

Er musste uns wohl schon tagsüber,  im Interncafe beobachtet haben. 

Nun ja... nun waren wir ja schon mal "ertappt",  also ließen wir uns auch auf ein Gespräch mit ihm ein. 

Seltsamerweise lallte er, trotz seines torkelnden Ganges nicht.  Später fanden wir auch heraus warum. Er war nicht betrunken, sondern aufgrund eines Mopedunfalles, hier in Thailand schwerbehindert... Beide Knie zertrümmert. 

Auch war er kein Tourist, sondern lebt seit 8 Jahren hier in Thailand.
Allerdings ist er mehr oder weniger hier"gestrandet". 

Sein Visum ist längst abgelaufen, was bedeutet, dass ein Aufgriff der Polizei für ihn Knast bedueten würde. Für einen Rückflug fehlt im das Geld... Doch selbst wenner dieses hätte, würde er vermutlich spätestens bei der Passkontrolle aufgrund des jahrelangen, illegalen Aufenthaltes verhaftet werden. 

Der Klassiker... im Urlaub eine thailändischer Frau kennengelernt, ausgenommen und verlassen worden, zu allem Überfluss auch noch von einen Pick Up umgenietet worden, der Fahrerflucht begann. Die Krankenhauskosten konnte er antürlich auch nicht zahlen... und so ging die Spiral bergab. . 

 Er hält sich wohl mit Gelegenheitsjobs und "Spenden" guter Freunde über Wasser. Nebenbei sei bemerkt, dass er den ganzen Abend  n i c h t  ein einziges Mal versucht hat, uns auf irgeneiner Weise anzuschnorren. 

Auch war es beindruckend festzustellen, dass der Mann mittlerweile fließend Thai spricht. 

So verlebten wir noch einen echt langen, feuchtfröhlichen und auch unterhaltsamen Abend mit Joe (Joachim). 

Den Mann, den wir zuerst keines Blickes würdigten und bereits als "asozialen Touristen" abstempelten, bevor wir auch nur ein Wort mit ihm gewechselt hatten.
Die Moral des Abends:
"Wir verurteilen Menschen oft viel zu schnell, bevor wir ihnen überhaupt eine Chance geben, zu zeigen wer sie wirklich sind". 

Wir haben uns vorgenommen, das in Zukunft zu ändern.
*Farang: Bedeutet in der Thaisprache Fremder. So werden hier in der Regel die westlichen Touristen genannt.

"Joe" alias Johannes

NACHTRAG EINIGE ZEIT SPÄTER:
DOCH WAR ER DARAUF AUS, UNS ANZUSCHNORREN!!!
DOCH ANDERS, ALS ER ES SICH GEWÜNSCHT HÄTTE, GABEN WIR IHM JEDOCH KEIN GELD, SONDERN KAUFTEN IHN EINE BUSFAHRKARTE NACH BANGKOK, UM SICH DORT DEN DEUTSCHEN BEHÖRDEN ZU STELLEN. ER WURDE NÄMLICH AUCH IN DEUTSCHLAND POLIZEILICH GESUCHT. WIR SIND FAST SICHER, DASS ER SICH NICHT GESTELLT HAT UND NUN IN BANGKOK GENAUSO WEITERMACHT, WIE HIER IN KRABI. OK, DAS IST DANN SEIN PROBLEM. WIR KÖNNEN ZUMINDEST VON UNS SAGEN, DASS WIR IHM DIE CHANCE GEGEBEN HABEN, WIEDER NACH DEUTSCHLAND ZU KOMMEN.
MEHR ÜBER "JOE" - SIEHE 23. JANUAR




TAG 13/57
Krabi, Montag, den 21.01.2008, Ortszeit 21.41 Uhr
"A F F E N T H E A T E R "
Heute haben wir uns eine geruhsame Auszeit am nahegelegenen
Ao Nang Beach gegönnt. 

Dieser Beach ist zwar wieder ewas touristischer, aber mit einem Pattaya-Beach in keiner Weise zu vergleichen (siehe Bild unten).
Da der Gang über den Beach an solchen Stränden ist durchaus mit  einem Spießroutenlaufen zu vergleichen. Alle paar Meter steht irgendein Händler, Taxifahrer, oder Repräsentant eines Massagesalons, der dir seine Dienstleistung in recht anstrengender Laustärke anpreist. 

Und Ulrike hat sich heute tatsächlich einmal eine Thaimassage gönnen wollen. 

Da mir noch ein wenig die Nachwehen des gestrigen Abends nachhingen, kam mir das gerade gelegen und so legte ich mich unter eine kleine Baumgruppe, in ein schattiges Plätzchen um mit einer gediegenen Augenpflege zu unterziehen. 
Ich weiß nicht wie lange ich schlief...

zuminsest wurde ich iregednwann von recht merkwürdigen Geräuschen geweckt. 

Als ich nach oben in die Baumwipfel schaute, traute ich meinen eigenen Augen nicht. Da tummelte sich eine Affenhorde von gut und gerne 50 Exemplaren und in s ziemlich allen  Grössen und Altrsgruppen. 

Kackfrech sprengen sie auf den Boden und machten sich an allem zu schaffen, was sie mit ihren gierigen Fingern zu greifen bekamen. 

Nicht aggressiv ... eher neugierig. 

Dieses Affentheater wollte ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen und so setzte ich mich auf mein Handtuch und beobachtete dieses bunte Affentheater.

Ich fand es nur zu schade, dass Ulrike dieses Spektakel nicht miterleben durfte. 

Während ich Ulrike noch so um diese verpasste Gelegenheit bemitleidete, setzte sich so ein kleines Kerlchen zu mir auf das Handtuch und gaffte mich recht respektfrei an. Während er mich mit seinen grossen Augen fixierte, fingerte dieses kleine Dreckskerlchen doch tatsächlich am Reißverschluss meines Rucksacks. 

Als er bemerkte, dass ich ihn dabei ertappte, verschwand er auch ohne Beute auf dem nächsten Baum, um moch von dort aus recht vorwurfsvoll zu fixieren. 
So langsam bekamen auch die herumstreunenden Hunde des Strandes diese willkommene Abwechslung mit und sie begannen mit den Affen Fangen zu spielen. 

Ohne beiderseitiger Aggression neckten sich die Tiere, dass es eine wahre Freude war, ihnen zuzuschauen. Gott sei Dank, kam dann auch Ulrike dazu und sie durfte auch noch an diesem Schauspiel teilhaben.
Bis zum Sonnenuntergang spielten wir mit den kleinen Kerlchen. 

Die Babies unter ihnen wurden immer zutraulicher und kamen dann tatsächlich auf den Arm und auf die Schultern. 

Es war für uns ein wirklich einmaliges Erlebnis. 

Auch fanden wir es sehr bemerkenswert, wie vorsichtig sie mit uns Menschen umgingen. Normalerweise kennt man Affen eher unwirsch. Aber sie nahmen einen ganz sanft an die Hand oder hielten sich vorsichtig fest, als sie auf unsren Schultern saßen.
Wir können euch nur sagen, dass war toll und wir sind jetzt noch so begeistert, dass wir morgen noch einmal zum
Ao Nang Beach fahren, in der Hoffnung, die Affenhorde noch einmal anzutreffen.


Bild 1: Der überfuellte Ao Nang Beach  :-)
Bild 2-4: Affentheater
Bild 5: Sunset am Ao Nang Beach
Bild 6: Ulrike "laust der Affe"




TAG 14/57
Krabi, Dienstag, den 22.01.2008, Ortszeit 22.11 Uhr
"Ein ereignisfreier Abschied von Krabi"
Heute haben wir uns einen Motorroller gechartert und sind noch einmal in Richtung
Ao Nang Beach getuckert, in der Hoffnung unsere Affenbande noch einmal wiederzutreffen. Doch wie Affen nunmal sind, waren sie wohl gerade heute anderweitig disponiert. Naja, wir hatten schließlich auch keinen Termin... Pech gehabt.🤷‍♂️
So konnten wir zumindet noch ein wenig den Strand genießen, um uns auf unser neues  
Abenteuer Borneo vorzubereiten.
Übrigens liegt dieses "Sepilok, was unser Ziel auf Borneo sein soll, doch nicht in "Brunei", sondern in "Sabah", welches noch weiter östlich, an der der Ostküste Borneos liegt.
Wenn man es sich auf der Karte so anschaut, sind wir ganz schön "bababobo", diesen Trip so durchzuziehen.
Ich glaube, wenn wir uns vorab erstmal ganz genau auf der Karte angeschaut hätten, wo genau dieses Sepilok überhaupt liegt... wir tarsächlich gewusst hätten, dass Malaysia in West- und Ostmalaysia unterteilt ist und sich dazwischen das gesamte "Chinesische Meer" befindet, hätten wir diese Reise wohl nicht angetreten. 
Doch nun ist alles vorbereitet und morgen geht es los.
Erstmal nach "Kuala Lumpur" die Hauptstadt Malaysias.
Dort werden wir für eine Nacht Zwischenstation machen, um dann am nächsten Tag weiterzufliegen...
In den Regenwald zu "unseren Urang Utans". 

Wir freuen uns darauf :)😃

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Bild 1: Abschied vom Ao Nang Beach und Krabi.
Bild 2 u. 3 u. 4: Mopedtour zum Ao Nang




Tag 15/57
Kuala Lumpur, Mittwoch, den 23.01.2008, Ortszeit 19.50 Uhr

Auf unserer Reise zu den Orang Utans haben wir heute einen unausweichlichen Zwischenstopp in Kuala Lumpur eingelegt, was uns im Grunde sehr entgegen kommt, da wir Kuala Lumpur für dieser Reise ohnehin auf dem Schirm hatten. 

Vielleicht ist eurem aufmerksamen Auge auch nicht entgangen, dass wir Euch in Deutschland mittlerweile schon 7 Stunden voraus sind. Und da wir morgen noch einmal 1.700 KM weiter in Richtung Osten reisen, werden wir wir wohl noch eine Zeitzone, also noch eine weitere Stunde vor der Eurigen Zeit liegen. Wenn ihr Euch also in Euer gemütliches Bettchen kuschelt, werden wir vermutlich bereits auf neue, schräge Ideen gekommen sein.
Nun sind wir allerdings ersteinmal in Kuala Lumpur. 

Wir für unseren Teil, empfanden diese Stadt allerdings als eher spaßbefreit und langweilig. Zumindest die Teile, die wir aus dem Taxi heraus und aufgrund unseres Abend-Spazierganges erspähen konnten. 

Zwar hatten wir nicht die Zeit, diese Stadt ausgiebiger zu erkunden, doch wir haben den Verdacht, dass dies auch nicht wirklich nötig ist. 

Vielleicht tun wir der Stadt auch Unrecht und es gibt reichlich Sehenswürdigkeiten, die wir aufgrund unseres Zeitmangels schlicht und ergreifend nicht bemerkt haben... 🤷‍♂️

Die Pretonas Twin Towers, die bis 2002 als höchste Gebäude der Welt galten, sind zwar recht imposant anszusehen... das war es dann aber auch schon. 
Im Vergleich zu Bangkok mutet die Stdt eher an, wie der Bazar eine katholischen Gemeinde zur Rettung des Ochesenfrosches im Tümpel des Kurparkes von Wanne-Eikel.". 

Der Verkehr... geregelt und gesittet... vemutlich weil die Palette des dort gültigen Bußgeldkataloges von Zwangkastration bis Todesstrafe reicht. 

Kurz gesagt... Wir empfanden sie Stadt als eher langweilig. 
So sind wir vorhin  ein Stündchen durch unseren Kiez geschlendert, der wohl in dieser Stadt noch so ziemlich der letzte Stadteil ist, der Rucksacktouristen wie uns, zu bezahlenbaren Kursen Unterschlupf bietet.

Apropos Unterschlupf... Unser Zimmer für diese Nacht iist im Grunde ein nur besserer Wandschrank (geschätzte 2x3 Meter), ohne Fenster, dass das  Gemeinschafts-Bad/Toilette auf dem Flur. 

Ansonsten bietet uns die Stadt ein Paar Straßenküchen... peinlich saubere Bürgersteige... auffällig stittlich gekleidete Passant/innen und Autos im gefühlten Schritttempo. 
Daher sind wir auch überhaupt nicht traurig, dass es für uns morgen direkt weitergeht.
Nach Sandakan, an Borneos Ostküste in den Regenwald.
Unser Hotel hatte zumindest einen frei zugänglichen PC mit Internetzugang, sodass ich Euch mit diesem Bericht auf dem Laufenden halten konnte. 

Nachtrag:
Vor ein paar Tagen hatten wir von dem deutschen, gestranden
Joe, alias Johannes berichtet.
Er hat uns leider bewiesen, dass auch andere Binsenweisheiten durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. 

Zum Beispiel, dass der erste Eindruck seht oft der Richtige ist.
Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir ihn ja kennenlernten und wir ihn Anfangs für einen volltrunken Touristen hielten. 

Das stimmt zwar immer noch nicht, doch von Tag zu Tag klärte sich immer mehr, warum er dort "abhing" .
Alkoholsüchtig, gesucht per Haftbefehl in Deutschland, in Thailand die Imigrationpolice im Nacken und absolut pleite. 

Es fing an uns immer energischer zu erklären, wie arm dran er doch sei und dass er dringend Hilfe bräuchte. Wir, und auch die einheimsche Familie des Guesthouses, bei dem er zur Zeit Unterschlupf fand, rieten ihm dringend, sich in Banglkok an die deutsche Botschaft zu wenden.
Logisch, dass er dazu recht wenig Lust hatte. Trotzdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis er in den thailändischen Knast wandert. Und da ist eine deutsche Justizvollzugsanstalt nun doch die angenehmere Alternative. Zumindest schien er das gestern eingesehen zu haben und stand natürlich nun vor dem Problem "wie nach Bangkok kommen?"
Zähneknirschend besorgten wir ihm ein Busticket fuer 10,- Euro nach Bankok. Bargeld wollten wir ihm auf keinen Fall geben. Ob er es nun morgen nutzt, ob er sich wirklich bei der deutschen Botschaft der Polizei stellt, oder ob er in Bangkoks Strassen irgendwo untergeht, werden wir wohl nie erfahren. Nun können wir uns sagen, dass wir ihn die Chance gegeben haben nach Hause zu kommen um ein neues Leben nach dem Knast anfangen zu können.

Bild 1: Unser Guesthous und unsere "Suite" in Kuala Lumpur, Bild 2+3 : Taxi - Impressionen Kuala Lumpus
Bild 4: Ein kleines Stück Skyline von Kuala Lumpur, Bild 5: Auch das ist Malaysia "Küssen verboten" 😐





TAG 16/57
Kuala Lumpur, Donnerstag, den 24.01.2008, Ortszeit 9.46 Uhr
Heute verlassen wir wieder Kuala Lumpur. Viel gesehen haben wir nicht, aber wir denken auch nicht, viel verpasst zu haben. Ulrike hat gestern Abend noch eine deutsche Frau aus Meisenheim getroffen, mit der sie sich noch bis 4.00 Uhr morgens unterhielt. Währenddessen schlief ich meinen verdienten Schlaf des Gerechten ;)
Übrigens haben wir gestern beim studieren der Weltkarte festgestellt, dass wir uns nur noch einen Katzensprung vom Äquator entfernt befinden. Zum Laufen vielleicht noch zu weit, aber wenn wir uns auf die Pretonas Twintowers stellen würden, würden wir ihn ganz bestimmt sehen *gg*

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Bild 1 : Auf nach Borneo, Bild 2: Eine kleiner Fingerzeig auf der Karte... 2.000 km in der Realität. Von Kuala Lumpur nach Sandakan, Borneo, Bild 3: Unsere Reisetagebuch liest man sogar in Malaysia. 😉Bild 4: In freudiger Erwartung. 

Und nun ab in den Regenwald....
*winkewinke* an alle, die hier so fleißig das Tagebuch lesen und sich in unser Gaestebuch eingetragen haben. Bis aud weiteres werdet ihr vermutlich nichts mehr von uns lesen. 




Tag 16/57
Sepilok, Donnerstag, den 24.01.2008, Ortszeit 20.05 Uhr


Willkommen auf B O R N E O
Um 16.45 Uhr sind wir in
Sandakan, Provinz Sabah auf Borneo gelandet.
Schon beim Verlassen des Flugzeuges haben wir recht schnell merken dürfen, dass Winter in diesen Teil der Welt etwas anders definiert wird, als in unseren Breitengraden.
44° C  und eine Luftfeuchtigkeit von knapp 98 %

Schwitzen ist hier vermutlich nicht nur ein Zustand, sondern eine Überlebensstrategie. Dazu muss man sich nicht einmal bewegen... selbst im Ruhemodus tropft einem das Wasser an Stellen hinunter, die ich hier jetzt nicht näher erörtern möchte. 

Meine Jogging-Pläne werde ich also, bis auf weiteres noch einmal in die Zukunft verschieben. 
Trotzdem ist unser erster Eindruck
 p a r a d i e s i s c h !
Wir haben uns in einem kleinen Guesthouse eingemietet, dass sich ganz in der Nähe eine Orang Utan Station Auffangstation befindet, zu der wir auch morgen früh direkt aufbrechen möchten.
Auch im Dschungel ist die Neuzeit bereits angekommen... Es gibt einen PC mit Internet-Anschluss.... 
"Jippiehhh" ... Und so ist es mir sogar möglich, hier am Ende der Welt unseren heutigen Tagebucheintrag zu schreiben. 💪

Der Rechner hatte zwar vermutlich seine besten Zeiten Ende der 90er Jahre, mit einem Monitor, dessen Kontrast und Auflösung mich eher an ein das Fotoalbum meiner Großeltern erinnerte und sich im Hinterzimmer der Rezeption befindet, denn ich aber, wenn auch für ein horrendes Honorar nutzen darf. Aber immerhin...  der Dschungel hat Internet... wer hätte das gedacht? 😉
Allerdings eine kleine Nachricht an die Leute, mit denen ich auch mal über
Yahoo, oder MSN chatte.
Aufgrund der Preise, bitte ich bei Euch um Verständnis, wenn ich mich in den besagten Messangern erstmal nicht sehen lasse.🤷‍♂️

Bild 1 : "Blumenkind"
Bild 2: Bananenstauden mit Blüte
Bild 3:  Unsere Unterkunft in Sepilok




Tag 17/57
Sepilok, Freitag, den 25.01.2008, Ortszeit 20.55 Uhr
" J U N G L E - J O G G I N G "
Heute waren wir bei Ihnen... beim 
"Pongo pygmaeus", besser bekannt als Orang Utan, oder auf englisch Orang Utan genannt, in der malayischen Sprache, also ihrer Heimat, heissen sie übrigens Orang Utan. 😉  
Wir hatten ein für das "Sepilok Orangutan Rehabilitation Center" ein Tagesticket. Nicht ganz unbeabsichtigt was dir Tatsache, dass das Resort, in dem wir aktuell wohnen, keine 5 Minuten Fussweg von diesem Center enfernt ist. So konnten wir, zwecks Duscheinheit ein paar mal hin und her laufen, was aufgrund dieser immenz hohen Luftfeuchtigkeit und der enormen Hitze tatsächlich recht angenhem war.   

Das "Sepilok Orang Utan Rehabilitation Center" bietet den Tieren, die aus Gefangenschaft befreit wurden die Gelegenheit... sichso nach und nach wieder in der Freiheit zurechtzufinden. 
Selbstverständlich gäbe es auf Borneo auch die Möglichkeit, diese Tiere in freier Wildbahn zu erleben (wo auch sonst auf dieser Welt).  Doch würden wir ihnen im Regenwald niemals so nahe kommen wie hier in dieser Auffangstation.

Im Grunde leben die Orang Utans in diesem Zentrum auch frei. Hier wird ihnen lediglich nur die Option geboten, sich bei Bedarf Nahrung abzuholen, die sie aufgrund ihrer Vorgeschichte in Freiheit noch nicht selbst finden würden. Sie bekommen sozusagen "Starthilfe" für ihr neues Leben in der Freiheit. 

So werden sie zweimal täglich mit einer recht geschmacklosen Diät aus Wasser, Reis und Bananen gefüttert, um sie dazu zu bewegen, selbst auf Nahrungssuche zu gehen, um Ihren Speiseplan wieder attraktiver zu gestalten.  

Und gerade heute schien ihnen das recht gut gelungen zu sein, denn mehr als 3 Tiere gleichtzeitig bekamen wir leider nicht zu Gesicht. 

Aber wir wollen ja nicht unzufrieden sein, denn wer von euch hat schon einmal drei Orang Utans im Regenwald beobachten dürfen, die sich quasi in greifbarer Nähe befinden?
Unsere persönlichen Stars waren allerdings einmal mehr wieder die kleinen Makaken Äffchen, die den Orang Urans gehörig die Show stahlen. Nach dem sich die Orang Utans auf der Futterplattform bedient hatten, rückten die kleinen, frechen Kameraden an. 

Sie waren zwar nicht ganz so zutraulich, wie die Affen am Ao Nang Beach, aber der eine oder andere wagte doch mal den Kontakt mit uns. 

Ich hatte sogar die Ehre, von einem der Kollegen gelaust zu werden (siehe Bild unten). Aus seiner Sicht, war dies auch mal wieder dringend nötig 😋

Zwischen den Fütterungen hatten wir die Möglichkeit, eine Wanderung durch den Regenwald zu unternehmen.  Aus Sicherheitsgünden wurden wir allerdings gebrieft, den rot markierten Pfad nicht zu verlassen. Nichtsdestotrotz war es schon recht abenteuerlich, sich durch das Dickicht des Dschungels von Borneo zu kämpfen.

Anfangs war auch Ulrike mit "Feuer und Flamme" dabei. 

Hochmotiviert stapfte sie durch den "wilden Regenwald". Allederings haben wie bei unserer Dschungel-Expedition nicht bedacht, dass es derRegenwald nicht nur Orang Utans und Makaken bevölkert wird. Jedoch haben uns weder Tiger, noch furchterregende  Schlangen oder giftige Spinnen die Abenteuerlust verdorben.
Im englischen nennt man diesen kleinen pusserlichen Spielverderber   "
L E A C H Y ". 

Im deutschen werden sie ganz profan als Blutegel bezeichnet.  Dieser, im Grunde recht unscheinbare Bewohner des Regenwaldes stürzt sich allerdings auf alles, dessen Bluttemperatur die 10 Grad übersteigt.🙈
Das erste Tierchen entdeckte Ulrike, begleitend von einer Panikattacke unter ihrem T-Shirt... Recht mutig sammelte sie sich zunächst,  wieder da sie fest entlossen was, das
"Abenteuer Regenwald" fortzusetzen. 

Nach dem 7. oder 8. Leachy hatte sie dann allerdings mehr als genug Abenteuer und beschloss dieser ungatlichen Natur schnellstmöglich den Rücken zukehren.
Um ehrlich zu sein, gingen mir die Dinger auch ganz schön auf den Kittel und auch ich war nicht traurig, dass Ulrike fluchtartig den Rückzug anordnete. 

Allerdings hätte der Rückzug für mich etwas geordneter vonstatten gehen koennen, denn Ulrike machte aus dem Nachhauseweg eine Art "Dschungeljogging", so dass ich echt Probleme hatte hinterher zu kommen.
Wir wollen hier auch nicht näher darauf eingehen, wo genau wir diese Mistviecher überall aus unserer Haut zupfen mussten. 🙈
Und morgen sind die Nasenaffen geplant. Mal sehen, was wir da zu berichten haben.

Bild 1: Für sie sind wir knapp 3.000 KM geflogen - Der Pongo pygmaeus
Bild 5: Dieses mal laust Holger der Affe
Bild 6: Im Dschungel lässt es sich wunderbar Joggen. 😉




TAG 18/57
Sepilok, Freitag, den 26.01.2008 Ortszeit 16.30 Uhr
VERTREIBUNG AUS DEM PARADIES
Heute haben wir die Nasenaffen besucht. 

Ulrike hat sie "Monkeys with funny nose" getauft und seltsamerweise versteht auch jeder sofort was sie damit meint, wenn man sie sieht. Doch in Wahrheit hat sie irgendein fantassiebefreiter Zoologe "Proboscis-Monkeys" genannt.🤷‍♂️

Bei Buchung des Taxis kam bei uns die eine oder andere Frage auf... Zum war die Fahrt zum dem  Viewpoint der Nasenaffen 3x so teuer, wie die Fahrt zumFlughafen, obwohl es sich ungefähr um die gleiche Entfernung handelte. Uns zum anderen sollte die Fahrt von ca. 30 km knapp 2 Stunden dauern, was uns ebenfalls ein wenig irritierte. 

Auf Rückfrage, bezüglich des "überzogenen Fahrpreises", wurde uns gesagt, dass man dieses Ziel  nur mit eimem 4x4 Vehikel erreichen könne, was uns wieder einmal nichts gutes erahnen ließ. 🙈
Tatsächlich bog unser Taxi heute morgen, nach ca. 10 KM auf eine unbefestigte Lehmpiste ab. 

Also die aufgeschütteten Behelfsausfahrten für LKWs an deutschen Baustellen sind im Vergleich gegen diese Piste bereits Autobahnstandard .Kilometer fuer Kiometer holperten wir also unserem Ziel entgegen, mit dem Ziel unser eingenommenes Frühstück im Inneren unseres Verdauungstraktes zu halten. 
Leider war es auch hier nicht möglich, mit den Tieren auf Tuchfühlung zu gehen. Doch sollten wir nicht vergessen, dass es sich immer noch im Wildtiere handelt, dessen Eingriff des Menschen in seine natürliche Umgebung nicht unbedingt von Vorteil ist. 

Schließlich würde ja auch niemand auf die idee kommen, nach Kanada zu fliegen um Grizzlies zu streicheln 🙈. Auch da heißt es vermutlich... "Nur gucken... nicht anfassen" 

Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass wir hier Tiere gesehen haben, die es auf der ganzen Welt nirgendwo sonst gibt. 

Ob nun die Nasenaffen oder die Orang Utans. Es war schon ein wirkliches Erlebnis, diesen Tieren so nah sein zu dürfen.

Doch so schön Borneo auch sein sollte... so viel, wie es hier noch zu entdecken gäbe...

Ein längerer Aufenthalt würde einen Wechsel in den indonesischen Teil der Insel bedeuten, was unseren finanziellen Rahmen sprengen würde. Die Preise übersteigen stellenweise das thailändische Preisniveau um ein zehnfaches. 

Zu gerne hätten wir noch eine mehrtägiger Flusstour durch die Mangrovenwälder Borneos gemacht...  die Riesenschidkröten auf Turtle-Island besucht... uns die Schnorchel und Tauchgebiete auf den vorgelagerten Inseln von Borneo angeschaut, die zu den schönsten der Welt zählen. 

Nur wäre es für uns in diesem Urlaub nicht bezahlbar gewesen und um irgendwo in einem Resort abzuhängen, dass im übrigen auch 500%  teurer ist, als in Thailand, dafür ist uns unsere Zeit aktuell zu kostbar. 
Die relativ hohen Kosten, hier auf Borneo sehen wir eher ambivalent. 

Einerseits flüchten wir vor dem Massentourismus und geniessen die Ursprüngichkeit dieses Landes  und die unberührte Natur.... Andererseits können wir dann auch nicht die Preise für pauschalen Massentourismus erwarten. 🤷‍♂️

Wer hier eine Tour oder eine Fahrt bucht, macht dies mehr oder weniger privat. Und das verursacht selbstverständlich auch höhere Kosten, als der Trip mit einer geführten Gruppenreise von 10 oder 20 Personen.

Leider zwingt uns daher unser Reisebudget dazu, dieses Paradies wieder zu verlassen und nach Thailand zurückzufliegen. Schade... aber es ist wie es ist... 

Immerhin hatten wir das unendliche Glück, diese Insel einmal in unserem Leben gesehen zu haben... wenn auch nur kurz. Trotzdem sind wir dafür dankbar. 

Morgen geht es also wieder in Richtung Thailand. 

Zwischenstopp auf Langkawi, eine malayische Insel ganz im Westen.
So vertreiben wir uns morgen selbst aus diesem Paradies!
BYE, BYE   B O R N E O -   Es war wunderschön hier!

Bild 1 u. 2: The biggest nose of Borneo - Die Nasenaffen 
Bild 3: Ulrike genießt einen Tropenregenschauer




Samstag, 26. Januar 2008
Unser Guesthouse auf Borneo!
Hier auf Borneo haben wir wohl ein Stück vom Paradies kennengelernt. Auch unser Guesthouse, in dem wir untergekommen sind, war malerisch. Am Rande des Regenwaldes liegt es umschlossen von einer parkähnlichen Anlage. 

Wenn man dort hindurchschreitet ist man tatsächlich versucht, diesen Ort mit dem Garten Eden zu vergleichen.

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Tag 20/57
Montag, den 28.01.2008, Ortszeit 14.50 Uhr

Ko Lipe - Eine Traumsinsel ... wird zum Opfer des Pauschaltourismus.
Gestern haben wir Borneo verlassen und sind über Kuala Lumpur nach Langkawi geflogen. 

Langkawi ist die Nordwestlichste Insel Malaysiens und liegt nicht weit von unserer Lieblingsinsel Ko Lipe entfernt. Diese liegt dann allerdings dann schon wieder auf thailändischen Staatsgebiet.
Wir hatten urpsrünglich beabsichtigt, noch ein oder mehrere Nächte auf Langkawi zu verbringen, doch empfanden wir die Insel beide nicht als so einladend, so dass wir beschlossen, die
Morgenfähre nach Ko Lipe zu nehmen. 

Das Motel, in dem wir abgestiegen sind, war muffig und lag an an einer Hauptverkehrsstrasse und Kuah, die Hafenstadt in der wir gelandet sind, fanden wir auch nicht ganz so prickelnd.
Leider sind auch die Preise hier auf Ko Lipe wieder recht deftig.  Besonders was das Internet angeht, so dass ich mich, bezüglich unserer aktuellen Berichte wieder eher kurz fassen werde, solange wir uns hier auf der Insel befinden. 

Bilder reichen wir dann auch nach!

Um euch einen kurzen Eindruck dieser Insel zu vermitteln: 

Hier ist der Strand so weiss, und das Wasser so türkis, wie nirgend woanders, wo wir bisher jemals waren. Ok... soviel war es bisher auch nicht. 🤷‍♂️
Wir haben ein junges, deutsches Pärchen kennengelernt, die auch schon sehr viele Insel auf den Phillipinen, in Malaysia und in Thailand gesehen haben. Auch bestätigen uns, dass die Farben hier auf Ko Lipe einmalig sind.

Er arbeitet für sechs Monate in Penang/China und wird von seiner Freundin besucht. Das nutzen sie grade für eine ausgiebige Asienreise. Auch sie sind begeistert von dieser malerischen Kulisse hier. 

Dies zeigt uns, dass wir hier richtig sind ☺️

Allerdings ist auch hier die Zeit nicht ganz spurlos vorüber gegangen. 

Neue Läden, Resorts und Bars, aber Gott sei dank ist der Flair und der Charme dieser Insel geblieben.   N O C H ! ! !
Wie gesagt, die Bilder werden nachgereicht, sobald wir wieder auf dem Festland sind. Übrigens ist das Eingangsbild zu diesem Tagebuch vor zwei Jahren hier auf Ko Lipe geknipst worden.

Pattaya  Beach Ko Lipe



Tag 21/57
Ko Lipe, Dienstag, den 29.01.2008, Ortszeit 8.20 Uhr
"A B H Ä N G E N "
Zur Zeit gibt es nicht so viel zu berichten. 

Wir hängen gerade ab, auf unserer Trauminsel ab... Gammelfleisch sozusagen.

Allerdings haben wir mittlerweile bemerkt, dass sich auf dieser Insel, im Vergleich zu unserem Besuch im Jahr 2006,  doch mehr verändert hat, als Anfangs vermutet. 

Am Pattaya Beach, dem Hauptstrand entsteht gerade eine, für diese Insel viel zu große Hotelanlage mit Swimmingpool🤦‍♂️.

Swimmingpool... an einem der schönsten Strände der Welt, mit türkisfarbenen Wasser und ca. 35°C Wassertemperatur... Das muss an nicht verstehen, oder? 🤔

Wo man hinschaut Baustellen. Allerdings keine Art Baustellen, die eine harmonische Integration von Tourismus in die Natur vermutenlassen. Die Bambushütten verschwinden und werden so nach und nach durch Beton ersetzt... "Der Gast möchte es ja klimatisiert haben" .

Die Trampelpfade über die Insel werden durch Asphaltpisten ersetzt... Die 1000 gut Meter vom Pattaya beach zum Sunset Beach sollte man ja bequem mit dem Moped überbrücken können...

Und nein... uns steht im Grunde kein Urteil zu. Zumal wir vertehen können, da die Bevölkerung Ko Lipes, die im Grunde nur aus verarmten Fischern besteht, die verständlicherweise auch etwas von dem großen Tourismus-Kuchen abhaben möchten. 

Wir befürchten allerdings dass es dem eigentlichen Paradies, für das wir schon zum zweiten mal diese lange Bootsfahrt auf uns genommen haben, den Todesstoß versetzt. 

Es ist vermutlich das Ende dieses Bagpacker Geheimtipps... 

Dem "Know How Verlag" und  "Loneley Planet" sei dank.

Seit die Insel in diesen und anderen Reiseführern vermerkt ist, ist es vorbei mit der einsamen Traum-Insel. 

Die Zeit hinterlässt nunmal Spuren... das ist unvermeidbar.  

Doch wir werden diese Insel vermutlich das letzte mal besucht haben, da wir sie gerne so in Erinnerung behalten möchten, sie sie einmal war.

Trotzdem versuchen wir aktuell Ko Lipe so weit es geht zu genießen. Ein wenig mit einem weinenden Auge im Hinblick auf die Zukunft dieser Insel.

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Bilder: Ko Lipe - Impressionen

P.S. Nochmals ein herzliches Dankeschön für alle die lieben Gästebucheinträge. Wir freuen uns immer wieder, auch von euch zu lesen.



Tag 22/57
Ko Lipe, Mittwoch, den 30.01.2008, Ortszeit 10.30 Uhr

"Z A H N S C H M E R Z E N "
Eigentlich fühlen wir uns hier auf dieser Insel pudelwohl und hatten beschlossen, etwas länger auf diesem, noch-paradiesischen Eiland zu verbleiben, zu mal wir uns bewusst sind, dass wir diese Insel in diesem Zustand wohl das letzte mal besuchen werden. 

Das Dumme ist, dass gerade unsere Handykarte kein Guthaben mehr besitzt.   (sporadische, telefonische Lebenszeichen sind für unsere Eltern exitentiell notwendig) und da wir auf dieser keine Möglichkeit haben sie neu aufzuladen, denken wir darüber nach, doch wieder auf das Festland überzusetzen. Wir jhätten zwar die möglichkeit, in einem der resorts einen "Oversea-Call" zu nutzen, was allerdings den Kosten-Nutzen Faktor um einiges übersteigt. 😕
Erschwerend kommt hinzu, dass Ulrike sich aktuell mit Zahnschmerzen herumquält. 

So ein Zipperlein, kann natürlich auf so einer kleinen, dünn besiedelten Insel wie die, auf der wir uns gerade aufhalten, doch zu einem größeren Problem heranwachsen.  

Nach Ihrem gestrigen Telefonat mit Ihrer Heilpraktikern ( Der Grund unserres aufgebrauchten  Telefonkartenlimit ) , gab es ein paar kleine Tipps, die die Schmerzen etwas mildern könnten.  Z.B. das Kauen von Knoblauchzehen, was sich für ihr direktes , soziales Umfeld, bestehend aus meiner Wenigkeit, natürlich einer gewissen Herausforderung entwickeln könnte.  Aber was tur man nicht alles... . 

Zumindest hat dieser  trick, zumindest temporär funtioniert. Allerdings befürchten wir, dass diese Schmerzlonderung nicht allzulange anhält. 
So hoffen wir, dass es zumindest für die Zeit unseres Aufenthaltes, hier in Südostasien noch gut geht, um dann in Deutschland zum Zahnarzt ihres Vertrauens gehen zu können. 

Nachtrag: 

Planänderung... 

Ulrikes Zahnschmerzen wurden nicht besser.... eher das Gegenteil ist der Fall, sodass wir beschlossen haben unseren Plan zu ändern und auf dem schnellsten wege nach Pattaya zu fahren, um einen, dort ansässigen, deutschen Zahnarzt zu konsultieren. 
Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass wir auf Pukhet oder Pattaya ein vernünftigen Zahnarzt finden, da dies die Touristenhochburgen mit vielen Deutschen sind.

Hierfür heisst es eine Strecke von 160 km Wasserweg und 1.100 km Straße zu überbrücken... 🙈

Coming soon..




Tag 23/57
Ko Lipe, Donnerstag, den 31.01.2008, Ortszeit 12.15 Uhr
VERTREIBUNG AUS DEM PARADIES ... die 2te

Bedauerlicherweise haben sich die Ulrikes Zahnweh nicht verbessert... eher das Gegenteil ist der Fall. 

Für eine heutige Abreise, also Überfahrt auf´s Festland ist es leider bereits zu spät. 
Gestern kamen wir auf die geistreiche Idee, einen "
Chao Leah", also einen Ureinwohner dieser Inseln, hier in der Andamanensee zu fragen, ob er nicht ein "Hausmittelchen" gegen Zahnschmerzen wüsste. 

Schließlich wohnen die meisten von ihnen ein Leben lang hier auf der Insel, ohne jemals Festland zu betreten. Da sollte man doch über gewisse Naturheilkenntnisse verfügen, die gegen Zahnschmerzen helfen könnten. 

Er riet uns schwarzen Pfeffer auf den Zahn zu reiben oder Paracetemol in den Mund zu stecken. Willkommen im 21.  Jahrundert. 🤦‍♂️ Aber tatsächlich half der Tipp mit dem Pfeffer ein wenig. ...

Diese Berhandlung,  in Verbindung mit den Knoblauchzehen hielt Ulrike auch den gestrigen Tag recht gut über Wasser. 

Obwohl... Im Grunde war eher das Gegenteil der Fall - also unter Wasser. 

Denn dadurch, dass sich ihre Schmerzen sich im erträglichen Rahmen bewegten, hatten wir sogar die Möglichkeit,  noch etwas Schnorcheln zu gehen, um die Schönheit der hiesigen Unterwasserwelt vor der Insel zu genießen.

Und was sollen wir sagen? ... Allein den Kopf unter die Wasseroberfläche zu stecken, katapultiert den Schnorchler in eine ganz andere, wundervolle Welt. 

Nur knapp 20 Meter vom Ufer entfernt, stößt man bereist auf atemberaubende Korallenriffe mit kunterbunten Fischsschwärmen. Dass das Wasser die Temperatur einer Badewanne besitzt, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht mehr expilizit zu erwähnen. 35°C  Wassertemperatur umschmeichelt deinen Körper...  Echte Abkühlung sieht meines Erachtens anders aus. 🤷‍♂️

Unter DeinenFüßen ein Sand der nicht nur aussiehnt wie Mehl, sondern sich auch so anfühlt...  

Du steckst deinen Kopf unter Wasser und Deine Nase kollidiert unweigerlich mit dem ersten Clownfisch... wir haben ihn gefragt... er hieß "Nemo"... gefunden. 😀

Wer allerdings nun Vorfahrt, und somit nicht Schuld an der Kollision hatte, war allerdings nicht mehr klären... "Nemo" schwamm unterdess bereits wiede seiner Wege... Wir wollen ihm da jetzt keine Fahrerflucht unterstellen. 🙈

Unser Resort, in dem wir aktuell wohnen, hat allerdings auch noch eine Erwähnung verdient... 

Wir haben es "Hobbit Dorf" getauft...

... da die Hütten sehr an die Unterkünfte der Hobbits in "Herr der Ringe" erinnern. 

Einfache Behausungen, ausschließlich aus Stroh und Strandgut  bestehend an den Stand gezimmert und fertig ist das Guest-Resort. 

Dort fühlen wir uns aktuell wirklich sauwohl...  Zumal die Hütten den Eindruck erwecken, dass wir quasi Premierengäste dieser Anlage sind. Alles wirkt neu und unbenutzt. 

Und relativ preiswert war es obendrein... den die Preise steigen... hier auf der Insel... denn Unterkünfte sind aktuell noch knapp, was allerdings in erschreckenden Eiltempo und unseres Erachtens ohne Sinn und Verstand geändert wird.

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Das "Hobbit Dorf" - Impressionen

Wie sich herausstelle, ist es mittlerweile nicht selbstverständlich, auf der Insel gleich für die erste Nacht eine Unterkunft zu finden. Viele Backpacker übernachten tatsächlich erstmal am Strand, um auf eine freiwerdene Hütte zu warten. Diesbezüglich schienen wir richtig Glück gehabt zu haben.

Seit der "Lonely Planet" die Insel Ko Lipe in seinem Reiseführer aufgenommen hat, hat sich die Anzahl der Besucher um ein Vielfaches erhöht. Vermutlich werden es bald mehr Touristen, als die Insel vertragen kann.  Geheimtipp ade´🤷‍♂️. 
Trotz allem ist die Insel, im Vergleich zu den Hochburgen, wie Pukhet oder Ko Samui immer noch recht urprünglich, und die Anzahl der Touristen auf der Insel ist noch zu ertragen... noch. 

Wir hoffen von ganzem Herzen, dass dies auch noch ein paar Jahre so bleibt, damit wir vielleicht noch einmal hierher zurückkehren können, ohne eine überfüllte Pauschaltouristen-Insel vorzufinden und vor allem... ohne Zahnschmerzen.😳

(Kleiner Spoiler... Ko Lipe hat sich seither immer weiter in Richtung Massentourismus entwickelt. Heute (2025) ist von der einstigen, unberührten Natur so gut wie nichts mehr übrig... Schade eigentlich.

Doch wir für unseren Teil, vertreiben uns nun erst einmal selbst aus diesem Paradies. 

Morgen werden wir auf´s Festland übersetzen, und mit dem Bus über Krabi (dort lagern noch Gepächstücke von uns) nach Pattaya fahren... 1.200 km mit dem Bus, in der Hoffnung, dort Ulrikes Zahnschmerzen loszuwerden. 

Immerhin hatten wir das Glück, die Insel noch ein paar Tage genießen zu dürfen... also mehr oder weniger. 

Das haben wir nicht zuletzt den Umstand zu verdanken, dass wir auf der anderen Seite der Insel, an der ansässigen Dorfschule, eine Ärztin fanden, die Ulrike mit Antibiotika und Schmerztabletten versorgen konnte. 


Da wir den Zahnarzttermin ohnehin erst am Montag haben, versuchen wir halt so lange wie möglich "unsere Insel Ko Lipe" zu genießen.





Tag 24/57
Krabi, Freitag, den 01.02.2008, Ortszeit 20.00 Uhr


"BYE BYE KO LIPE"
Heute haben wir uns von unserer Trauminsel verabschiedet und haben uns die ersten 400 KM Richtung Norden aufgemacht, um Ulrikes Zahnschmerzen den Kampf anzusagen.

Wir sind also aktuell wieder in Krabi. 
Hier in Krabi mussten wir einen Zwischenstopp einlegen, da wir hier im Guesthouse einen unserer Rucksäcke zwischengelagert haben, den es nun wieder abzuholen gilt.

Wir hatten kurz darüber nachgedacht, statt nach Patthaya, auf die nahegelegende Insel Pucket zu reisen, um Ulrike dort helfen zu lassen. Bis Pattaya sind es schließlich von hier aus noch fast 1.000 km . 

Doch haben zum einen bereits einen Behandlungs-Termin in Pattaya vereinbart und zum anderen, haben wir bereits auch "Benno"... unserer "Ebay-Bekanntschaft" zugesagt, ihn noch einmal zu besuchen... Und versprochen ist versprochen. 😉

Glücklicherweise schägt das Antibiotika soweit auch an, dass Urlikes Entzündung weitestgehend zurück ging und sich die Schmerzen aufgrund des Paracetamols in einem relativ erträglichen Rahmen bewegen.


Also geht es morgen weiter....

Über Bangkok nach Patthaya, wo wir dann vermutlich am Sonntagmittag ankommen werden.
Doch bis dahin gab es noch einiges zu erleben... 😉

Aufgrund Ulrikes Gesundheitszustandes, wollten wir uns für die Fahrt nach Bangkok einen sogenannten "V.I.P. 24 Bus" gönnen. 

Was ist ein "V.I.P.24 - Bus" ? 

Im Grunde ein Bus, der normalerweise mit 48 Sitzen ausgestatet ist, auf 24 Sitze reduziert, sodass er entsprechend geräumig und kompfortabel daherkommt. 

...Haben wir uns gegönnt... denn die Umstände gaben es her... 🤷‍♂️

Aber zuerst ist es wichtig, Euch mit einer, noch grausameren Tatsache zu konfrontieren, als es Ulrikes Zahnschmerzen ohnein schon sind... 

So...  und nun ist es also  soweit...
... wir werden Euch mit der
nackten, unszensierten, knallharten Wahrheit konfrontieren müssen...

... seit Ihr dafür bereit ?...


... Ihr sitzt fest in eurem Sessel???...


... Ihr habt guten Kontakt zum Boden???...


... euer Körper ist zur Zeit. nicht durch übermaessigen Alkohol - oder Drogenmissbrauch geschwächt???...


... der Kreislauf ist stabil???...


...Ok! Dann nehmt sie, die unzensierte,
unverblümte Wahrheit....


...Ich werde sie euch nun mitteilen...


... ich bin da jetzt gnadenlos...


... nehme keine Rücksicht auf eure Gefühle und euer Seelenheil ...


... jawoll, da bin ich jetzt knallhart...


... aber sowas von hart....


... ja, ich schreibe es jetzt...


... ja, jetzt werde ich es tun...


...schwachnervige und herzkranke lesen nun bitte nicht weiter...


... es ist zu eurer eigenen Sicherheit....


...also...


...nun die böse, traurige, kaum zu realisierende Nachricht...


... Ihr habt es nicht anders gewollt...


... selbst Schuld...


... lebt mit der Konsequenz des Wissens dieser Nachricht...


... sagt bitte nicht, ich hätte euch nicht gewarnt...


... Ok, nun Augen zu und durch...


... ES...


... HAT...


...HEUTE...


...G E R E G N E T ! ! !





Freitag, 01. Februar 2008
"Alex und Michael"
die beiden hatten wir bereits auf der Fähre von Langkawi nach Ko Lipeh kennengelernt und haben mit Ihnen unsere Zeit hier auf Ko Lipe verbracht.
Alex und Michael waren ein echt symphatisches Pärchen und es war uns ein Fest, sie kennengelernt zu haben.  Michael lebt und arbeitet aktuell in Taipeh auf Taiwan, während sie den Besuch seiner Freundin Alex genutzt haben, um gemeinsam Urlaub in Thailand zu machen.

So konnten wir Euch kennenlernen... Es war eine schöne Zeit mit Euch. 

Da Michael regelmässig die "Nature One" im Hunsrück besucht, hoffen wir im August vielleicht auf ein Wiedersehen.
Also solltet ihr mal auf dieser Seite landen und das hier lesen, fühlt euch herzlich eingeladen.
Wir freuen uns von Euch zu hören, bzw. lesen.


Michael & Alex

                          Michael                           &                                     Alex

AUF WIEDERSEHEN.... KO LIPEH...!!!
P. S. Das ist ein Versprechen😉 




Tag 25/57
Krabi, Samstag den 02.02.2008, Ortszeit 13.40 Uhr

"BYE BYE KRABI"
Heute um 17.00 Uhr, also deutsche Zeit 11.00 Uhr, geht unser Bus nach Bangkok (940 km).
Ulrikes Zahnschmerzen sind zwar latent vorhanden, aber nach Ihrer Aussage  auszuhalten, was vermutich an diesem "grünen getrockneten Kräutern" liegt,  die man, um eine entspannende Wirkung in der Regel angezündet inhaltiert. 😜 

Ok... vermutlich nicht ganz legal, hanen wir das Stöffchen Ulrike noch am letzten Abend auf Ko Lipe organisiert. Selbstverständlich mit einem gewissen Risiko behaftet, war dies jedoch, unter Abwägung aller möglichen Optionen, die erfolgversprechenste Alternative. 🤷‍♂️

Von Bangkok aus geht es dann weiter nach Pattaya. 

Das Ziel... der deutsche Zahnarzt.
Dort wartet vermutliche Ulrikes, bisher
grösstes Urlaubsabenteuer.
Eine  WURZELBEHANDLUNG!!!

Ich fürchte, dagegen waren die Leechies, also die Blutegel im Regenwald von Borneo ein Kaffeekränzchen mit lieben Freunden. 🙈

Wir hoffen auch, dass sich Narkosemittel bis nach Südostasien herumgesprochen haben. 

Nicht das, wenn Ulrike das Behandlungszimmer betritt, sie dort nur einen großen Hammer oder eine Flasche Whisky vorfindet.

Sollte dies der Fall sein, werden wir wohl umgehend einen Heimflug buchen 😟

Zwischenstation - Krabi




TAG 26|57
Patthaya, Sonntag, den 03.02.2008, Ortszeit 9.28 Uhr

Ulrike & Holger  - "Deluxe" on tour.
Aufgrund Ulrikes Gesundheitszustandes (eine Erkältung hat sich nun auch noch dazu gesellt), hatten wir beschlossen, uns die Reise nach Pattaya so angenehm wie irgendmöglich zu gestalten.


Geflogen sind wir in diesem Urlaub schon genug, also wollten wir diesesmal, die knapp 1.000 km nach Pattaya in einen
"V.I.P. 24 Bus"  überbrücken. 
So ein "V.I.P. Bus" ist nach dem Fliegen die kostspielichste Art, hier in diesem Land von A nach B zu gelangen. 

Man stelle sich einen Doppeldeckerbus vor, der mit nur 24 Sitzplätzen ausgestattet ist, das der sonst üblichen 52 Plätze. 

Man hätte also Platz wie Gott in Frankreich... und das in Thailand... cool oder? 😉

Ausgestattet mit Liegesitzen, Bordsteward(ess) und allem was das Reiseherz so begehrt hätten wir die Reise lange Reise bis nach Pattaya auf recht angenehme Weise überbrücken können... Wenn... Ja, wenn... aber dazu später mehr.  
Ausserdem!... 

Ulrike & Holger im V.I.P. Bus...  also "Very Important People"... 

Allein das sollte uns schon den einen oder anderen Bath mehr für diese Fahrt wert sein. Behandelt zu werden, wie ein V.I.P.... Wenn das mal nicht was hat, oder??? Also wir finden... das klingt cool.😋 Busfahren wie ein Mega-Star. 👍

Seit Ulrike diese Art von Bus das erste mal im Urlaub an uns vorbeifahren sah, wünscht sie sich so eine Fahrt in einem solchen Gefährt. 

Und nun sollte es mal soweit sein. 

Wir nahmen uns einfach die Freiheit (VISA) und buchten zweimal "V.I.P. 24 First Class" von Krabi nach Bangkok. Bitteschön. 👍☺️
Kaum am Busbahnhof von Krabi angekommen, stand er auch schon da,
"unser V.I.P Bus". ... Und schön sah er aus. Richtig nobel, mit Stewards und Stewardessen in frisch gebügelten Uniformen und fachlich sehr kompetent wirkenden Piloten, ähhh Fahrer.

Unser "V.I.P. 24" - Luxus Liner... so dachten wir zumindest. 🙈

In froher Hoffnung warteten wir auf das Einchecken.
Kurz vor 16.30 Uhr war es dann endlich soweit..

Der Fahrer öffnete die Türen und Gepäckklappen unseres "gebuchten Super-Luxus-Liners". 

Wir schleppten also unsere knapp 50 Kilogramm Gepäck Richtung Bus, um es bei dem überaus freundlichem Bordpersonal abzugeben, welche es dann liebevoll und vorsichtig im inneren des Busses einbetten sollten.
Wir hielten dem noch lächelnden Steward unsere "V.I.P. Tickets" hin.
"Na da staunste, wa?...  Ulrike und ich sind VERY IMPORTANT."
Als er unsere Tickets sah, war ratzfatz Schluss mit der Lächelschnute. 

Um einiges inkompetenter wirkend, winkte er uns mit einer verächtlichen Geste beiseite.
"Ja wie jetzt?... Behandelt man so V.I.P.s ?
V.I.P.s , die bei anderen Busgesellschaften gebucht haben anscheinend schon. 🙈

Na gut, dann eben nicht... werden wir halt die Liebenswürdigkeit und die Kompetenz der anderen Reise-Gesellschaft geniessen... so dachten wir uns. 

Schliesslich sind wir für heute "V.I.P.s"

Es dauerte auch nicht mehr lange und dann kam er vorgefahren. Der V.I.P. Bus, der für uns gedacht war. In dem unser Reisebüro für uns Plätze gebucht hatte.
Nun kam er tatsächlich... unser V.I.P.-Bus... 

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Man beachte die professionelle Abdichtung der Fenster und auch der Lack ist in seiner "Blütezeit"🙈

... kurz gesagt... ein Haufen Schrott. 😕

Ulrike war den Tränen nahe,  als sie sah, was sie sah. 

Vor uns stand ein ca. 30 Jahre alter, rostiger Schrotthaufen, der seine besten Tage wohl zu Zeiten des Vietnamkrieges hatte und in dem die "GI‘s" wohl seinerzeit Fronturlaub in Thailand machten.

Wir trösteten uns mit dem Gedanken, dass er ja im inneren recht gemütlich sein könnte und wenn wir erstmal drinnen sitzen, sieht man das äußerliche Grauen ohnehin nicht mehr. So zumindest der theoretische Ansatz. 
Also nahmen wir Platz, in unserem geplatzten V.I.P. Traum.

Anfangs waren wir auch recht stinkig auf das Reisebüro, das uns die Tickets verkauft hatte. 

Allerdings wurde uns schnell bewusst, dass wohl so kurzfrtistig keine anderen Tickets mehr zu bekommen waren. 

Es war Wochenende und sowohl der "schöne V.I.P. Bus", also auch dieser Bus hier waren bis auf den letzten Platz besetzt. That´s life. 🤷‍♂️

Ok... dann also Augen zu und durch. So schlimm wird es schon nicht werden...
Dachten wir...🙈

Kaum Platz genommen, wurden wir von einem überaus freundlichen Steward, der allerings während seiner intantilen Entwicklung versäumt hatte, sich die Kunst des Lächelns anzueignen, ersteimal mit reichaltigen Snacks versorgt. 

Also... im Grunde war es irgendein, nicht definierbarer Kuchen, vakuumverpackt... der  übrigens immer noch in unserem Tagesrucksack vor sich hingammeln müsste.
Da wir ja nun V.I.P. Erste Klasse reisten, war es selbstverständlich, dass wir auch multimedial unterhalten wurden.
Auf einem 19 Zoll Monitor flimmerte eine Video CD. 

Zu erwähnen, dass es eine Video CD war, ist daher nicht ganz unerheblich, da diese nicht, wie eigentlich für eine DVD üblich, über Untertitel verfügte, um die cineastische  Vorführung zumindest in englischer Sprache annähernd verfolgen zu können.
Nein...  Das Unterhaltungsprogramm fand also ausschließlich in thailändischen Vokabular statt...  Schade eigentlich. 

Der Film hieß "Der 13te Krieger" (das stand Gott sei Dank, in englischer Sprache eingangs im Vorspann...  sonst wüsste ich es tatsächlich nicht).

Ein Wickinger - Film mit "Antonio Banderas" flimmerte dort, in atembraubender Größe von 19 Zoll (48,26 cm) über den knapp 5 Meter entfernten Bildschirm. 

Sagen wir mal so... 

Dass ein Spanier als Nordmann in einen Wickinger-Film gesteckt wird, wirkte auf mich schon aus ethnischen Gründen etwas befremdlich.

Aber, dass er auch noch von einem "Thai" synchronisiert wird, dass kann, bei mangelnder Resilienz beim Zuschauer schon gewisse psychotoische Reaktionen Psychosen auslösen. 🙈

Das die Thailänder, schon aufgrund ihrer Körpergrösse auch über kürzere Stimmbänder verfügen, ist ja auch für mich als Europäer durchaus nachvollziehbar. 

Aber das 2 Meter grosse Wickinger, in ihrer rauhen Heimat vor der Kamera stehen  und klingen wie die "Teletubbies auf einem Kindergeburtstag"

Je länger ich mir dieses Spektakel anschaute, umso so mehr verfolgte mich der Gedanke, dass irgend jemand  "Tinky Winky, Lala und Po"  als Rollen in einen "Stephen King Film " besetzt hat.
Alles  ein Ende... 

... so auch dieser, nachhaltig überaus beindruckende Abenteurfilm im "Tigerenten-Club Charakter". Gott sei´s gelobt und getrommelt 🙈

Ich glaube, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir während dieser spannenden Filmvorführung von einem Platzregen überrascht wurden. Unser, anscheinend und der französischstämmiger Platznachbar rief daher freundlich nach dem zuständigen Steward um ihn auf diesen, doch aus Sicht eines Europäers recht ungewöhnlichen Umstandes aufmarksam zu machen. 
Ruhig und gefasst gab er dem Steward zu verstehen "It is raining", und zeigte dabei auf seine, mittlerweile bereits recht feuchte Hose, da das Wasser fleissig durch das Dach auf seinen Schoß tropfte. Wohl wissend, dass es tatsächlich regnet, bestätigte der Steward die Entdeckung des Fahrgastes, mit einem verständnislosen Nicken. 

Wie sollte er auch an diesem heftigen Regenguss dort draußen auch etwas ändern können? 🤷‍♂️

Das der Fahrgast natürlich nicht den Regen außerhalb des Busses beanstandete, sondern den, fleißig tropfenden Wasserfall im inneren des Fashrzeuges, schien der Steward wohlwollend zu ignorieren. 
Ich für meinen Teil beaobachtete dieses Szenaria genau so lange amüsiert, bis auch auf meiner Seite begann, sich ein Bächlein Regenwasser den Weg in meinen Schritt zu suchen.

Zum Glück hatte dann zumindes Petrus ein Einsehen und begnadigte uns vor dem Ertrinkungstod, in dem er dem Regen ein Ende bereitete. 

Mittlerweile waren wir auch bereits lange genug unterwegs, dass auch der erste Fahrgast glaubte, die Bordtoilette auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüfen zu müssen.
... Dies allerdings mit herausragendem Erfolg. 

Zumindest fing der Bus so langsam an, so nach und nach immer mehr nach Kloake zu riechen. 😶

 Was Anfangs sogar beruhigend auf mich wirkte, nun mit dem Wissen betraut, dass "Notdurfteinrichtung" in diesem Luxusgefährt vorhanden und funtionstüchtig war. Angesichts dieses vorsinflutlichen Fortbewegungsmittel, durfte man daran schon berechtigte  Zweifel hegen. 


Ok, Toilette war schonmal vorhanden -  und das unüberriechbar.😶

Trotzdem wäre es für mich weniger belastend gewesen, wenn dieses Etablissemt mich nicht kontinuierlich durch sein pentrantes, olfaktorisches Aufmerksamkeitsbedürfnis an seine Anwesenheit erinnert hätte. Hat es aber!!! 
Mir kam nun meine, bei der Bundeswehr genossene "ABC Ausbildung" zugute, mit der Ulrike leider nicht dienen konnte. Flachatmung durch den Mund...den Fokus auf etwas geschmackvolles richten... so ist ein Überleben möglich... 

Ulrike war dieser Pestilenz ungeschützt und gnadenlos ausgeliefert.
Die Erlösung brachte dann, pünktlich zum Ende der
"Teletubbie-Wickinger- Show" die Rast mit dem, im Preis enthaltenen "First Class Dinner".

Allerdings hatte das Restaurant, in das wir gekarrt wurden, weniger etwas von einem V.I.P., sondern eher etwas von einem Kasernenfeeling.
Unser Feldwebel im Minirock, also eine unserer Stewardessen, verwies uns unfreundlich, aber bestimmt auf unsere Plätze in der Kantine... ähh...tschuldigung... des Restaurants.
Ganz, wie man es bei einer "V.I.P. First Class Reise" erwartet, wurden wir in 6er - Gruppen an kahle Tische gepfercht, welche mit dem guten "Meissner Familien-Prozellan in Gestalt von Einweg-Plastik" eingedeckt waren.
Eindeutig ein Fall für den "WWF" war dann die folgende "Fütterung bei Massentierhaltung".
Während wir noch versuchten zu identifizieren, was wir da so vor uns auf dem Teller hatten, wurden die Schüsseln auch schon wieder abgeräumt und saubere Teller für unserer Nachfolger auf den Tisch gestellt. Just in time... time ist money. 🤷‍♂️
Das war für uns wohl das Zeichen für: 
"Raus hier"

Hmm, also irgendwie hatte ich mir die so hochgelobte, thailändische Gastfreundschaft etwas anders ausgemalt... Aber bei uns sollte es halt nicht so sein.

Kaum wieder im Bus, wurden wir mit einer Art "GZSZ für Thailänder" gequält. Ich erspare mir auch, tiefer ins Detail zu gehen. 

Kurz.. Es war schlicht und ergreifend KÖRPERVERLETZUNG.

Als wenn der liebe Gott erbarmen mit uns gehabt hätte, flimmerte aus der bunten Kravall-Kiste später eine Reportage über Pandabären.
"Super" ... dachte ich... "da sprechen die Bilder ihre eigene, international verständliche Sprache und der Ton wird zu einer erträglichen Nebensache". 

Gebannt verfolgte ich die Geburt eines kleinen Pandas in irdeneinem chinesischen Zoo, als mir plötzlich schwarz vor Augen wurde.
Nein... ich wurde nicht ohnmächtig...  auch hatte ich keine Vergiftungserscheinungen durch unserem, soeben eingenommen, opulenten Males.
NEIN... 

Das TV, das Licht...  Alles schien sich schlagartig zur Ruhe gebettet zu haben. 

Alles  aus... Kurzschluss???... Stromausfall???...  

Nein... , wo denkt ihr hin? 

 "Schlafenszeit“ wurde seitens des Bus-Personales befohlen. Kurzer Hand wurde sämtliche säntliche Lichtquellen, einschließlich des TV-Monitors abgeschaltet. 

Alles aus... alles.. ohne Vorwarnung... und nun saß ich da, mit mir und der dunklen Nacht vor meinen Augen. 

Da Ulrike, aufgrund ihrer naturmedizinschen Tabakware, ohnehin schon seit geraumer Zeit ihrem wohlverdienten Gesundheitsschlaf fröhnte, bekam sie davon wenig mit... präzise ausgedrückt... gar nichts. 
Bei meine Wenigkeit sah dies allerdings ein wenig anders aus... Ich war so hellwach wie ein Eichhörnchen, dass  mit seinem Schwanz in eine Steckdose geraten ist. 

Mir kam die Dose Bier in den Sinn, die ich noch in unserem Rucksack vermutete. 

Sie ein  "Gute Nacht Bierchen" könnte mir zu einer gewissen "Bettschwere" verhelfen, dachte ich so bei mir.

Ansonsten wurde einem ja jegliches Produktivitätspotential genommen. Danke dafür. 

 So kramte ich in unserem Rucksack, um an die Bierdose heranzukommen, die ich zuvor in Krabi am Bahnhof gekauft hatte.

In freudiger Erwartung, hörte ich die Dose zischen, als ich sie öffnete. "Hmmm jetzt ein lecker Bierchen"... so soll es sein. 

"Ha... mein Bier konnten si emir nicht nehmen, diese Spielverderber"... dachte ich noch so bei mir, als ich zum ersten Schluck ansesetzte...

Kennt ihr das Gefühl... Ihr Ihr schüttet Euch verehentlich Salz, satt Zucker in den Kaffee und nehmt in freudiger Erwartung den ersten Schluck? 
Statt meinem Bier hatte ich die Dose
"Cola Zero" erwischt, die sich bereits bei 40 Grad im Schatten, in der Sonne von Ko Lipe herumräkelte und sich vermutlich schon leicht fermentiert, in meinem Rucksack breit macht um darauf zu warten, mich in eine Schockstarre versetzen zu können...

Kleiner Spoiler... Das ist ihr gelungen. 😟

OK... Das wars!!!... 

... Dieser Fauxpas rauber mir den letzten Funken an Motovation, dem Ganzen hier noch irgendetwas positives abzuringen... 

Außer vielleicht... Wir leben noch.
So suggerierte ich mir vor meinem innerne Auge einen Vollrausch und versuchte es Ulrike einfach gleichzutun und ein wenig zu schlafen. 

Bis wir dann um 3.30 Uhr von dezenter, thailändischer Hottentotten-Mucke im Stil des deutschen Karnevalschlagers geweckt wurden, deren Lautstärke die eines startenden Düsenjets in keinster Weise nachstand. 

Irgendwie hatten wir uns unsere "V.I.P. 24 First Class Reise" doch ein wenig anders vorgestellt.🤷‍♂️



 Bild: Die sanitären Anlagen des freundlichen  "V.I.P. First Class Rasthauses", in dem wir zu denieren pflegten. 🤦‍♂️



TAG 26/57
Sonntag, 03. Februar 2008

Von Bangkok nach Patthaya
Um 5.00 Uhr in Bangkok angekommen, mussten wir zusehen, dass wir einen Bus erreichen, der uns nach Patthaya bringt. Schließlich hat Ulrike am Montag ihr großes Abenteuer
"Wurzelbehandlung"
Relativ unprlematisch bekamen wir dann auch unsere Tickets und die Information, wo genau nun der richtige Bus abfährt... Eine Information, die nicht ganz so unerheblich ist, wenn man mit einem Bus reisen möchte. 🤷‍♂️
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass des zu er der primären Intentionen des  Busfahrers gehörte, das Innere des Busses zur Exklave für Pinguine umzufunktionieren.
Bei einer gefühlten Innentemperatur knapp über dem Gefierpunkt, setzten wir uns also in den Bus auf unsere zugewiesnen Plätze... 

Bei gefühlter Windstärke 9  blies uns dort der eisige Wind der offensichtlich tadellos funktionierenden Klimaanlage ins Gesicht.

In der naiven Hoffnung, der Bussfahrer möge im Laufe der Fahrt ein Einsehen haben und das Sch...ding in einen zweistellige Temperaturrahmen regulieren, war allerdings, kauerten wir uns unter unsere Sarrongs... allerdings mit wenig wärmenden Erfolg.

Einen Blick durch den Bus zeigte mir, dass wir nicht die einzigen waren, die keine Lust hatten als Speiseeis in Patthaya anzukommen. 

Mit den fantasievollsten Mitteln versuchten einige Insassen die Löcher der gnadenlos weiterpustenden Klimaanlage zuzustopfen... Allerdings ebenfalls mit geringem Erfolg.
Der Bus fuhr los... Die Klimaanlage fegte jedoch weiterhin durch den Innenraum.
Die mitreisenden Thais hätten zwar die Möglichkeit gehabt, dem Busfahrer in seiner Muttersprache verständlich zu machen, dass wir alle keine Lust auf Eiszeit hatten, waren aber anscheindend zu höflich um  ein Veto einzulegen.🤷‍♂️


Ulrike hatte mir ja voraus, dass sie gewissen, konfliktfreieren Konversationtechniken mächtig ist... 

Während ich also wutschnaubend kurz davor war, die Luftkanäle aus der Decke zu reissen, übte sich Ulrike darin, einem nicht englisch sprechenden, thailändischen Busfahrer auf englisch und konfliktfrei zu erklären, dass in diesem Bus keiner erfrieren möchte. Und das mit unbändigen Erfolg... 

Die Klimaanlgae wurde etwas heruntergerstellt. Zumindest für einige Minuten... vermutlich, damit die Passagiere etwas Zeit hatten, sich die Eiszapfen von der Nase zu brechen.
An dieser Stelle mal ein
tobenden Applaus für Ulrike, die bestimmt 40 Menschen durch ihren selbstlosen Einsatz vor den Erfrierungstod gerettet hat.

Ok...  mit der "Lüftungskanälerausreißvariante" hätte ich vermutlich einen ähnlichen Erfolg gehabt. Nur die Konsequenzen wären wohl andere gewesen. 🙈 So war Ulrikes Alternative doch die bessere Wahl.
Als der Busfahrer die Klamaanlage dann wieder auf sein Limit heraufdrehte, vermutlich um uns zu beweisen, wer in diesem Bus tatsächlich der Chef ist, und wer hier die Macht über Sommer und Winter hat, resignierten wir einfach, verkrochen uns in infantiler Fötusstellung unter unseren Sarrongs und "fieberten" dem Ende dieser Fahrt entgegen.
Nun... hier
in Patthaya angekommen liegt Ulrike, wie es kausal bedingt zu erwarten war, kränkelnd im Bett und ich versuche euch in der Zwischenzeit mit diesen Zeilen  auf dem Laufenden zu halten. 

Ich hoffe, es ist mir halbwegs gelungen.
Morgen gibt´s dann voraussichtlich den
Abenteuerbericht "Zahnarzt"




Tag 27/57
Pattaya, Montag, den 04.02.2008, Ortszeit 11.33 Uhr
"OLAU... HELAU... ALAAF" 🥳
Ich habe gerade zufällig mitbekommen, dass heute "Rosenmontag" ist. 

Während einige von Euch dieses Tag zünftig zelebrieren, werden andere, genau wie wir, davor flüchten... Willkommen im Club. 😉

Wie auch immer... wir bekommen hier recht wenig von diesem Zinnober mit, aber irgendwie ist hier in Pattaya ja immer Karneval.😉
Wir wünschen, zumindest denen unter Euch die in diesen zu "Jecken" mutieren, eine tolle Karnevalszeit und denjenigen, die es nicht so mögen wünschen wir, dass es schnell vorbei geht.


Ich für meinen Teil, sitze hier aktuell, völlig unkostümiert, in einem Internetcafe und schlage die Zeit tot und töter... 

Ulrike bekommt zur selben Zeit,  genau über mir im 1. Stock, ihre "heißersehnte Wurzelbehandlung".
Hoffen wir, dass alles gut geht.
Übrigens...
... ES REGNET 😟



Tag 27/57
Pattaya, Montag den 04.02.2008, Ortszeit 19.32
Ulrike & Holger ...
der Dekadenz verfallen.  beste
Um als erstes die wohl spannenste Frage des Tages zu beantworten, die vemutlich in Deutschland die gesamte Rosenmontagslaune getrübt hat.
Ja, die Wurzelbehandlung ist
bestens verlaufen.👍
Die Zahnarztpraxis ist auch durchaus auf
deutschen Standard.

Ihr könnt also dem Bürgermeister und Prinzenpaaren von Koblenz, Köln, Düsseldorf und Mainz von uns bestellen, dass sie die Rosenmontagszüge   n i c h t   abzusagen brauchen. Alles im günen Bereich... Ulrike geht es den Umständen entsprechend gut 🫡


Nach "unserem" Zahnarztermin sollten wir mal wieder einer unserer überaus urlaubskassenkonträren Ideen haben. 🙈

Das heißt... aud dme zweiten Blick war unsere Idee eher Urlaubskassenschonend.

In der Zahnarztpraxis lag, wie überall dort, wo hier in Patthaya deutsche, oder deutschsprachige "Farangs"* ihre Duftmarke hinterlassen (also fast an jeder Ecke), das gleichnamige Magazin aus. "Farang" ist übrigens thai und bedeutet soviel wie "Fremder". 

Im Grunde ist es nur ein Werbeblättchen für die hier ansässigen, deutschen Dienstleistungsunternehmen. Doch nach gut 5 Wochen Aufenthalt, hier in Asien freut man sich doch über jeden deutschprachigen Buchstaben, der einen so vor die Netzhaut springt.
Da Ulrike nun aufgrund ihres Gesundheitszustandes mal wieder unter einem erhöhten "Verwöhnbedarf" stand, suchten wir nach Mittel und Wege, die "Krankheitstage" möglichst angenehm und kräfteschonend anzugehen.
Während wir so in Richung "Heimat" spazierten, hörte ich hinter mit den bekanntbedrohlichen Satz
"Weisst du, worauf ich jetzt Lust hätte???"
Da wir uns nach einem solchen, ähnlich gelagerten Satz durch Ulrike, im 5.000 km entfernten Borneo wiedergefunden haben, versuchte ich meine Neugierde erstmal vorsichtig in Grenzen zu halten.

Zugebenermaßen war ihre Idee zwar "bababobo", aber sie hatte einen gewissen Unterhaltungsfaktor. 

Zumindest war sie so dekadent... was wiederum gut zu uns passen würde . 😋
"Wir machen einen "DVD Tag"...
...sagte sie mit ihrem ganz typischen
"Ichhabeeineideeundichwilldasjetztgesicht".
Da ich dieses Gesicht zu genüge kenne, war Widerstand ohnehin zwecklos und wir machten uns auf die Suche nach der einzigen deutschprachigen Videothek Pattayas,  vermutlich Thailands.
Bewaffnet mit dem "Farang"... also der Zeitschrift, in dem eine Anzeige dieser Videothek abgedruckt war und eine Strassenkarte Pattayas irrten wir nun über die "3rd Road" Pattayas.
Wir wollten schon aufgeben, als an uns ein weißer, blonder Mann vorbeiging, den wir eigentlich nur fragen wollten, ob wir uns noch in der richtigen Strasse befinden.

Trotz unseres schwachen Versuches, ihn in englisch anzusprechen, erkannte er sofort an unserem Dialekt, dass es sich bei uns um Deutsche handeln müsse und sprach uns auch auf deutsch an. 

Wir sagten ihm was wir suchen und er zeigte uns, breitgrinsend eine DVD-Hülle....

Er hatte anscheinend den selben Weg.😉
Der Deutsche hieß Daniel und ist eigentlich Fittnesstrainer.  Er hängt, nach seiner Aussage, gerade hier in Pattaya, bzw Thailand fest. 

Seine Story klang für uns nach einer ziemlich unglaubwürdigen "Räuberpistole", die wir hier jetzt nicht so ausführlich erörtern möchten. Schon aus Pietätsgründen... vielleicht sollte seine Geschichte, widererwartend der Wahrheit entsprechen, dann wäre es nicht fair, sie hier breitzutreten. 

Nut so viel... Der Klassiker 😉

Lange Rede...  wenig Sinn...
.. Wir haben jetzt auf unserem Hotelzimmer einen
Fernseher (Zimmerausstattung), einen DVD-Player (aus der Videothek geliehen) und 4 DVDs (vom Metzger, der deutschen Videothek) und sind jetzt dekadent gneung,  mitten in Thailand auf  unserem Hotelbett zu hocken und uns diverse, niveaufreie Aktionfilme einzuverleiben..
Ja..
Pervers können wir. 😂
Aber zu unser Verteidigung sei jedoch erwähnt, dass erschwerdend zu Ulrikes Gesundheitszustand noch strafmildernd zu berücksichtigen ist... 
ES REGNET IMMER NOCH !!!

Übrigens, einer der Filme, die wir uns ausgeliehen haben heißt "Der 13te Krieger".😜
Wer mit diesem Titel etwas anfangen kann, beweist gerade eine echte Lesetreue, was unsere Tagebucheintraege angeht 😉🙂
Und ihr werdet es nicht glauben, dieser Film ist, so ganz ohne "Teletubbies auf Extasy"... sogar relativ gut. 👍
*bababoo = Thai: Verrückt





Tag 28/57
Pattaya, Dienstag den 05.02.2008, Ortszeit 18.30
Nachdem wir es gestern lefiglich schafften, uns die Wickinger, noch einmal ohne "Teletubbie-Stimmen" anzuschauen, haben wir unseren Videotag fortgeführt heute fortgeführt.... Sind ja schließlich alle DVD´S bezahlt.🤷‍♂️
Um noch den letzten Rest unserer, bisher noch relativ erträglichen Außenwirkung aufrecht zu erhalten, behalten wir die von uns konsumierten Titel besser für uns😜

Nur so viel... Sie waren jugendfrei. 

Heute vormittag hatten wir noch das Vergnügen, eine "Schweizer Arztpraxis der Allgemeinmedizin"besuchen zu dürfen. 

Um sicher zu gehen, dass Ulrike sich nicht mehr als eine Grippe eingefangen hat, ließ sie sich dort einmal "auf den Kopf stellen".
Resultat : Negativ!  - Keine tödliche Tropenkrankheit... Diagnose: Schnupfen.

Frisch gestärkt und voller Motivation haben wir uns dann im Hotelzimmer auf unser Bett gehauen und einen Filmmarathon absolviert.
Nebenbei haben wir noch eine "Obstorgie" veranstaltet. 

Wir haben uns sagen lassen, das soll gesundheitsfördernd sein.🤷‍♂️
Morgen sind wir dann noch einmal bei
"Benno und Familie" zum Essen eingalden. Wir freuen uns schon sehr darauf.

Bild: Ulrike kurz vor dem Kampf mit der Pomelo
           Wie ihr sehen könnt, geht es ihr schon .....
             ....*Trommelwirbel*... viel besser *hurrahurrahurra*)



Eine informative Bilddokumentation bezüglich unserer DVD-Orgie, fiel leider Ulrikes Zensur zum Opfer. 🤷‍♂️




TAG 29/57
Pattaya, Mittwoch, den 06.02.2008, Ortszeit 13.36 Uhr
"Bombenstimmung"


Ich sitze mal wieder im Internetcafe... Genau über mir dieZahnarztpraxis, in der Ulrike gerade ihren Nachsorgetermin hat. Ich höre nichts... gutes Zeichen.🙈

Hier in Pattaya, und vermutlich im ganzen Osten Asiens herrscht gerade "Bombenstimmung". An allen Ecken und Enden knallt´s.

Doch ist hier weder ein Bürgerkrieg ausgebrochen, noch hat "Osama Bin Laden" sein Tätigkeitsfeld auf Thailand ausgeweitet. 

Es ist der Tag vor dem "Chinesischen Neujahrsfest", der in diesen Breitengraden der Welt, durch entsprechend dezibellastige Aktivitäten begleitet werden. 

Morgen ist also Chinesisches Neujahr. Nebenbei begrüßt die chinesische Bevölkerung von Thailand, die wie wir festellen konnten, in nicht unerheblicher Anzahl eingewandert ist, den "Beginn des Jahr der Ratte". 

In vielen Städten Asiens bedeutet dies für den morgigen Tag "Ausnahmezustand".
Ich denke aber, hier in Pattaya wird dies nicht ganz so dramatisch ausfallen.

Wir hatten auch kurz überlegt, extra zu diesem Anlass nach Bangkok, Chinatown zu fahren, sind aber dann doch davon abgekommen. Wier erinnern uns?... Ulrike krank!
Auch würde es vermutlich schwer werden, zu diesem Event ein freies Zimmer in Bangkok zu ergattern. Wir hätten also bereits vor Tagen in Bangkok anreisen müssen, was aus bekannten Gründen eher kontraproduktiv gewesen wäre. 
So lassen wir, hier in Pattaya einfach "den lieben Gott einen guten Mann sein" und genießen weiter unsere Zeit. Und das, ab jetzt hoffentlich auch
gesund.

Bild :
Mal ganz speziell für meine "Deutsche See Kollegen"
(falls, außer Sascha überhaupt noch jemand hier reinschaut)
Dieser "Red Snapper" kostet fertig gegrillt 100 Baht (ca. 2.00 Euro), Crevettten, ebenfalls ca. 2,00 € / Teller...

Im Vergleich zu diesen Fischpreisen, wirkt selbst unser Personalrabatt inflationär 😉




Tag 30/57
Pattaya, Donnerstag, den 07.02.2008, Ortszeit 11.39 Uhr


Heute morgen habe ich es doch tatsächlich noch einmal geschafft, meine Laufschuhe anzuziehen und nicht nur das... ich habe sie sogar genutzt. 🙈

20 km ... Patthaya - Jomtien und wieder zurück... Ich bin stolz auch mich. 💪

Zur Belohnung und Eigenmotivation hatte ich mich auch zeitnah mit einen "SUB des Tages", bei SUBWAY belohnt. Nach 4 Wochen Asia-Food, wenn auch noch so köstlich, war das mal wieder eine echt leckerer Kohlenhydrat-Booster. 

Die Relation der verbrannten, zu wiederzugeführten Kalorien möchte ich an dieser Stelle nichtz ausdiskutieren. 😠

Ansonsten werden wir es uns nun am Strand von "Pataya Beach" gemütlich machen und einfach mit unseren Kalorien achtsam haushalten 😉. 

Wer weiss, wann sie wieder gebraucht werden, und wann man wieder welche zuführen kann, diese Kalorien...🤷‍♂️

Gestern hatten wir ein zweites Mal das Vergnügen, zu Gast bei Benno und seiner Familie zu sein. 

Und wieder hatten wir mit ihnen einen wirklich schönen Abend. 
"Solltest Du Benno, das Tagebuch hier einmal lesen, sei euch an dieser Stelle nocheinmal recht
herzlich gedankt. Das Essen war köstlich und Eure Gastfreundschaft wirklich rührend.❤️

Bild:
Benno mit seiner wunderschönen, thailaendischen Gattin. (das Hochzeitsbild)




Tag 30/ 57
Pattaya. Donnerstag, den 07.02.2008, Ortszeit 18.00
"DES EINEN LEID..."

Tja, ihr Lieben...
...jede Medaillie hat zwei Seiten. 

Wir genießen gerade auf angenehmster Weise unsere Zeit, hier in Süsostasien. Ulrikes Gesundheitszustand ist mittlerweile wieder als "bestens" zu bezeichnen und da wir gerade dem Schicksal sehr wenig Gelegenheit geben, neue "Anekdoten für dieses Tagebuch " für uns bereit zu halten, ist es natürlich für die Leser dieses Tagebuch etwas langweiliger geworden, was Euch vielleicht ein wenig leid tut... Wir dagegen genießen aktuell die ereignislose Ruhe. 

Des Einen Leid, ist halt oftmals des anderen Freud.🤷‍♂️

Ich könnte natuerlich morgen mal versuchen, hier in Thailand einem Polizisten die Zunge herauszustrecken, oder einem Taxifahrer die Luft aus den Reifen zu lassen. 

Oder ein Lagerfeuer, mit anschließendem "Red Snapper grillen" im Hotelzimmer veranstalten, 

Solche oder ähnliche Aktivitäten würden natürlich diesem Tagebuch wieder eine amüsantere Note verleihen. 
Aber den Gefallen tuen wir Euch aber nicht. 😉

Wir befürchten, dass uns bellestrisch lesenswerte "Urlaubsabenteuer" von ganz allein wieder unsere Wege kreuzen werden... Ob wir das wollen oder nicht. 
Schließlich haben wir noch unsere Reise nach Kambodscha vor uns.
Also keine Bange...

... in den kommenden 3,5 Wochen wird es vermutlich noch genug Schreibstoff geben, damit auch die Freunde der Schadenfreude unter Euch wieder auf ihre Kosten kommen. 
Also gönnt uns einfach diese "kleine Erholungspause" 😉

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Bilder : Impression aus Pattaya... man liebt es oder man hasst es. 





Pattaya 07. Februar 2008

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Ulrike auf dem weg der Besserung - Beweisfotos.😉




Tag 31/ 57
Pattaya, Freitag, den 8.02.2008, Ortszeit 10.50 Uhr
"FROGGER"


Mit geschwellter Brust schreibe ich nun hier nieder, dass ich es heute morgen ein zweites mal hintereinander geschafft habe, meinen "inneren Schweinehund" Ulrike bei Ulrike im Hotelzimmer zu lassen, um dann heute morgen um 7.00 Uhr (jawoll, um diese Uhrzeit)
Joggen zu gehen.💪

Ich finde es allerdings mehr als unfair, dass Ulrike in der Zeit, die wir uns nun hier in Südostasien aufhalten wesentlich schlanker geworden ist als meine Wenigkeit.. 

Und dass.. obwohl ich mich hier so herumquäle, 😠... Die Welt ist nunmal ungerecht. 🤷‍♂️

Aber zu ihrer Verteidigung, darf nicht unerwähnt bleibeb,  dass Ukrike zum einen, durch ihre Kranheit an akuten Appetitsverlust litt, währen ich mir, zwecks unabdinglicher Kalorienzufuhr den "Sub des Tages" zuführen musste,  und sie zum anderen,  nicht so sehr dem thailändischen "Chang Beer" verfallen ist, wie ich 🙈.

Etwas anderes,  über das ich in diesem Tagebuch schon immer schreiben wollte, aber nie Gelegenheit hatte, ist das Abenteuer "Strassenüberquerungen" hier in Thailand.
Die Leser unter Euch, die das 30te Lebensjahr bereits überschritten haben, und für die Begriffe wie "
Atari" oder "C64" keine Bezeichnung für Geschlechtskrankheiten sind, erinnern sich vielleicht noch an "Frogger".

Also für diejenigen, die bei der Frage, "Hast du nen "Atari" voller Panik zum Arzt rennen, sei erklärt:  

Es handelt sich um ein Telespiel (ja, damals nannte man das noch so) aus den 80er Jahren. Mit dem man unter anderem "Frogger" spielen konnte.

Bei diesem Spiel dabei geht es darum, als Frosch über eine 6-spurige Autobahn zu gelangen, ohne als braungrüner Haufen Schleim auf dem Asphalt zu kleben.
Jedesmal, wenn wir hier in Thailand eine Straße überqueren wollen, werde ich unweigerlich an dieses Spiel erinnert... Ein Schelm, der böses dabei denkt. 
Nur... dass wir hier in Thailand keine
3 Leben zur Verfügung haben, bis das Spiel beendet ist.
Auf der Strasse gilt hier grundsätzlich
das Recht des Stärkeren

Auch versuchen wir schon seit Wochen das Geheimnis des "Zebrastreifens" zu lüften... Bisher ohne Erfolg.🤷‍♂️
Aber wie im Spiel "Frogger" entwickelt man im Laufe der Zeit gewisse Überlebenstechniken und arbeitet sich zur Meisterschaft im Straßenüberqueren hoch.
Der erste Preis:  Du überlebst. 😉
An dieser Stelle möchte ich hier mal, unbekannterweise, einen
Gruß an Alex da lassen.
Er ist ein "Stammtischkollege" meines Papas und macht sich nun seit Wochen die Mühe
dieses Tagebuch täglich aktuell auszudrucken, dass auch meine Eltern daran teil haben können.
Vielen Dank dafür!!! 🙏
Auch an meine
Mama und meinen Papa an dieser Stelle mal ganz, ganz liebe Grüße.
Genauso wie an "
Rosi" (Ulrikes Mama), die auch immer fleißig mitliest.
So langsam vermissen wir euch doch alle ein wenig. 🤗




Jomtien, Freitag, 08. Februar 2008

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BILDER :
"JOMTIEN" ein Fischerdorf im Wandel

Jomtien... ist der Nachbarort Pattayas. 

Hier halten wir uns gerne auf... Die, doch recht präsente Subkultur des Sextourismus in Pattaya Stadt ist hier nicht ganz so offensichtlich. 
Aber, wie in Pattaya sind erinnert auch hier nur noch recht wenig an das ehemals beschauliche Fischerdörfchen. Die kleinen Hütten weichen den Bettenburgen.. Schade eigentlich.

"Prinzesschen Ulrike"
Nach den ganzen Reise-, und Krankheitsstrapazen hat sich Ulrike heute am Strand ein
"Ulrikerundrumverwöhnundwohlfühlprogamm" gegönnt.
Obst, Eis, Pettiküre und Fußnnägel lackieren.. Dekandenz in Reinkultur... so haben wir es uns heute richtig gut gehen lassen. 

Holger hat sich, wie so oft auf seine allseits beliebte "Fressorgie" konzentriert, was mindestens genauso befriedigend war 😜
Also wieder nix... keine Reisetagebuch-Highlights... keine Pleiten, Pech und Pannen.. keine Missgeschicke, keine neuen Abenteuer. 

Vielleicht morgen wieder... Nur nicht die Hoffnung aufgeben und fleißig weiterlesen. 😛





Tag 32/57
Pattaya, Samstag, 09. Februar 2008


"AB HEUTE NICHT MEHR OHNE *SCHIRM* "


Nein... die Regenzeit ist hier noch nicht angebrochen. Eigentlich regnet es  nicht einmal...
aber...
... heute stösst eine langjährige Freundin von Ulrikes Mutter zu uns. 

Ulrike kennt siebereits ihr ganzes Leben und hat sie in dieser Zeit schätzen und lieben gelernt.
Ihr Name ist "Ursula Schirmer", Spitzname "
Schirmlerin".

Erstmal ein großes Kompliment an sie...

... dass sie den Mut hat, sich uns "Low Budget Reisenden" anzuschließen und auf den Komfort einer gebuchten Pauschalreise zu verzichten.
Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam sehr viel Spaß haben werden.

So starten wir übermorgen gemeinsam in das "Abenteuer Kambodscha". 

Sozusagen als "generationenübergreifendes Experiment" mit der besten Aussicht auf Erfolg. ☺️


Gestern haben wir es uns noch mal das Nachtleben von Pattaya gegönnt. 

Doch möchten wir an dieser Stelle einmal ein recht heikes Thema ansprechen.

Sexuelle Belästigung. 😟... Und damit meine ich jetzt nicht angetrunkene Farangs, die sich an unschuldige Damen heranmachen. Nein... im Gegenteil... das hier Thematisierte Lustobjekt bin... ICH!!! 😐

Und ja... die Aufrdinglickeit gewisser Damen kann einem, nicht an sexuellen Kontakten interessierten Männern, den Spaß  an diesem Viertel schon echt vermiesen.  Hier könnte natürlich die Frage augkommen" Was, bitte suchst Du dann dort?", was ich auch konkret beantworten könnte... 

Im Grunde will ich "Nur gucken... nicht anfassen" 😉

Das Spiesroutenlaufen auf der "Lustmeile".
Eine gemütliches Schlendern über die Walking Street, also der "Spaß-Meile" von Pattaya, ist schier unmöglich, da man(n) alle drei Meter von irgendeinem Männchen/ Weibchen oder etwas dazwischen motiviert wird, ihren Laden zu betreten, der selbstverständlich
immer der beste der Stadt ist. 

Da wird Ulrike ganz frei heraus angeboten, sich die Sensation von "Bällespuckenden, weiblichen Geschlechtsorganen" anzuschauen (die Wortwahl der Promoter/innen natürlich etwas deutlicher und nicht jugendfrei)
Oder mir werden mal eben
"willige Damen“ angeboten. 

Obwohl es diesbezüglich noch nichtmal zu ernsthaften Preisverhandlungen gekommen ist, wurde mir von Ulrike recht höflich, aber bestimmt die Hand zerquetscht, um entsprechende, potentielle Gespräche im Keim zu unterbinden.😁

Von den indischen Schneidern mal ganz abgesehen, den wohl jegliches Gespür für den Intimkreis eines Menschen fehlt und einem hemmunglos mit ihren Katalogen auf die Pelle rücken... Zugegeben... Das kann schon nerven!!!🤦‍♂️
Und glaubt es oder lasst es...  Gestern Abend haben wir die ultimative Waffe, gegen jegliche Promotor- und Liebesdienstattacken gefunden.💪

Die Waffe ist so einfach, wie genial. 😁

Es könnte natürlich auch sein, dass es hier den einen oder anderen, männlichen Leser geben sollte, der genau diese Art der Kontaktaufnahme mit der einheimischen Unternehmenskultur sucht... Diesen Menschen raten wir selbstverständlich von der folgenden Taktik ab...

Allen anderen, die einmal in die Verlegenheit kommen sollte, über eine solche Amüsiermeile laufen zu müssen, möchten wir diese Technik wärmstens ans Herz legen. 
Also liebe Männer ... hier der ultimative Tipp des Tages!
Bevor ihr eine solche Amüsiermeile betretet, steuert einfach den erstbesten Supermarkt (hier ist dies in der Regel. ein "7eleven", rund um die Uhr geöffnet) und kauft euch einen oder mehrere "
PROLETENCOCKTAILS"
In meiner Heimat Koblenz, ist er unter der Bezeichnung "Bierdose" in den Supermärkten käuflich zu erwerben.


Ihr glaubt nicht, welche Wirkung so eine kleines Detail auf die herumstehenden Damen haben kann. 

Mit diesem Ding in der Hand über eine solche Amüsiermeile zu schlendern macht dich quasi zur "Persona non Grata"... 

Glaubt uns... Ihr werdet in Ruhe gelassen. 😜

Vermutlich, da jeder Kundenfänger Dich für einen "Geizkragen" hält, der ohnehin jeden Bath 3x herumdreht, … womit sie, was uns betrifft, auch nicht ganz falsch liegen 😉
Also merkt  euch für euren nächsten Urlaub auf Ibiza, Mallorca, Phuket oder sonstwo. Kauft euch einen solchen"Proletencocktail"  (möglichst die billg

ste, einheimische Marke) und die Welt ist in Ordnung ☺️

BILD 1:  Holger mit "Proleten-Cocktail"





Tag 33/57
Pattaya, Sonntag, den 10. Februar 2008


"BITTE UM EINLASS INS FITNESS-NIRVANA"
Sollte es einen Fitnessgott geben, möchte ich ihn hiermit bitten, nachstehendes in meine Bilanz bezüglich meines potentiellen Einzuges in das Fitness-Nirvana, nach meinem Scheiden aus dieser Welt, positiv zu berücksichtigen.
SEIT WIR IN PATTAYA ANGEKOMMEN SIND, BIN ICH
JEDEN MORGEN MINDESTENS 10 KM GEJOGGT!!!... Das nur mal so... fürs Protokoll.
Jawoll... lieber Fittnessgott, da hast du ganz richtig gelesen. 

Also verbuche das gefälligst auf der Habenseite meiner Himmels-Bilanz. 

Achso... nebenbei bemerkt, auch noch bei bei jedem Wetter, dass du mir vorgesetzt hattest.. also Sonnenschein, Sonnenschein, Sonnenschein und nochmal Sonnenschein. 😁
Im Grunde  unterscheidet sich das Laufen in diesem Teil der Welt nicht sonderlich von meinem Lauf an den Koblenzer Rheinpromenaden, die ich, wie vermutlich bekannt, während des Restes meines Daseins unsicher mache.
Nur zeigt sich das Wasser hier am Pazifik etwas entgegenkommender, wenn man so an der Wassekante läuft.  Wenn man also nicht auspasst, gibt´s nasse Füße. 🤷‍♂️

Und der Blick zum anderen Ufer fällt hier zugegebenermaßen etwas schwerer. 
Um einem Joggingtouristen, wie ich es wohl bin, das Laufen etwas abwechslungsreicher zu gestalten, haben die Thailänder alle 100 - 200 Meter große Mülltonnen aufgestellt. Diese Tonnen werden vor Morgengrauen geleert und von den Müllmännern grundätzlich mit geöffneter Klappe stehen gelassen. So haben diese die Chance ihre, im laufe des Vortages angesammelten Duftmoleküle hemmungslos ausbreiten zu können. Das gibt dem Wort "Dunstkreis" gleich eine völlig greifbare Bedeutung. 🙈 Diesen Job erledigen diese Mülltonnen in den frühen Morgenstunden  dann auch mit voller Inbrunst. 

Alle  "Wohlgerüche Suedostasiens" kommen dem unvorbereiteten Freund des morgendlichen Dauerlaufes mit einer solchen Macht entgegen, dass ein Weiterlaufen, nach dem Einatmen der molikularen Reststoffe es ehemaligen Inhaltes einer solchen Tonne fast unmöglich macht. 

Dagegen bewegte sich der Kloakengestank der Toilette des V.I.P. 24 Busses, mit dem wir seinerzeit von Krabi nach Bangkok fuhren, noch im Rahmen eines  "Channel-Duftes".

So gestaltet sich der Lauf über die Strandpromenaden, morgens um 7.00 Uhr eher zu ein olfaktorischen Hindernislauf. 

Mit der Zeit hat man als geübter Thailand-Jogger jedoch den Dreh raus, zu welchem Zeitpunkt es besser wäre die Luft anzuhalten, um zu vermeiden nicht die, einer biologischen Waffe ähnelnden Dunstwolke einzuatmen.

Die Technik des regelmässigen Luftanhaltens während des Joggens ist natürlich recht konditionsfördend... Wie ihre seht... alles hat auch seine Vorteile... Man muss nur lange genug danach suchen. 😉

Somit sei der Stadtverwaltung von Pattaya an dieser Stelle mal ein Lob ausgesprochen, mit welchen fantasievollen Mitteln sie dem sportaffinen Touristen ein Adventurefeeling bieten. An dieser Stelle : Danke Pattaya 👍 😉



Pattaya, Sonntag, den 10. Februar 2008

Pattaya unter neuer "SCHIRMHERRSCHAFT"

Wir ich schon berichteten,haben wir seit gestern eine neue "Reiseabschnittsgefährtin".

Gestern abend sind wir mit ihr losgezogen, sie ein ganz klein wenig in die  Geflogenheiten dieses Landes einzuweihen. Anscheinedn schien "der Schirmlerin" zu gefallen, was sie sah. 
Kullinarische Besonderheiten wurden genauso probiert, wie die, weit über Thailand hinaus, berühmte Fußmassage. Unser tempräres  "Trio Infernale" ist somit komplett. ☺️

Bild 1:
Schirmlerins Erstkontakt mit den Ess-Stäbchen....Und siehe da. Es ging ☺️
Anmerkung der Redaktion: Entgegen vieler Meinungen, werden Esstäbchen, hier in Thailand ausschließlich für das Essen von Nudelsuppen benutzt. Alles andere ist man hier mit Löffel und Gabel)
Bild 2:
"Zeigt her Eure Füße...“ Schirmlerin bei der Fußmassage.
Das hatte sie sich nach der langen Reise auch redlich verdient.




Tag 33/57
Pattaya, Sonntag, den 10.02.2008, Ortszeit 16.32 Uhr
"INS LESBENNEST GESTOCHEN "

Ein wenig hatte es mich schon gewundert, dass in dem Hotel, in dem wir hier in Pattaya abgestiegen sind, auschließlich Frauen arbeiten. 

Ok... vielleicht verstehen die Thäilander etwas anderes unter "Frauenquote". 🤷‍♂️

Die etwas burschikose Art der "Chefin" hätte mir allerdernig bereits zu denken geben sollen. 

Obwohl die Mädels allesamt, selbst für thailändische Verhältnisse, recht klein un zierlich wirkten, sticht diese eine doch als recht maskulin ich hervor.

Als wir gestern Morgen unseren allmorgendlichen Frühstückskaffee in der Bar des Hotel tranken, waren die Mädels damit beschäftigen, dutzende von Ballons, unter recht nervtötenden Gekicher aufzublasen. Ok... man muss, trotz ihres maskulinen Erscheiningsbild neidlos anerkennen... Ihre Blasetechnik löste selbst bei mit als Mann  gewisse Reizmechanismen aus.🙈

Auf die Frage,  wofür genau denn nun die vielen Ballons wären, bekamen nur wir die kurze, wie pregnante Antwort "Privat Party".

Wer unsere Ulrike kennt der weiss, dass sie zu einem der neugierigsten Menschen dieses Planeten gehört, und dass sie sich unter keinen Umständen mit einer solch knappen Antwort kaum zufrieden geben würde. 

Also wurde ihrerseits weitergebohrt.. Und siehe da...

Am heutigen Abend... so  fand unsere Ulrike heraus, dass hier im Hause die  "ultimative "Lesbianparty" von Pattaya stattfindet. Ok... wem es gefällt.🤷‍♂️
Als wir dann des Abends aus Pattaya zurückkamen, war der Laden auch tatsächlich brechend voll...  mit Ladies 😜

Nur fühlte ich mich mit meinem "etwas anderen Organ" zwieschen meinen Beinen, in diesem Etablissement absolut fehl am Platze.🤷‍♂️ Ich war an diesem auch der Einzige meiner Spezies 


Bild 2: Unser "Party - Pärchen" und gleichzeitig Gastgeberinnen, hier in Pattaya.





Tag 35/57
SIEM REAP (CAMBODIA), 12. Februar 2008, Ortszeit 18.25 Uhr
Das "Abenteuer Kambodscha" kann beginnen...

Gesamtgewicht 100,4 kg 🙈

Angekommen!!!
Nach einem überaus unbequemen "Höllentrip" über eine 170 km langen Lehm- und Buckelpiste sind wir nun hier in "Siem Reap" angekommen. 

Abe der thailändischen Grenze nahm die Reise dann auch recht "maffiöse" Strukturen an.
Aber von Anfang an...
Gestern Morgen traten wir die Fahrt von
Pattaya, über Bangkok nach "Aranhyaprathet", an der kamodschanischen Grenze an.

Da wir diesesmal keinen "V.I.P 24 Bus" gebucht hatten, sondern den ganz normalen Localbus, wurden wir von bösen Überraschungen verschont, und bekamen den erwarteten Reiseservice...  also "KEINEN" 🤷‍♂️
Immerhin hielt sich die Klimaanlage diesesmal in einem durchaus erträglichen Rahmen. 

Den eigentliche Plan, direkt bis Sieam Reap, quasi die Vorstadt, der alten Tempelanlage von Angkor durchzufahren. 

Doch da wir recht spät in Aranhyaprathet ankamen, zogen wir es vor eine Nacht dort zu verbringen.
Viel hat dieses Grenzstädchen allerdings nicht zu bieten, also verbrachten wir den Abend im Hotel.
Dank unserer "Schirmlerin", die uns im besten Haus am Platze unterbringen unterbrachte, genossen wir ein, für unserer Verhhältnisse überaus luxuriöses Zimmer, mit allem was unser Travelerherz begeehrte.


Das Hotelrestaurant bot sogar
"Live-Musik" zum Dinner.
Anmerkung der Redaktion:  OK, es war eigentlich ein Karaookeabend und auf Dauer recht nervtötend

Desweitreren kredenzte man und eine recht oppulente Abendkarte 

Weitere Anmerkung der Redaktion: Durchfall und Sodbrennen inclusive.

Und was haben wir wieder daraus gelernt?
Das Essen bei MAMA ist immer noch am besten und bekömmlichsten.
Mama... hat die Schirmlerin übrigens die Frauen getauft, die in diesen Breitengraden an den Strassenküchen hinter den Töpfen stehen.
Wenn Schirmlerin nun sagt: 
"Sie möchte bei Mama essen", wissen wir, welche Art von Etablissement wir anzusteuern haben. 😉
Wie wir weiß auch sie mittlerweile diese wirklich leckere und preiswerte Art, sich hier in Südostasien den Bauch vollzuschlagen zu schätzen, was Ulrike und mich natürlich besinders freut. ☺️
Nichtsdestotrotz empfanden wir den Aufenthalt im Hotel
"Aran Mermaid"  in Aranhyaprathet als eine wahre Wohltat für unsere komfortentwöhnte "Rucksacktouristenseele".

An dieser Stelle sei der lieben "Schirmlerin" noch einmal von ganzen Herzen für die Einladung gedankt. 🙏

Ohne hätten wir uns vermutlich sie wären wir zu 100%  wieder in irgendeinem Billig-Guesthouse gelandet.

Heute Morgen ging es dann, nach einem schmackhaften und weniger durchschlagenden Frühstücksbuffet weiter nach Kambodscha.

Erstmal ging es mit dem Tuctuc* zur 6 KM entfernten Grenze.
Für uns als Europäer ist ein Grenzübergang ja mittlerweile ähnlich, wie eine Fahrkarte am Busbahnhof in Bangkok zu kaufen. 
Von den, im Grunde immer noch weltweit üblichen Grenzformalitaeten, wie es vor Gründung der EU, auch bei Überschreiten der Grenzen in die Niederlande oder nach Belgien deer Fall war, sind wir ja mittlerweile komplett entwöhnt.

An der Grenze von Thailand nach Kambodscha hatte ich mich auch seelisch und moralisch auf einen lockeren Durchmarsch eingerichtet... "Weit gefehlt" 🤦‍♂️
Schlange stehen... Zollformalitäten... Schlange stehen... Zollformalitäten... Schlange stehen.  Nicht, dass man sich in der Zeit die Füße platt steht, bohrt der Rucksack auf deinem Rücken auch so langsam eine recht deutliche Delle in deine Schultern...
Willkommen im "Bagpacker-Alltag".

Aber Ok...  auch dieser Kelch ging letztendlich an uns vorrüber und so bekamen wir irgendwann Einlass in das  "gelobte Land" gewährt. 

Und so waren wir in Poipet, dass mich eher an ein mexikanisches Grenznest aus einem schlechten Western erinnerte. 

Mir fehlten nur die herumfliegenden Rosen von Jericho und der Revolverheld, der mit einer Mundharmika schnäbelnd um die Ecke schlürft. 


Statt dessen...  kaum hatten wir die Grenze passiert, werden wir von einer Horde
"hochoffiziellen Guides" abgefangen, welche uns bei den Einreiseformalitäten und den Transport nach Seam Reap behilflich sein wollten.

Obwohl sich unser Bauchgefühl durch unzählige Salti in der Magengegend äußerte und durch durch die Speiseröhre dem Gehirn signalisierte "Lasst es", ließen wir uns auf einen  dieser "Grenzübertrittshelfer" ein, und ließen uns über die Grenze schleusen, was... wie sich etwas später herausstellte nicht zu unseren besten Ideen dieser Reise gehörte. 

Nach dme Grenzübergang ging es in einen Bus der uns,  so wurde es uns zumindetst weisgemacht, zu den offiziellen Bus- und Taxiständen bringen würde. 

Dieser Bus würde im Auftrag des Staates Kamboschda fahren und wäre kostenlos.
"Naja... solange es nix kostet, konnte man das ja mal machen" ... dachten wir...
GROSSER FEHLER!!! 🙈
Lange Rede, ohne Sinn... Letztendlich wurden wie zu  einem privaten Taxiunternehmen gekarrt, dessen Standort uns keine andere Wahl ließ, als dort einen Wagen nach Siam Reap zu buchen. 

Zähnekirschend taten wir dies dann auch und stiegen  in ein Taxi, dessen Fahrer und mit folgenden Worten begrüßte:
"I speak not with you and you speak not with me!"
(Ich will nicht mit euch sprechen, ihr sprecht mich nicht an)
"RUMMS", damit hatten wir unsere "Order" für die Fahrt.

Anfangs etwas irritiert über diese Aussage fuhren wir dann 170 km auf einer Lehmpiste in Richtung "Siem Reap".
Während der Fahrt ließ mich der Gedanke nicht los, ob ich nicht der NASA vorschlagen sollte, ihr Ausbildungszentrum für Astronauten nach Kambodscha zu verlegen, um mit dieser Piste eine sehr preiswerte Alternative zum Parabellflug zu haben. 

Obwohl die gesamte Tour einer "Achterbahnfahrt" glich, meinte unsere Schirmlerin nur ganz trocken, wie es numal ihre Art ist:
"Also vergnügungsteuerpflichtig wird diese Fahrt wohl nicht"


170 km Buckelpiste nach Siem Reap


So sparen wir uns auch weitere Einzelheiten über diesen Trip. 

Wir sind zumindest angekommen, ohne nachhaltige Blessuren davongetragen zu haben.
Fazit jedoch...

Für alle, die die Absicht verfolgen, irgenwann einmal von "Aranyaprathet" nach "Poipet" einzureisen. Vorsicht bei den "offiziellen Guides".

Wie hatte ein Bekannter aus Thailand zu uns gesagt?
Du musst Dir den
"orientalischen Blick" angewöhnen. 

Das heißt...  einfach durch die Promoter und Kundenfänger hindurchschauen, als wären sie garnicht vorhanden.
Den Ausgleich bekamen wir bei Ankunft in unserem Guesthouse dem "Prince of Mekong". Das von einem Schweizer Auswanderer geführte Haus hat uns wirklich angenehm überrascht und wir haben uns dort sofort wohl gefühlt.
Daher von hieraus mal einen Dank an die Schirmlerins Tippgeberin.🫶

Angkommen im "Prince of Mekong"

Die Schirmlerin im Erstkontakt mit der Spezies TUCTUC






TAG 36/ 57
Siem Reap, 13.02.2008, Ortszeit 10.42 Uhr

Nachdem wir uns gestern Abend noch eine "zünftige Mama", ganz im Sinne unserer Schirmlerin,  für´s Abendessen gesucht hatten, haben wir uns auch recht früh ins Bett gelegt.
Morgen ist um
4.00 Uhr früh die Nacht zuende. 

Uns wurde seitens unseres Gastgebes Erich, den Inhaber des Guesthouses, in dem wir untergekommen sind, nahe gelegt, noch vor Öffnung der Kassen vor dem Gelände der Tempelanlagen zu sein, um noch so ungestört wie möglich die Tempel auf sich wirken zu lassen. 

Das nehmen wir uns zu Herzen und  sehen zu, dass wir gegen 5.00 Uhr vor Ort sind. 

Aber heute werden wir es noch etwas langsam angehen lassen. Wir werden uns später auf einen "Drahtesel" setzen, die Erich seinen Gästen kostenlos zu Verfügung stellt und ein wenig die Umgebung erkunden.

WICHTIGE INFO!!! ...
Wir sind aktuell
nicht mehr im Besitz einer Telefonkarte und können somit niemanden anrufen, oder angerufen werden. 

Wer etwas von uns möchte, muss sich also gedulden, bis wir wieder in  Thailand zurück sind. Das wird wohl in ca 2 Wochen sein. Bis dahin... 

... ist dieser Anschluss nicht erreichbar.🤷‍♂️




TAG 37/57
Angkor, Donnerstag, den 14.02.2008, Ortszeit 17.27 Uhr
"ONE DOLLAR"


Hier in Kambodscha gilt eigentlich eine Währung mit der Bezeichnung
"Riel". Allerdings interessiert das hier keinen Menschen.🤷‍♂️
Das Hauptzahlungmittel ist hier der
Dollar. 

Im Grunde ist dies auch nicht so problematisch, wenn die Kambodschaner das Dezimalsystem und seinen Kommastellung beherrschen würden. 

Tun sie aber nicht!!!🤷‍♂️
Das führt wiederum dazu, dass das kleinste Zahlungseinheit, hier im Land in der Regel aus
1 Dollar besteht. 

Fragt man also einen Straßenhändler, "Was kostet dieses oder jenes?", rechne immer mit der Antwort "1 Dollar“.
Dies gilt natuerlich nur für Produkte, wie Kokosnüsse, Getränkedosen oder Streichhölzer. 

Teurere Dinge werden selbstverständlich in den oberen Dollarregionen abgerechnet... Wohlwollend aufgerundet, auf den nächste Stelle vor dem Komma wird allerdings trotzdem. 
Solltest du nun einen größeren Dollarschein weggeben, um etwas zu bezahlen, rechne
niemals damit, dass du auch den enstprechenden Rückbetrag in Dollars zurückbekommst... Nein, nein. 

Nun mausern sich die Kambodschaner urplötzlich zu wahren Rechenkünstlern, die selbst das Währungsrechnen aus dem "FF" beherrschen. 

So kommt es, dass Du, ohne es zu bemerken urplötzlich Unmengen von Papierfetzen in der Hand hälst, die sie hier "Riel" nennen. 

Also die eigentliche Landeswährung... mit dessen Wertermittlung man recht schnell überfordert ist.
Das Zahlungspraxis hier in Kambodscha,  ist also wirklich ziemlich anstengend.

Am nächsten Morgen um 4.00 Uhr klingelte, wenig "urlaubslike", der Wecker.
Mit den Hühnern aufstehen, war aber dann doch nichts, da diese uns bereits seit fast einer Stunde terrorisierten... Von wegen, Sonnenaufgang... mitten in der Nacht fangen die Viecher bereits an zu plärren. 

Gemeinsam mit einem Rudel Hunde, die ebenfalls meinten, heute Nacht ein mords Spektakel veranstalten zu müssen, sorgte die Angkorer Tierwelt dafür, dass für uns ein Wecker fast überflüssig war.
Wir befinden uns im einzigen Guesthouse von Kambodscha, in dem dem Hausgast bereits  ab 4.30 Uhr Frühstück angeboten wird. 

Das kommt uns natürlich sehr entgegen. So müssen wir nicht ganz nüchtern auf unsere  "Tempelentdeckungstour" gehen. 

Für die Scherzbolde unter Euch sei direkt erwähnt, dass mit nüchternder Magen, nicht die Blutbahn gemeint ist.
Mit unseren Drahteseln bewaffnet, die wahrscheinlich bereits zu "Kaiser Wilhelms Zeiten" schon im Alteisen entsorgt worden wären, radelten wir also los.
500 Meter, 1000 Meter, 2000 Meter...
...weiter gings dann erstmal nicht ...
...
Platten.🤦‍♂️

Mit dem Drahtesel auf Entdeckungstour

Ulrike hatte sich einen platten Reifen zugezogen und so trennten wir uns von der Schirmlerin, deren Tatandrang kaum zu bremsen war. 

Sie fuhr also mit Ihrem Fahhrad vor, während Ulrike und ich die Entdeckungtour, gezwungenermaßen, statt "per Pedales" erstmal "Per Pedes" fortsetzten.


Nach einem viertelstündigen Fußmarsch, Richtung "Angkor Wat" wurden wir von einem "TUKTUK" aufgelesen. 

Die sonst eigentlich eher lästigen Vertreter des Transportgewerbes, kamen uns in diesem Moment allerdings sehr gelegen und so vereinbarten wir mit ihm direkt einen Tagespreis, für den er uns zu den einzelnen Tempelanlagen chauffierte.


Der Tag war damit gerettet und mit einem, etwas geänderten Tempelplan kämpften wir uns nun von Tempel zu Tempel. 

Da wir ja nun unverhoffterweise, mit einem Tuktuk bewaffnet waren, konnten wir frohen Mutes erstmal die weiter entfernten Tempel stürmen, die eigentlich erst für einen späteren Tag geplant waren.
Für die Touristen haben die Kambodschaner sich auch wirklich Mühe gegeben, ihnen den Aufenthalt möglichst angenehm zu gestalten.
An jedem Tempel wird man von
"liebenswürdigen Postkartenverkäuferkindern" umlagert, dessen Hartnäckigkeit jeden deutschen Versicherungsvertreter um ein weites übertrifft. 

Es gibt kaum etwas, was es nicht zu kaufen gibt und selbst 6 jährige Kinder beherrschen es, ihr Angebot multilinguistisch zu unterbeiten.
Das heißt, sie haben ganz schnelle spitz, welcher Nationalität du angehörst und so bombadieren sie dich mit auswendiggelernten Sätzen in deiner Muttersprache.

Auch für die Notdurft wurden an jedem Tempel sehr hygienische, nach weststandard eingerichtete Toiletten erbaut. 

An allen Tempeln ??? Nein??? ... Da gibt es noch einen kleinen unscheinbaren Tempel, was dem Santitärfortschritt trotzig Widerstand leistet.

Nachdem Ulrike mir von dem hochwertigen Standard der Toilette vorgeschwärmt hatte, die sie einem Tempelbesuch vorher besucht hatte, konnte ich ja beim nächsten Tempel ganz beruhigt dem Druck meines Innereren Folge leisten. 

So ging ich also, ganz kambodschalike lächelnd zu der Wirtin des Restaurants, in dem wir gegessen hatten und fragte ganz dezent nach dem "Bathroom". 

Mit der Antwort "No Bathroom ... Forrest", deutete sie recht irritiert in die weite Natur außerhalb ihres Etablissements. Damit hatte ich nun nicht gerechnet.🤷‍♂️


Aber da die Natur nunmal seinen Tribut fordert blieb mir nichts anders übrig, als dem Ratschlag der netten, kambodschanischen Dame folgezuleisten und es den herumlaufenden Makaken gleich zu tun und den "Forrest" etwas zweckzuentfremden.🙈
Ich denke darüber nach, dass wir heute im Grunde nur relativ kleine und eher unbedeutetende Tempel besichtigt haben. Da können wir auf die kommenden Tage nur gespannt sein.🙂
Nur eines habe ich heute schon verstanden... 
Es wird kaum möglich sein, die Eindrücke von den Bauwerken, die wie hier gewinnen... auch nur Ansatzweise in Worte oder Bilder wiederzugeben... 
Man könnte fast den Eindruck gewinnen, diese Monumente wären nicht von Menschenhand erbaut.

Aber... wir werden versuchen, Euch die Eindrücke, die wir in den kommenden Tagen gewinnen, so gut es eben geht nach Europa zu tranportieren... VERSPROCHEN 😀



Bild:
In dem Bewusstsein, die wirklichen Eindrücke niemals fotografisch wiedergeben zu können, hier ein erster, willkürlich gewählter Versuch.
Wir haben heute alleine fast 400 Bilder geschossen ;)




Tag 38/57
Angkor, Freitag, den 15.02.2008, Ortszeit 18.48 Uhr

Bilder ohne Worte...
... denn manchmal fehlen sie einfach, um das Gesehene zu beschreiben.
(außerdem habe ich hier im Internatcafe eine richtig ausgelutschte Tastatur erwischt 🤦‍♂️ )





Tag 39/57
Angkor, Samstag, den 16.02.2008, Ortszeit 20.12 Uhr


"AUF ELEFANTENSAFARI"
Puuh, so langsam sind wir geschafft.  Jeden morgen um 4.00 Uhr klingelt der Wecker... "Kultur-Dauerstress" und das alles mit dem Fahrrad, soweit man diese Vehikel überhaupt so nennen kann.
Nachdem Ulrike sich nun vorgestern einen Platten eingefangen hatte, hat sich gestern meine Kette von der Ritzelsymbiose verabschiedet. Oder anders ausgedrückt:
"Ab".
Zu unserem Glück gab es in der Nähe so etwas wie einen Pitstop.. "Service Station" stand zumindest auf dem Schild, dessen designierter Mechaniker, in Manier eines kambodschanischen Arbeiterdenkmales auf seiner Hängematte, mit einem Schraubenschlüssel kuschelnd, auf Kundschaft wartete. 

Na zum Glück hatte es ja jetzt uns. 😁

Seine fachlich überaus gebildeten Hände bekamen unser kleines Ketten-Problem aus relativ zügig in den Griff. 

Wir vermuten, der sehnsuchtvolle Ruf seiner Hängematte war ihm genügend Motivation, uns schnellstmöglich wieder vom Hof zu komplementieren. 

Den Preis, den wir für die Reparatur zahlten,  wird der aufmerksame Mitleser auch schnell erraten... 
Genau...
"1 DOLLAR"

Auch hatte sich im Laufe des Tages mein Lenker vom rest des Fahrrad getrennt... Keine Ahnung, was da in ihm vorging? Midlife-Crises? Trennungsabsichten? ... Ich weiss es nicht... Zumindest bakam ich diese Krise provisorisch selbst in den Griff, sodass ich Ulrike zumindest hinterhoppeln konnte. 

Und dann sahen wir es...

das wohl seltenste Tier des asiatischen Kontinents

Ganz unverhofft stand er vor uns.
"DER KAMBODSCHANISCHE ELEFANT"
Neben dem Afrikanischen und dem Indischen Elefanten hat sich im Laufe der Evolution eine dritte Spezies dieser Gattung entwickelt. Etwas verdrängt von seinen Artgenossen blieb er immer etwas im Hintergrund und wurde kaum erwähnt. 

Ulrike hatte heute Morgen jedoch das Glück, einem solchen Exemplar begegnen zu dürfen. Und das fast hautnah.
Der kambodschanische Elefant unterscheidet sich von seinen Vettern aus Afrika und Indien in erster Linie durch die Hautfarbe, die etwas heller ist. 

Ebenfalls ist die Form des Rüssels ein ganz spezifisches Unterscheidungsmerkmal.

Gott sei Dank habe ich es geschafft, vom Kamodschanischen Elefanten und Ulrike ein Foto zu schießen... sonst hätte uns diese Begegnung wohl kaum niemand geglaubt.  (siehe Beweisfoto)

Ansonsten haben wir heute einen wahren Tempelmarathon absolviert.
Und nur mal mal nebenbei gemerkt, einen
"Ankor Tempel-Marathon" gibt es hier tatsächlich.

Nach wie vor ist es auch kaum in Wort und Bild zu transportieren, was genau man beim Anblick dieser Weltwunder empfindet.

Wir fotografieren bis die Kamera glüht, aber wir werden es vermutlich nichtmal annähernd  schaffen, die tatsächliche Stimmung wiederzugeben, die uns hier wiederfährt. (Ich weiss, ich wiederhole mich. Aber es ist, wie es ist.)

Unsere Empfehlung...herkommen... selbst anschauen..☺️







Tag 40/57
Angkor, Sonntag, den 17.02.2008, Ortszeit 19.04 Uhr

"MIT DER SCHIRMLERIN AUF TEMPELTOUR"
Heute haben wir uns noch einmal mit unserer Schirmlerin zusammengeschlossen, um die etwas entfernteren Tempel mit dem "TUKTUK" zu erkunden. 

Erstens sind es geteilte Kosten und zweitens macht es zu dritt auch noch mehr Spaß.
Je öfter wir uns diese wunderbaren Tempelruinen, hier in Kambodscha betrachten, umso bewusster wird uns, welches Priveleg wir doch genießen dürfen, diese
Wunderwerke der menschlichen Baukunst so hautnah erleben zu dürfen. 

Bis auf wenige Ausnahmen ist es den Besuchern (n o c h)  gestattet, sich in den Ruinen weitgehend frei zu bewegen. 

Wir gehen davon aus, dass die Tempelanlagen in Hane Zukunft, so abgesperrt werden, dass man entweder auf Stegen durch die Tempel geschleust wird oder sie nur noch unerreichbar durch einem Zaun bewundern darf, wie es im Grunde bei anderen historischen Bauwerken ohnehin bereits Gang und Gäbe ist.

Auch wenn wir es schade gefunden hätten, die architektonischen Wunder der kambodschanischen Kultur nicht so hautnah erlebt zu haben, kann es einfach nicht gut sein, dass jährlich hunderttausende von Menschen über dieses 1000-jährige Kulturgut trampeln. 🤷‍♂️

Aber... wir dürfen noch 😉


Es gibt Tempel, die hat sich der Dschungel fast komplett wieder zurückgeholt. Überwuchert von Baumwurzeln wirken diese Tempel bizarr und anmutig. 

In einigen, kleineren Tempeln ist man selbst Tagüber tatsächlich noch ganz für sich alleine. 

Es ist fast so, als würden Dir die Steine ihre Geschichte erzählen wollen.
So haben wir auch heute wieder viel gesehen und viel erlebt. 

Wir hoffen immer wieder mit den Bildern an Stimmung doch ein wenig einfangen zu können, obwohl uns im Grunde bewusst ist, dass dies eigentlich unmöglich ist.


Bild 1:
Schirmlerin und Ulrike erfrischen sich mit einer Kokosnuss.
Also für alle Zweifler. Wir haben die Schirmlerin nicht an einen asiatischen, polygamen Fürsten veräußert um unsere Urlaubskasse aufzubessern. Sie gibt es noch :-)

Bild 2:
Schirmlerin zeigt Herz
Das Resultat. Umringt von "One Dollar Kids"
Was ich jetzte schreibe ist  k e i n   Scherz:
Ulrike und ich saßen gestern in einer Straßenküche, vor einem Tempel. Die Inhaberin hatte ein recht kleines Kind, das gerade das Sprechen lernte. Und nun ratet mal, was sie dem Kind ständig vorsagte? Nein, es ist wirklich kein Scherz.
"One Dollar Please" 🙈
Bild 3:
Wir ihr seht. Ulrike und Holger geht es auch gut.





Tag 41/ 57
Angkor, Montag, den 18.02.2008, Ortszeit 11.18 Uhr


"ACHTUNG TELLERMINEN -ABRUCH DER TEMPELTOUR  - !!!

Da sich "meine Damen" heute mal eine Tempel-Auszeit gönnen wollten und ich zu meinen Charaktereigenschaften unter anderen auch "gierig" zähle , bin ich heute morgen frohen Mutes alleine losgeeiert (radeln kann man die Fortbewegung mit diesem Vehikel, dass ich gerade als Fahrrad nutze, wohl nicht nennen).
Mein Ziel der Begierde war der
Tempel Bayon

Der Tempel Bayon... kurzer Genuss vor der "Tellerminen Attacke"

Wohl nicht nur einer der schönsten, sondern auch bekanntesten Tempel der Dschungelstadt Angkor Thom.
Entsprechend touristisch übervölkert ist es dann leider auch, rund um diesen Tempel
AAABER.... "Der frühe Vogel fängt den Wurm" dachte ich....
Um also diesen betühmten Tempel der Khmer für mich so exklusiv woe möglich zu haben, macht ich mcith heute noch früher vom Acker... in Richtung Angkor. 

Pünktlich zur Kassenöffnung stand ich vor den Toren der Tempelstadt und radelte, straight in Richtung Baylon Tempel, wohlwissend, alle anderen Touristen weti hinter mit gelassen zu haben. Und siehe da...
... keine Horden von Japanern auf der Suche nach dem bestmöglichen Posingplatz für Muttchens Familienalbum.

Wir waren allein... Nur der Bayon-Tempel, mein Fotoapparat , die aufgehende Sonne und ich. 

Ich schwöre...  Etwas anmutenderes habe ich in meinem bisherigen Leben noch nicht gesehen. Es scheint... als würden die Mauern mit dir reden.. 

Nach ca. 30 Minuten war es allerdings vorbei, mit der traumhaften Kulisse und der mystischen Atmosphäre.  Nicht weil mich die anderen Touristen eingeholt hätten... nicht weil das wetter Kapriolen geschlagen hätte... 

Nein... Der Gund war leider viel profaner... Mein letzte Malzeit macht recht aufdringlich auf sich aufmerksam, in dem die mir signalisierte, über den natürlichen Wege meinen Körper wieder verlassen zu wollen. 

Diesezüglich war ich ja nun, dank meiner Erfahrung der letzten Tage, bezüglich Entsorgung, etnsprechend vorgebildet. 
Es war also mal wieder "Forrest" angesagt, da auch hier keine dieser speziellen  Bedürfnissstation vor Ort verfügbar war. 
Außer eben...  der Forrest.🤷‍♂️
Aber ich habe ja in den letzten Tagen von den einheimischen lernen dürfen, dass es zu kamboschinaischen Kultur gehört, den Wald zu diesem Zweck für sich arbeiten zu lassen.
Ok, um es den kambodianischen Kultrieten gleich zutun, mache ich mich auf den Weg ein lauschiges Plätzchen zu suchen, um mich dort von meinem letzten Abendessen zu verabschieden.
Gesagt... getan... und ob ihr es glaubt oder nicht, sogar erfolgreich.☺️
Nuns ist ja allgemein bekannt, dass die Vietnamesen in der 80er Jahren fleissig Tellerminen in Kambodscha verteilt haben. 

Ok... das ist jetzt kein lustiges Thema, denn sie haben schon sehr viele Opfer gekostet.
Das nun allerdings auch die Touristen anfangen, Tellerminen in Angkor zu verteilen ist mindestens genauso grausam.
Wie ich habe im Vorfeld berichtete, ist es bei den Kambodschanern "gang und gäbe", ihre "Gechäfte" im überall präsenten Wald zu erledigen, so wie ich es nun auch tat.
Allerdings scheinen einige Touristen in dieser Beziehung ihre Schamgrenze weit unterhalb der von mir, und den Kambodschanern zu fixieren.
Denn als ich recht erleichtert den Wald verlassen wollte, wurde ich Opfer des touristischen
"Tellerminen-Terrors".
Direkt am Wegesrand... für das ungüebte Auge nicht erkennbar, lag sie.
Die Tellermine irgendeines Touristenterroristen.
Und ich?... Ich latsche natürlich rein... uns zwar sowas von rein. Beim bowlen würde man es wohl einen "Strike" nennen.
Also der Typ muss sich für diesen Haufen mindestens eine Woche aufgespart haben.
Einfach super...🤦‍♂️
Nun stand ich da mit meinen Sandalen, nackten Füßen... ok so nackt waren sie nach dieser Aktion allerdings nicht mehr. 🥴

Nein...  ich will euch jetzt nicht Euer Frühstück verderben. Mir, für meinen Teil, war es allerdings verdorben.🤦‍♂️

Aber was so ein richtiger Tempelstürmer ist, lässt sich natürlich nicht von solchen kleinen Rückschlägen umwerfen. 

So begann ich also mit Palmenblättern und Gras eine gewisse Schadensbegrenzung zu betreiben. Zugegebenermaßen mit recht mässigen Erfolg, wie sich später heraustellen sollte.

Als ich bei dem Versuch meine Tempeltour fortzusetzen, auf den ersten japanischen Reisebus stieß, zog ich es dann doch vor meine Tour, aufgrund meines olfaktorischen Handycaps abzubrechen.

Denn irgendwie hatten die, ansonsten ja recht zurückhaltenden Asiaten recht  blutunterlaufene Augen und schienen auch ""not amused", als sie so neben mir, in meinem  Dunstkreis standen.
Da half auch keine Ignoranz meinerseits. Und da ich auch keine Lust hatte, hier in Kambodscha als erster "Kampfgas-Touristenterrorist" in die Geschichte einzugehen, schien es das Beste zu sein, mich für heute von den Tempeln zu verabschieden und eine erlösende Wasserstelle aufzusuchen. 



Markt in Siem Reap.
Bild 1: Fischverkauf bei über 30 Grad. Kühlkette? Was ist das???
Bild 2:Fleischverkauf aus der Hängematte.
Bild 3 :(Alp)traum auswandern!!!
Hier eines von vielen (noch) lebenden "Mahnmalen“, die wir auf unseren Reisen durch Asien beobachten konnten. Ohne entsprechenden, finanzielen Backround ist die Wahrscheinlichkeit so zu enden relativ hoch.


Der Tempel "Bayon".
Majestätisch thront er über dem Dschungel von Angkor. Nur wer ihn mal in Natura vor Augen hatte, kann sich vorstellen, was die Wiederentdecker dieser "vergessenen Stadt", Mitte des 19ten Jahrunderts empfunden haben.




TAG 42/57
Angkor, Dienstag, den 19.02.2008, Ortszeit 19.58 Uhr

nzumutbar
Nachdem wir uns gestern abend mal ganz intensiv mit unserem "Gastgeber"beschäftigt hatten, (wir hatten ganzschön einen gezwitschert 😜), haben wir heute morgen "neue", also andere Fahrräder bekommen.
Diese schienen zumindest die eigentlich, für ein Fahrrad zumutbare Belastung von ca. 20 km Tagesstrecke durchzustehen, ohne direkt in seine Bestandtleile zu zerfallen.


So radelten wir heute noch ein paar Regione  ab, die wir bisher noch nicht kannten. 

Wir machten eine Siesta in der Hängematte von ca. 2 Stunden, mitten im Dschungel von Angkor und ließen es uns einfach gut gehen.
Also
keine Pannen, keine Tellerminen und auch keine gesundheitlichen Ausfälle. Sowas muss ja auch mal sein ☺️

Morgen soll  es nochmal zu der etwas weiter entfernten Rolous - Gruppe gehen .

Das ist eine Tempenanlage, die nicht direkt zum Angkor-Areal gehört, man aber trotzdem nicht verpassen sollte. 
Unschlüssig sind wir nur, ob wir die ca. 30 km lange Tour mit dem Fahrrad, oder mit dem Tuktuk hinter uns bringen wollen. 

Morgen werdet ihr vermutlich die Antwort erfahen.☺️


Bild 1:
ANGKOR WAT
Dieses Mal zur Abendzeit. Immer wieder schön.
Bild 2 :
Abhängen in Dschungel von Angkor
Bild:
Wer den Film Thumb Raider kennt, dem müsste diese Stelle bekannt vorkommen.
Da, wo Ulrike jetzt steht, stand auch Angelina Jolie.
Der Tempel Ta Phrom diente als Kulisse für diesen Film.





TAG 43/57
Angkor, Mittwoch, den 20.02.2008, Ortszeit 13.04 Uhr


"Time to say good bye"
Heute haben wir uns noch der etwas weiter gelegenen Roluos Tempelgruppe angenommen.
Zuerst wollten wir die knapp 15 KM mit dem Fahrrad bewältigen, doch unser innerer Schweinehund hat aber heute morgen so laut gebellt, dass unsere Fahrräder Angst bekommen haben und in den Stehstreik getreten sind. 

Wir haben also keine Schuld, dass wir nicht mit dem Fahrrad gefahren sind. 

Das nur mal so fürs Protokoll und dem Fittnessgott, bei dem ich seit Patthaya ohnehin noch was gut habe 😜


Im Nachhinein stellte sich auch heraus, dass es überhaupt keinen Spass gemacht hätte, diese Strecke mit dem Fahhrad zu fahren. 

Es ging nämlich schnurstracks über eine kilometerlange, stark befahrene Straße und so waren wir froh, das Tuktuk gewählt zu haben.
Heute Abend gibts noch einmal Kultur satt... Wir haben Karten.. Karten für eine originale Asparatanz-Vorführung... Was das ist? Genau diese Frage hatte ich mir auch gestellt, als meine Damen mit den Vorschlag unterbreiteten, eine solche Veranstaltung zu besuchen. 

Asparas... sind historisch und kulturell wertvolle Tempeltänzerinnen... die allerdings im Original wohl kaum noch erhalten sein dürften. So hüpften neuzeitliche Plagiate dieser Tempeltänzerinnen in, aus meiner europäischen Sicht, recht fragwürdigen Kostümen über die Bühne, die von noch fragwürdigeren Klängen begleitet wurden.

Aber ok... Kultur hat eben seinen Preis... 

Damit meine ich jetzt nicht nur den Eintrittspreis, sondern auch die Bereitschaft, sich gewissen Martyrien auszusetzen, die für einen "Ottonormalkoblenzer" wie mich den Level des Erträglichen nur ganz knapp unterschreiten. 

Aber auch das haben wir überlebt...

Und morgen heißt es Abschied nehmen... 

Von Erik und seinen Jungs, und von Angkor... eines der beindruckensten Orte dieser Welt. 





Tag 43/57
Angkor, Mittwoch, den 20.02.2008, Ortszeit 14.46 Uhr

Ja, da habe ich noch gestern ganz groß meine Klappe, ähm achnee, eher die Tastatur aufgerissen und herumposaunt, dass uns so lange nichts mehr passiert ist.

Solche Dinge sollte man eben nicht beschreien. 😕

Taja... vorbei die Glücksträhne.

Was ist passiert? 
Ulrike hat sich heute Nacht, nach einigen Mückenstichen eine
allergrische Reaktion eingefangen.
Nichts dramatisches... kleidet sie allerdings weniger vorteilhaft und juckt wohl auch ausgesprochen lästig.
Nachdem wir unseren Guesthouse-Wirt Erik gefragt hatten, wo hier ein Krankenhaus, bzw. Arzt sei, riet er uns doch besser zu einem einheimischen Arzt zu gehen, da die "westlichen Ärzte" zum einen zu weit entfernt und zum anderen unverhältensmäßig teuer seien. 
Hier gäbe es zwar ein internationales Krankenhaus, wo bereits der "Eintritt"  150 $ kosten würde.
Das mussten wir uns und besonders unserer Urlaubskasse nicht wirklich antun.
So sind wir also in eine original kamabodschanische Arztpraxis gestiefelt...
Ein wenig
Mut zur Lücke gehört auf Reisen eben dazu. 😉

Mich beruhigte, dass es dort schonmal nicht nach Weihrauch roch und keine blutigen Opfersteine herumstanden. Auch die  Opfer-Hühner, dessen Blut nach Köpfung über den Patienten verteilt wird, habe ich keine entdecken können. 
Also konnten wir hier das Risiko einer Behandlung wohl in Kauf nehmen.
Als studierter Akademiker, ohne traditioneller "Voodokultausbildung" dürfte er ja auch der englischen Sprache mächtig sein... so dachten wir zumindest. 

...War er aber nicht. ☹️

Der Herr Doktor hatte es bevorzugt, die Sprache seiner ehemaligen Besatzer zu erlernen. Also französich, das wie ihr euch denken könnt,  nun überhaupt nicht zu unseren linguistischen Reportoire gehört. 🤷‍♂️


Also mit Händen und Füßen... dachte sich Ulrike, die diesbezüglich ja recht schamfrei durch die Welt geht. 

Außerdem sprachen ihre Hautirritationen ja für sich.
Innerhalb von 3 Minuten abgefertigt, hat sie nun ein paar Tabletten und Salben bekommen.
Wir hoffen nun, dass es wirken.
Wenn nicht...  werde ich heute Nacht höchtspersönlich Weihrauchkerzen anzünden und für sie ein Huhn opfern...🙈


Und was glaubt ihr, was die ganze Behandlung, einschl. Medikamentenun gekostet hat???...
...Na???
...Wieviel wohl???
...Erratet ihr es???
...Und???
...Wieviel???
...Kommt ihr drauf???
...So ganz, ohne Hilfe???
...Nein, falsch!!!
....Nicht "ONE DOLLAR" - 

7 Dollar 😉



TAG 44/57
Bantambang, Donnerstag, den 21.02.2008, Ortszeit 16.47 Uhr

Schirmlerins Aufstieg in die "Upperclass"
Als erstes sollt ihr selbstverständlich über Ulrikes Gesundheitszustand aufgeklärt werden.
Nachdem ich gestern Nacht einen
"Voodoschamanen" engagiert habe und wir unter ständigem Murmeln von kambodschanischen Heilformeln, um punkt Mitternacht das Blut von zwei jungfräulichen Hühnern und einem tragenden Mutterschwein über ihre Scham gegossen hatten, war der Ausschlag, wie von Geisterhand verschwunden....
... was natürlich kompletter Blödsinn ist... hätte sich aber super in diesem Reisetagebuch gemacht. 😂

Die Wahrheit ist... 
... nach Einnahme der Medikamente ging es ihr auch relativ schnell wieder besser.

Also ... alles wieder gut. ☺️


Immer wenn wir morgens, gegen 5.00 Uhr in Richtung Tempel vom Angkor radelten, kamen wir an dem ansässigen Kinderkrankenhaus vorbei.
Dort sahen wir jeden morgen eine unendliche Schlange von Menschen. 

Mütter die mit ihren Kindern dort auf kostenlose, oder zumindest bezahlbare Hilfe hofften.
Wer unsere Schirmlerin kennt, kann sich denken, dass sie es sich nicht nehmen ließ
dort mal nach dem Rechten zu sehen.
Nach einem Gespräch mit dem hiesigen Kinderarzt, der übrigens Schweizer ist, stand ihr Entschluss fest.
Sie würde hier ihr Blut spenden, da ihre Blutgruppe wohl recht selten ist.
Ich dagegen habe mein Blut im genetischen Schlussverkauf bekommen.
Mit
"0 Res. positiv", kann ich selbst hier in Kambodscha niemanden beeindrucken.

Da es daher eher Schweineblut stellt sich natürlich die Frage warum ich mein Blut nicht für Ulrikes Heilung genutzt habe?... Ihr erinnert Euch, bezüglich der "Woodo-Rezeptur" zur Heilung von Hautausschlag?   Aber da ich nicht tragend bin, hätte es vermutlich ohnehin nicht zum Heilungsprozess beigetragen. 🙈


Zum Abschied haben wir uns für den Abend noch eine "Apsara Tanzvorführung", einschließlich Büffet gegönnt. 

Wir haben nicht gegegessen... sondern hineingeschaufelt wie die Weltmeister😜Aber das sollte uns mal gegönnt gewesen sein.
Lecker wars... und nebenbei... die Apsaratanz war ebenfalls ihre 8,00 $ pro Karte  wert.
Was gäbe es noch zu berichten?... 

Gestern ging es mit einer romantischen Bootstour von Siem Reap über den Tonle Sap nach Batangbang... 

Nur soviel vorab... von dieser " beschaulichen Bootfahrt" haben wir uns bisher immer noch nicht so richtig erholt.🤦‍♂️


Wir ihr uns mittlerweile kennengelernt habt, haben wir es wieder einmal nicht geschafft, einfach am
Punkt A in einen Bus zu steigen um dann ausgeruht und entspannt am Punkt B anzukommen.
Denkste!!!... Geht einfach nicht. 🤷‍♂️
Aber im nächsten Bericht mehr.

Beweisfoto!!!
Dieser Ausweis beweist, dass unsere Schirmlerein nun offiziell als kamboschanische Blutspenderin anerkannt ist. Cool oder?😉

Der Apsara Tanz
Der taditionelle Tanz der Khmer. Wer mal in Kambodscha ist, sollte sich eine Vorführung anschauen.


Abschied von "Angkor" und "Siem Reap"
Heute morgen haben wir uns aus unserem Guesthouse, dem "
Prince of Mekong" verabschiedet. 

Wir möchten hier nochmal ausdrücklich unserem Gastgeber Erik danken.
Wir haben uns in seinem Haus pudelwohlgefühlt und würden jedem, der mal Angkor besuchen möchte, empfehlen, dort in Logie zu gehen. 

Die Zimmer sind groß geschmackvoll eingerichtet und das Essen ist ebenfalls einfach lecker. Und das alles zu sehr fairen Preisen.😉
Das wollte ich so zwischendurch einfach nur mal loswerden 


Bild 1:
Erik unser Gastgeber, als Schweizer weiss er was Europäer brauchen um sich wohlzufühlen.
Bild 2:
Seine Jungs. Manchmal wäre es zwar recht nützlich, wenn sie mal den zweiten Gang ihres Getriebes benutzen würden, aber ansonsten sind es allesamt recht nette Jungs.



Tag 44/57
Bantangbang, Donnerstag, den 21.02.2008, Ortszeit 17.30 Uhr

Auf zur "idyllischen Bootsfahrt".
Heute Morgen sollte es losgehen. Es war geplant, um Punkt 6 Uhr mit dem Minibus abgeholt zu werden um dann mit dem Boot ca. 7 Stunden nach Bantangbang zu schippern. 

So zumindest der Plan... 

... aber wir wären nicht wir, wenn dies so einfach funktioniert hätte. 

So ein Minibus ist ja in Deutschland für max. 9 Personen zugelassen.
Die Kambodschaner schaffen es allerdings , dort bis zu
16 Personen hineinzupferchen, zuzüglich Gepäck natürlich.🙈

"Aber holla"...  da werden Körperflüssigkeiten ausgetauscht, von denen ich bisher garnicht wusste, dass diese ausgeschieden werden können. Von dem olfaktorischen Erlebnis mal ganz abgesehen. 
Ebenfalls musste ich die Erfahrung machen, dass mein Koerperbau 
n i c h t   dem eines üblichen Durchschnittseuropäer entspricht. 

Zwar konnte ich mich noch mit meinem Hintern auf die letzte Bank quetschen, doch passten meine Schulten nicht mehr an die Rückehnen, da sie anscheindend, in dieser Breite, seitens der logistischen Planung eines solchen Minibusses nicht vorgesehen sind.  

Nach thailändische Auffassung haben alle Europäer... "schmale Schultern, breite Hüften",  sodass ich nicht wirklich in dessen Ladekonzept hinzupassen scheine. 🤷‍♂️

So sah ich mich während der gesamten Fahrt genötigt, mit meinen Oberkörper nach vorn gebeugt bis zum Hafen zu schauckeln der aber, glücklicherweise nicht ganz so weit entfernt war. Nach ca. 30 Minuten war ich dann auch wieder erlöst, bedankte mich noch bei meinem Sitznachbarn für die übertragenen Körperflüssigkeiten, und entknotete mich wieder aus dem Minibus .
Und dann ging es auf`s Schiff.
Und tatsächlich war es eine idyllische und nachhaltig beeindruckende Fahrt über den
Tonle Sap, den größten See Südostasiens. 
Wir nahmen auf dem Oberdeck des Bootes Platz und fuhren durch eine wirklich beindruckende Landschaft... Wir durften malerische Fischerdörfer sehen, deren Häuser auf dem Wasser schwimmen.
Doch so romatisch auch alles auf uns wirkte, trotzdem stimmte uns dieser Anblick es ein wenig nachdenklich, unter welchen Bedingungen Menschen selbst noch Anfang des 21.ten Jahrhunderts leben müssen. 


Vom Fluss Siem Reap (ja, er heisst genauso, wie die Stadt), gings es also auf den größten See Südostasiens, dem Tonle Sap. 

Wir bogen hinter einer Landmarke, die wohl nur der Steuermann kannte in einen kleineren Fluss ab, der mich von Farbe und Größe ein wenig an die Lahn erinnerte. 
Nach gut 4 Stunden Bootsfahrt begann diese "kambodschanische Lahn" jedoch  immer schmaler zu werden. Temporär sogar recht bedrohlich schmal.  

Mit einem Lotsen, vorne am Bug, der das Boot jedesmal mit einer langen Stange  vom Ufer wegstieß, wenn wir drohten aufzulaufen, schipperten wir im Tempo eines Familien-Tretbootes auf dem Wannsee, über den Fluss. 

Es ging immer langsamer voran... von Idylle war nun nicht wirklich mehr die Rede. 

Nicht zuletzt, weil uns mittlerweile die Mittagssonne gehörig auf den Pelz brannte.

Nach eine gefühlten Ewigkeit steuerten wir letztendlich 2 Pickup-Trucks an, die am Ufer standen und anscheinend auf uns warteten, da sie wild mit den Armen fuchtelnd auch sich aufmerksam machten.
Ulrike schlussfolgerte aus diesem Szenario, dass die Fahr wohl mit diesen beiden Pickups weitergehen würde.

Was meine Wenigkeit noch als schlechten Scherz abtat, da sie vermutlich, aufgrund der starken Sonneneintrahlung, der sie in den letzten Stunden ausgesetzt war, nicht mehr ganz Herr ihrer Sinne wat. 

Selbst als das Boot genau an der Stelle, an der sich die beiden Pick Ups befanden anlegte, konnte ich immer noch nicht glauben, dass es nun der Plan sein sollte, 40 Personen, einschließlich ihrem Gepäck, die noch gut 50 km weite Strecke über straßenfreies Gelände zu transportieren. 
Nee, nee. Das konnte nicht sein... Wie bitteschön soll das auch funktionieren?... Nein, das geht nicht... Das meinen die nicht Ernst... Die wollen uns nur ein wenig Angst einjagen, damit wir unseren Enkeln später, wenn sie denn mal existieren, etwas zu erzählen haben.

Und doch... sie meinten es ernst... toternst. 

Und ich wurde eines Besseren belehrt. Als ob sie meine Gedanken lesen konnten, traten sie nun die Beweisführung an. 

Alle uns alles wurde auf die beiden Pickup verfrachtet... Und ihr glaubt nicht, wie nah sich die unterschiedlichsten Nationen im Angesicht des Todes kommen können.

Das war Völkerverständigung in Reinkultur... 🙈

So darf der Hintern eines geschätzt 120 Kilogramm schweren französichen Landsmannes gerne mal eine Symbiose mit meinem Schoß eingehen, während sich Ulrike bei der Durchfahrt eines jeden Flussbettes an den Waden einer Engländerin festkrallt, um nicht von der Ladefläche geschleudert zu werden. 

Das Gesicht unserer Schirmlerin durfte unterdessen Bekanntschaft mit dem Hinterteil eines, ebenfalls recht adipösen Mitfahres machen, was ihrerseits nicht unbedingt auf Wohlwollen traf... 

Eigentlich hatten wir der "Schirmlerin", aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen in Südostasien noch erklärt, dass solche Bagpacker-Reisen lange nicht so abenteuerlich sind, wie man glauben mag und es überhaupt keinen Grund gäbe, vor solchen Touren Angst zu haben... Ok... wir haben gelogen...😕

Also ich habe auf unserem Pick Up, einschließlich den Leuten, die im Führerhaus saßen
21 Personen gezählt, von denen die eine oder andere gerne auch für Zwei durchgegangen wäre. 🙈

Nicht zu vergessen... das dazugehörige Gepäck. 

Alles wäre ja noch innerhalb des Toleranzbereiches unserer Belastunggrenze gewesen, wenn der Fahrer ab dann mal eine normale, asphaltierte Strasse benutzt hätte.

Doch da fällt mit ein, dass die Begriffe "Straßen" und  "Kambodscha" ohnehin in einen natürlichen Widerspruch stehen. 
Hier in Kambodscha auf geteerte Staßen zu treffen ist in etwas, als würde man hier einen flohfreien Hund streicheln. 


Wir fuhren also am Fluss entlang...  durch den Dschungel... durch Reisfelder... durch Palmöl-Plantagen... Und das auf einem Offroad-Level, den slebst Profis vermutlich nur mit Helm und Hosenträgergurte gefahren hätten... und wir auf der Ladefläche... ohne Helm.... ohne Gurt... Prima 🤦‍♂️

Furchen von bis zu 1,50 Meter Tiefe waren keine Seltenheit.
Mein"Schoß-Franzose", der mittlerweile auf Schirmlerins Gesichtshöhe einen halbswegs sicheren Stand gefunden hatte, warnte uns rechtzeitig vor den Abwärtskapriolen des Fahrers, mit einem lauten
"Attenzione!", wenn es denn mal wieder für uns, die wir saßen, unverhofft bergab ging. 

Auch die "Schirmlerin" begann uns, geschickt um das Gesäß ihres Leidensgenossen herumschauend, rechtzeitig mit eigenwilligen Brunftrufen, akkustisch zu warnen. Kaum, dass der Aufrschrei "attentione" durch den Busch hallte, konnte man deutlich beobachten, wie sich die gesamte Mannschaft der Ladefläche ruckartig verkrampfte und die Aufäpfel aus ihren Höhlen quollen. 😶

Letztendlich waren wie alle nur froh, dass wir uns nach einer solchen Grabenfahrt 
 noch alle auf der Ladefläche befanden und nicht im Chor "Overboard" brüllen mussten. 
Ganz Ehrlich.... diese Fahrt brachte tatsächlich so manchen der Passagiere an seine physische und psychische Leistungsgrenze. 🙈
Und ganz ohne Plessuren sind auch nur die Wenigsten weggekommen. 

Von blauen Flecken am Hintern, bis Schnittwunden an Arm und Rücken, aufgrund der vorbeifliegenden Äste, gab es so ziemlich alles, was sich ein Notarzt-Herz begehrt. 

Wenn in Deutschland die BAG  (Bundesamt für Güterverkehr) einen Schweinetransport anhalten würde, in dem die Tiere unter solchen Bedingungen verfrachtet werden... Er würde wohl umgehend aus dem Verkehr gezogen und der Fahrer, bzw. der Spediteur  wegen Tierquälerei angezeigt. 

Den Straftatbestand der Touristenquälerei scheint es jedoch in Kambodscha nicht zu geben.🤷‍♂️


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Bootsfahrt über den Tonle Sap.


Mit dem Pickup über Stock und Stein







Tag 44/57
Bantangbang, Donnerstag, den 21.02.2008, Ortszeit 20.50 Uhr
Nach ausführlicher Begutachtung der örtlichen Gegegenbeiten ordneten wir den Ort Bantangbang in die Kategorie
"Brauchtmanicht" ein.🤷‍♂️

Wir wären allerdings auch nicht hier, wenn unsere Reiseplanung nicht wieder einmal von uns sellsbt ababsurdum geführt worden wäre, um selbige wieder komplett über den Haufen zu werfen. 
Statt, wie eigentlich geplant, von hier aus nach
Phnom Phen und dann an den Strand von Kep, im Süden Kambodschas zu fahren, werden wir morgen tatsächlich die Heimreise antreten.
Also... "Heim" nach
Thailand... was dachtet ihr denn? ... Schließlich empfinden wir dieses Land als unsere tempäre Heimat. 

Und das Totschlagargument...  Dort ist das Essen einfach am besten. 😉
So geht es morgen also erstmal wieder zurück nach Bangkok. 

Unser Plan... Eine Nacht in Bangkok, um diese zu nutzen, um zu entscheiden, wie es dann für uns... so reisetechnisch... weitergeht. 

Ko Chang?... Eine Insel im Osten Thailands... oder noch einmal nach Krabi? Dort haben wir uns ja sehr wohl gefühlt... 

Nichts genaues weiss man nicht... Aber morgen abend werdet ihr es auch wissen. (OK... für euch wäre es dann morgen Mittag😉 )






TAG 45/57
Bangkok, Freitag, den 22.02.2008, Ortszeit, 21.28 Uhr
"ONE NIGHT IN BANGKOK"


Nach einer relativ unspektakulären Taxi, bzw. Busfahrt sind wir nun wieder in
Bangkok angekommen.
Eine tatsächliche Wohltat ist hier wieder das gastronomische Angebot in Form der Straßenküchen Bangkok`s. 

Es ist immer wieder irritierend, dass man z.B. hier in Bangkok einem ein Grillfisch frischer präsentiert wird, als in irgendweiner Hafenstadt, wo einem theoretisch die Fische fangfrisch auf den Teller hüpfen sollten... Dieses Phänomen gilt es tatsächlich noch zu ergründen. 
Morgen, oder vielleicht auch erst Übermorgen soll es dann noch ein letztes Mal auf eine Insel gehen. Aller Voraussicht  geht es noch einmal an die südliche Westküste.
Vermutlich erstmal nach
Ranong, ein kleines Hafenstädtchen mit Kurbad-Charakter (jepp, wir werden alt 😉). 

Dort werden wir dann ganz gemütlich unsere Reise ausklingen lassen, um dann spätestens am 01.03. wieder nach Patthaya zu fahren.  Dort noch werden wir dann noch ein letztes mal Benno und seiner Familie besuchen.
Und bald habt ihr uns wieder.... was übrig bleibt, ist wohl dieses Reisetagebuch. 😉




TAG 46/57
Bangkok, Samstag, den, 23. Februar 2008

Zwischendurch ein kleines Bilderrätsel:
Wer weiss, was das sein soll???


Diese Art "Shops" sind sowohl in Thailand, also auch in Kambodscha recht verbreitet.
Man findet sie an einigen Stellen des Landes, manchmal sogar alle 100 - 200 Meter.
Wer errät, was es sein kann???
Dem Gewinner bringen wir einen "frischen Red Snapper" mit 😜
Ausgeschlossen sind alls Teilnehmer, die bereits in Asien waren.
Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los.
Viel Erfolg 😉


"ABSCHIED VON UNSERER SCHIRMLERIN"

Nach gut 1,5 Wochen gemeinsamer Abenteuerbewältigung, werden sich hier in Bangkok unsere Reisewege trennen.
Während es uns wieder in den Süden treibt, zieht es die Schirmlerin nach Chang Mai, also in den Norden Thailands.
Es war wirklich schön, sie für die Zeit als Reisebegleitung an unserer Seite gehabt zu haben und danken ihr hier nochmal für ihre angenehme Gesellschaft und die schöne Zeit.🙏


Wir wünschen ihr für ihre restliche Zeit, hier in Thailand einen etwas weniger turbolenten Aufenthalt und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen in Deutschland.
"BYE BYE SCHIRMLERIN"

Bild 1: Noch ist Schirmlerin relaxt. Nicht wissend, welche Höllentrip sie noch überstehen muss.
Bild 2: SCHIRMLERIN NOT AMUSED
Schirmlerin und Holger wieder in einem thailändichen Tuktuk kurz nach dem Höllentrip mit dem Pickup.




Immer noch 46/57
Bangkok, Samstag, den 23.02.2008, Ortszeit, 18.11 Uhr


WIE MAN ES VON UNS GEWOEHNT IST...
... haben wir heute einmal mehr unsere
Planung umgeschmissen.
Wir fahren also nicht nach Ranong (dafür sind wir doch noch zu jung 😉),
sondern nach Südosten, nach
Ko Mak,  in der Nähe der Insel Ko Chang.
Es soll eine recht kleine, aber wohl hübsche Insel sein.

Sie liegt im mittleren Osten Thailand, dicht an der kambodschanischen Grenze. Solltet sich der der ein oder andere, aufmerksame Leser dieses Reisetagebuches nun fragen: "Seid ihr nicht gerade erst aus dieser Richtung gekommen?", dem sei gesagt: "Stimmt". 🙈

So geht es die gut 400 KM wieder zurück in Richtung Osten... also für unsere Verhältnisse im Grunde nur ein Kurztrip. 😉

Bedeauerlicherweise habe wir beüglich Unterkunft dort bisher niemanden erreichen können. So treten wir dir Bus-, und Fährfahrt an, in der Hoffnung, die kommende Nacht nicht am Strand verbringen zu müssen. 

Auch ist es durchaus möglich, dass in den kommenden 2-3 Tagen kein neuer Beitrag mehr erscheint... Ihr wisst schon... Internet und so. 🤷‍♂️

Aber seid Euch gewiss... leben wir noch 😉

Impressionen Bangkok: 


Rechts: Pad Thai... We love ist. 😍

Mitte:   Fischen, mitten in Bankgkok ...

Rechts: ... und der Fang 


NACHRICHT VON DER "SCHIRMLERIN"

Und jetzt möchte ich, die Schirmlerin, mich von allen Lesern, die mich kennen, verabschieden. 

Ich war sehr froh, dass mich Ulrike und Holger adoptiert haben, denn, wenn man die dos and donts in Asien ein bisschen weis, erleichtert das das Leben ungemein.
Ich freue mich auf die Berge im Norden und freue mich auch auf die kühleren Temperaturen, die dort herrschen sollen.
Und Du, liebe Minganz, wenn Du nach dem 10. März auf der Durchreise nach Südtirol sein sollst, würde ich mich auf ein Wiedersehen freuen.
Viele Grüße an alle
Ciao, die Schirmlerin





TAG 48/57
Ko Mak, Sonntag, den 25.02.2008, Ortszeit 14.00 Uhr


"URLAUBSDEMENZ"
Gestern Nachmittag sind wir
wohlbehalten auf Ko Mak angekommen.
Tatsächlich haben wir auch noch eine Untekunft gefunde. Das
TK Hut Resort

Das ist eine recht kleine aber hübsche Bungalowanlage, direkt am Strand. 

Unter der Leitung eines Berliner Auswanderers ist das Essen besser als uns eigentlich lieb ist, da wir ja beid ein wenig auf unsere Kalorien achten möchten. 🙈

Die Hütte, die wir bezogen haben hätte zwar noch noch reichlich Entwicklungspotential, aber es ist auszuhalten.  Wir sind ja im Laufe unserer Reise etwas weniger anspruchsvoll geworden. 
Allerdings fange ich so langsam an darüber nachzudenken, was so eine lange Reise mit der Psyche eines Menschen macht... ganz besonders, wenn man sie durch Länder bestreitet, die einen ganz anderen kulturellen Hintergrund haben, als wir sie bei uns in Europa leben. 

Ob dies zu eventuellen psychischen Veränderungen führen kann, ist hier die Frage. 🤔

Ich für meinen Teil, endecke zumindest an mir eine psychische Entwicklung, vor die man Langzeitreisende durchaus warnen sollte. 
Ich habe sie einmal laienhaft  
"Urlaubsdemenz" getauft.
Symptomatik: 


Ich habe heute morgen  angefangen Muscheln zu sammeln. 😧
Hallo?... Holger sammelt Muscheln. 🤦‍♂️

Und da freue ich mich auch noch wie ein Kindergartenkind, wenn ich ein vermeindlich selten schönes Stück ergattert habe. Da strahlt er wie ein kleines Kind über seinen gefunden Schatz.

Ich... Muscheln... Die Dinger haben mich bisher maximal auf einem Teller, mit einem Scheibchen Zitrone interessiert.  
Nun frage ich Euch... 

Ist das nun eine psychopathologie Entwicklung? ...Muss ich mir Sorgen machen? ... Sehe ich morgen bereits Meerjungfrauen und Plumpaquatsch , die mich freudig winkend in die Gischt locken? 😧

Solltet ihr morgen lesen, dass ich mir noch Eimerchen und Förmchen besorgt habe, um am Strand eine "Barbie-Villa" aus Sand zu bauen, dann seid bitte so gut, und kümmert Euch schon einmal um einen geeigneten Therapieplatz für mich, damit ich mich, in Deutschland wieder angekommen, wieder von meiner Regression befreien kann... Danke im voraus. 😉
Das heißt, wenn ich morgen überhaupt noch in der Lage bin, eine Tastatur zu bedienen.🫣
Ansonsten müsste  Ulrike das übernehmen, während sie mich im Laufstall am Strand zurücklässt 😂

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Bilder: Inselimpressionen von Ko Mak



TAG 49/57
Ko Mak, Dienstag, den 26.02.2008

"ABHÄNGEN UND ANDERE HOBBIES"

Nachdem ich nun meine Leidenschaft für frühkindliche Aktivitäten entdeckt habe, bekommen wir hier die Zeit relativ locker rum.
Während Ulrike sich gemütlich in ihrer Hängematte räkelt, verbringe ich die Zeit damit am Strand Muscheln zu jagen
Wenn das so weitergeht, entwickelt sich das hier noch zu meinem neuen Hobby... Autsch... 🙈

Solltet ihr also ab dem 5. März jemanden am Rheinufer sehen, der verzweifelt versucht Muscheln zu finden, dann werde ich das wohl sein 🤦‍♂️

Wir haben unsere Abreise nach Patthaya für den 28.02. geplant
Dann soll es mal genug sein, mit Inselfeeling.
Zumal  diese Insel meiner Persönlichkeitsetnwicklung in besorgniserregender Weise im Wege steht...

..... Hier gibt es nämlich weder Eimerchen noch Sandförmchen zu kaufen. 🙈





Tag 50/57
Ko Mak, Mittwoch, 27. Februar 2008
"DIE INSELBETTLER VON KO MAK"
Während unserer gesamten Reisezeit hat uns eine ganz bestimmte "Berufsgruppe" kontinuierlich begleitet.
"Die Bettler".
Mal aufdringlich und ziemlich nervig, manchmal aber auch recht dezent und wirklich bemitleidenswert trifft man sie wo immer man geht und steht.
Hier auf der Insel Ko Mak haben wir jedoch eine ganz neue Spezies dieser Gattung entdeckt.
An Raffinesse und Betteltechnik sind sie kaum noch zu überbieten.
Man könnte fast glauben, sie haben maffioese Strukturen, so professionelle Bettelkünste haben sie hier entwickelt und nutzen diese auch schamlos aus.
Sie bedienen sich sämtlicher psychologischen Tricks um an Ihr Ziel der Begierde zu gelangen.
Selbst als „knallharter, egoistischer Geiztourist" kann man sich ihrer Betteltechniken kaum entziehen. Auch Ulrike, die in dieser Richtung als unerbittlich gilt, hat sichtlich Mühe sich dagegen erfolgreich zu wehren.
Wenn es um Bettelrhetorik geht sind die hiesigen Ïnselbettler kaum zu überbieten.
Daher habe ich auch beschlossen, Ihnen hier in diesem Tagebuch mal einen eigenen Eintrag zu widmen, was ich hiermit getan habe.
Bild:
Einer der Bettlerbanden am Esstisch eines Strandresaurantes.
Auf frischer Tat fotografiert.
Wem kann da sein Essen noch schmecken???
Da bleibt mir nur noch zu sagen: "GUTEN APPETIT"




TAG 53/57
Pattaya, Freitag,  den 29.02.2008, Ortszeit 9.20 Uhr
"ANKUNFT AUF DEM LETZTEN ABSCHNITT UNSERER REISE"
Nachdem wir uns nocheinmal das zweifelhafte Vergnügen einer Minibusfahrt gegönnt hatten, sind wir gestern wohlbehalten in Pattaya angekommen.
Die Nutzung von den sogenannten Lokalbussen macht nur Sinn, wenn man genau weiss, wann sie wo abfahren. Weiß man es nicht besteht die Gefahr, dass man irgendwo in der Wallachei in der prallen Sonne steht und einen Busfahrplan in thailändischer Schrift studieren darf. Wie sich wohl jeder denken kann, ist das selten von Erfolg gekrönt. Um uns das zu erparen buchten wir halt den Minibus.
Diese Minibusreisen sind immer recht nervig. Erstens weil sie meißt hoffnunglos überfüllt sind und reinquetschen was anatomisch auch nur mit dem größtem Maß an Fantasie möglich ist, zweitens weil man nie genau weiß, ob er wirklich den schnellsten Weg nimmt, oder erstmal ganz uneigennützig eine Shoppingtour veranstaltet. Oft landet man dann nach einer viel zu langen fahrt an irgendeiner überteuerten Raststätte bei der der Busfahrer Provision kassiert.
Dieses Abenteuer  wurde uns gestern jedoch erspart. Die Rasstätte an der wir hielten war recht gut mit fairen Preisen und soweit ich das beurteilen konnte fuhr er auch den kürzesten Weg.
Ebenfalls hatte ich den großen Vorteil das "Berliner U-Bahnkind" an meiner Seite gehabt zu haben. Da Ulrike seit frühester Jugend das "Drängeln und ausspähen der besten Plätze schon von Kindesbeinen an in der U-Bahn perfektionieren konnte, ergatterten wir die Besten Plätze mit der meissten Beinfreiheit.
An dieser Stelle sei Ulrikes "U-Bahndrängeltalent" mal ganz hoch gepriesen *gg*
Nun genießen wir unsere letzten Tage im Trubel Pattayas, was nach der ruhigen und beschaulichen Abgeschiedenheit auf der Insel Ko Mak auch mal wieder recht amüsant sein kann.




Tag 54/57
Pattaya, Samstag, den 01.03.2008, Ortszeit 12.15 Uhr
"AUF DER SUCHE NACH DEM "FITTNESSNIRVANA SONDERBONUS"
Auch auf die Gefahr als Streber dazustehen.
Ich bin nun schon wieder seit über einer Woche, pünktlich zum Sonnenaufgang am joggen.
Schon auf Ko Mak habe ich die ersten Sonnenstrahlen genutzt um den Strand entlang zu laufen. Das war im Übrigen paradiesisch. Mit dem Sonnenaufgang am Meer laufen, keine Menschenseele weit und breit. Ja, das hatte schon was.
Lediglich begleitet von einigen Mitgliedern der bereits erwähnten "Bettelmafia von Ko Mak", die anscheinend nie zu schlafen scheinen, aber ihr Tätigkeit als Bettler ruhen liessen.
Wer sitzt um diese Uhrzeit auch schon am Esstisch eines Strandrestaurantes ;-)
Hier in Pattaya verfolge ich wieder den "atmosphärischen Hindernislauf", den ich vor einiger Zeit schonmal beschrieb. Diesbezüglich hat sich hier nichts geändert. Immer noch jede Menge, offene, stinkende Mülltonnen.
Meiner, mehr oder weniger konsequenten Lauferei verdanke ich wohl auch, dass nicht mehr Holger zurück nach Deutschland fliegt, als hier angkommen ist.
Es wäre gegenüber der Fluggesellschaft auch recht unfair.
Da hier das Essen ja mehr als vorzüglich ist und auch das Bier in nicht geringen Mengen mein Innerestes besuchen durfte, kann ich mich glücklich schätzen nicht wieder als lebendes Abbild einer "Glücksbuddha-Statue" zurückzukommen.
Und ausserdem gibt es bestimmt einen Sonderbonus für meine Eintrittskarte ins "Fittness-Nirvana" *fg*
Wie ihr sicherlich bemerkt, schreibe ich zur Zeit nicht gerade einen "Stephen King Roman".
Dies liegt wohl daran, dass wir auch nichts provozieren, was unsere „Faulerietes“ gefährden konnte. Es ist also gerade wenig spannend. Sorry dafür.
Aber solangsam müssen wir euch ja auch entwöhnen, denn die Einträge werden bald ein Ende haben.
Wir sind gerade so langweilig, dass wir gestern abend sogar......
...nein, das darf ich nicht schreiben. Ulrike hat mir ausdrücklich verboten hier zu veröffentlichen, mit was für "dekadenten DIngen" wir uns die letzten Abende an einer der belebtesten Partymeilen Thailands die Zeit vertreiben.
Es sei nur soviel gesagt, es war kein "Halligalli auf der Walkingstreet".
Tagsüber hängen wir noch ein wenig am Strand ab.
Heute Abend noch ein Abschiedsessen bei Benno.
Das war's ja auch schon fast.
Also alles nichts aufregendes mehr. Und das ist auch gut so




TAG 56/57
Pattaya, Montag, den 03.03.2008, Ortszeit 12.04 Uhr
"COUNTDOWN LÄUFT"
Dies wird wohl der letzte Eintrag sein, den ich aus Asien in dieses Tagebuch absetze.
Sicher kommt noch eine "Nachlese", wenn wir wieder in Deutschland sind.
Morgen früh um 3.45 Uhr Ortszeit, also 21.45 Uhr MEZ, werden wir in Richtung Rom abheben.
Solange lungern wir halt noch ein wenig in Pattaya und Jomtiem ab und schlagen die Zeit und unsere letzten Bahts tot .
Nach ca. 7 Stunden Aufenthalt in Rom werden wir voraussichtlich um 19.10 Uhr in Frankfurt a.M. landen.
Roter Teppich, 50 köpfiges Willkommenskomitee und Kanapees mit Champagner wären zwar eine nette Geste, ist aber nicht nötig *gg*.
Trotz der zahlreichen Eindrücke, vielen schönen Erlebnisse und tollen Länder, die wir besucht haben, freuen wir uns nun doch wieder auf unser Koblenz und allem was dazu gehört ;-)
*Baht = Währungs in Thailand
Bild 1:
Ein Stück von meinem Joggingweg - Promenade am Strand
Bild 2:
Die letzten Strandimpressionen von Pattaya. Aufgenommen, morgens um 5.45 Uhr





TAG -1/57
Koblenz den 05.03. 2008, Ortszeit : siehe rechts (9.42 Uhr)
"WIEDER ZUHAUSE"
Vor ca. 1 Stunde haben wir die Tuere unsere Wohnung geoeffnet.
Gerade merke ich auf der Tastatur, dass sich dort ja wieder "ä´s". "ö´s" und "ü´s" befinden. (Anmerkung der Redaktion: Für die bessere Lesbarkeit wurden hier im Buch die Umlautete ä, ö und ü verwendet Hallo liebe Judith, vielleicht kannst du es besser formulieren?)
Also nochmal....
Vor ca. einer Stunde haben wir die TÜRE zu unserer Wohnung GEÖFFNET. *gg*
Wir sind wieder zuhause.
Nachdem wir gestern abend erst sehr spät bei meinen Eltern angekommen sind (Mein Papa hatte uns vom Flughafen abgeholt und wir hatten das Auto im Westerwald abgestellt), war es uns wirklich zu spät, um nach Hause zu fahren.
Außerdem (juhuu, ein "ß" ist auch wieder da) musste es ja ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt schneien, an dem wir mit unseren Sommerreifen Richtung Koblenz fahren wollten. Außerdem waren wir so nebenbei mal gut 30 Stunden unterwegs und froh, so schnell wie möglich schlafen zu können.
So haben wir also eben ganz offiziell unsere 2 monatige Reise beendet.
Gestern haben wir uns zum Abschluss noch das "kleine Abenteuer Rom" gegönnt.
Obwohl ich ein wenig "schissrig" war, wir könnten unter Umständen den Flug nach Hause verpassen, konnte mich Ulrike davon überzeugen unseren 7stündigen Aufenthalt in Rom effizienter zu nutzen, als unser letztes Urlaubsdasein auf dem Flughafen zu fristen.
Und wie sich herausstellen sollte, war das eine der besten Ideen unseres Urlaubes. Bei gut 15 Grad und strahlenden Sonnenschein konnten wir den Frühling von Rom genießen.
Dank Gabi, Ulrikes Chefin, die sich eine wahnsinnige Mühe gemacht hat, vor unseren Urlaub, für uns einen supertollen Romführer zu erstellen, konnten wir die Stadt voll auskosten.
Wir möchten Gabi an dieser Stelle auch nochmal ein herzliches Dankeschön in diesem Tagebuch hinterlassen. Ohne deinen, perfekt erarbeiteten Führer hätten wir diesen Kurztripp wohl nicht gewagt.
Also genossen wir noch ein Fläschchen "Vino bianco" und eine originale Pasta in der Altstadt Roms.
SUPER WAR`S :-)
Fortsetzung folgt....
Bilder: Ein Spaziergang durch Rom bei frühlingshaften Wetter rundete unseren Urlaub nochmal so richtig ab.
Ein Mittagessen in der "ANTICA TAVERNA"
mitten in der römischen Altstadt.
Dank Gabies Geheimtipp konnten wir zum Abschluß unseres tollen Urlaubs noch mal gute, und für römische Verhältnisse preiswerte "Pasta & Vino" genießen.
Tag -2/57
Koblenz, Donnerstag, den 06.03.2008
"NACHLESE"
Wieder zurück in Koblenz kämpfen wir noch ein wenig mit dem Jetlag.
Es ist ein wenig gewöhnungbedürftig, dass die Sonne hier gut 6 Stunden später aufgeht als in Asien.
Schon während unserer Reise habe ich mir Gedanken darüber gemacht, dass es im Grunde viele Menschen gibt, die daran Teil hatten, dass unser Urlaub ein solch tolles Erlebnis sein durfte.
Wie ein guter Hollywood-Film soll dieses Reistagebuch auch einen "Abspann" erhalten, in dem alle erwähnt sein sollen, die auch hinter den Kulissen Anteil an unserer Reise hatten.
Hier also mal eine ganz "DICKES DANKESCHÖN" an:
- unseren "MAMA´S ",
ohne deren finanzielle Unterstützung unsere Reisen in diesem Maße niemals
möglich gewesen wären.
- meinem "PAPA",
der als "Taxifahrer" uns zu nachtschlafender Zeit zum Flughafen fuhr, und uns auch wieder abholte.
- ULRIKE, meinem Schatz.
Ohne die ich wohl niemals nach Asien gefahren wäre. Die es immer wieder
geschafft hat, Streitigkeiten schon im Ansatz zu deeskalieren, sodass wir 8 Wochen lang als echte EINHEIT durch die Welt reisten. 8 Wochen, rund um die Uhr zusammen und nicht ein nennenswerter Streit. Das soll uns erstmal jemand nach machen :-)
DANKE ...

- für alles mein Schatz.
-
SIGRID UND DIRK,
   u
nsere ganz lieben Freunde, die sich während unserer gesamten Abwesenheit      ganz toll um unsereWohnung gekümmert haben.
-
WOLFGANG KOLL,
   ohne den dieses Tagebuch in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.
- der
SCHIRMLERIN,
   die uns 2 Wochen eine wirklich tolle Reisebegleitung war und uns ....
   (achja, sie hatte mir ja verboten, das nochmal zu erwähnen). Trotzdem DANKE,         nochmals. :)
-
ALEX
   der "Stammtischkumpel" meines Papas, der jeden Tag unserer Einträge           ausgedruckt hat, damit meine Eltern auch daran teilhaben konnten. Das war     wirklich lieb.
-
GABI
  Ulrikes Chefin, die uns mit einem super, selbsterstellten "Rom-Führer" einen     letzten, tollen Urlaubstag in Rom beschert hat.
-
Dank auch an alle, die sich in unseren GÄSTEBUCH eingetragen haben und uns   Grüsse hinterlassen hatten. Wir haben uns über jeden einzelnen Eintag riesig  gefreut.
- Dank an
alle LESER unseres Tagebuches, die auch im verborgenen unsere Erlebnisse mitverfolgten.
-
KONRAD DUDEN,
dass er so geduldig die "orthografische Vergewaltigung" der deutschen Sprache und seines Werkes in meinen Einträgen ertrug, ohne sich in seinem Grab herumzudrehen.
- Unser
Fotoapparat,"SONY CYBERSHOT". Der stellensweise Höchstleistungen verbringen musste, x-mal die Anziehungskraft der Erde über sich ergehen lassen musste, und ansonsten nicht gerade sorgsam behandelt wurde, uns aber nie im Stich ließ.

Sie alle trugen dazu bei, dass wir einen Urlaub erleblink:/Reisetagebuch/Memories/Thailand-2012/ en durften, den wir so schnell nicht vergessen werden.
D A N K E






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